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Lkw-maut ruiniert Arbeitsplätze
© Bild mit KI erstellt

Nein zu zusätzlichen Belastungen für den Industriestandort Burgenland

Die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Burgenland warnt vor negativen Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Arbeitsplätze.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 24.08.2026

Die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Burgenland sieht die geplante Ausweitung der LKW-Maut auf burgenländische Landesstraßen sehr kritisch. Aus Sicht der Industrie droht diese Maßnahme die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes zusätzlich zu belasten und damit weitere negative Auswirkungen auf Wertschöpfung, Investitionen und Beschäftigung im Land zu entfalten.

Besonders betroffen wären produzierende Unternehmen entlang der künftig mautpflichtigen Verkehrsachsen. Für viele Industriebetriebe stellen diese Straßen die zentrale Verbindung für die Versorgung mit Rohstoffen, Vorprodukten und Bauteilen sowie für den Transport fertiger Erzeugnisse zu Kunden im In- und Ausland dar. Alternative Verkehrswege stehen vielfach nicht zur Verfügung.

Zusätzliche Kosten machen den Wirtschaftsstandort unattraktiv

„Die burgenländische Industrie steht bereits heute unter enormem Druck. Hohe Energiepreise, steigende Personalkosten, teure Logistik und zunehmender Bürokratieaufwand haben die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Produktionsstandorte in den vergangenen Jahren deutlich geschwächt. Zusätzliche Standortkosten verschärfen diese Entwicklung weiter“, warnt KommR Christoph Blum, Spartenobmann die Sparte Industrie.

Die heimischen Industriebetriebe erwirtschaften einen Großteil ihrer Umsätze auf internationalen Märkten und stehen im direkten Wettbewerb mit Standorten in Osteuropa, Asien oder Nordamerika. Gleichzeitig werden Investitions- und Produktionsentscheidungen zunehmend im internationalen Standortvergleich getroffen. 

„Im globalen Wettbewerb entscheidet am Ende die Summe aller Standortkosten. Zusätzliche Belastungen können nicht einfach an internationale Kunden weitergegeben werden. Sie schwächen unmittelbar die Wettbewerbsfähigkeit unserer burgenländischen Industriebetriebe und damit des gesamten Wirtschaftsstandortes Burgenland“, betont Blum.

Die Auswirkungen der geplanten Maut würden sich zudem nicht auf einzelne Transporte beschränken. Industrieunternehmen sind Teil komplexer Lieferketten. Zusätzliche Kosten für Speditionen und Logistikdienstleister werden zwangsläufig über höhere Frachtraten und Transportkosten weitergegeben und verteuern damit Produktion und Export gleichermaßen.

Standortpolitisch das falsche Zeichen

Besonders kritisch sieht die Sparte Industrie das standortpolitische Signal einer solchen Maßnahme. Während die burgenländische Industrie immer mehr mit Investitionsrückgang bis zu Abwanderung konfrontiert ist, drohen neue regionale Belastungen die Attraktivität des Industriestandortes Burgenland weiter zu verringern.

„Wer industrielle Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Investitionen im Burgenland sichern will, muss die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe stärken und darf sie nicht zusätzlich belasten. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht die Industrie Entlastung statt neuer Kosten“, resümiert der Spartenobmann abschließend.

Die Sparte Industrie appelliert daher an die politischen Entscheidungsträger, die Auswirkungen der geplanten LKW-Maut auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Burgenland sorgfältig zu prüfen und eine Lösung zu finden, die die burgenländischen Industrieunternehmen nicht noch mehr belastet.



Spartenobmann KommR Christoph Blum // Foto © WKB/Lexi