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Austrian Composers Day

Der vom Österreichischen Komponistenbund (ÖKB) initiierte Branchentag für KomponistInnen & Songwriter bietet Musikschaffenden aller Genres in Referaten und Panels Wissenswertes zu künstlerischen, urheberrechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Belangen ihrer Tätigkeit, sowie die Möglichkeit zu branchennahem Networking. Initiator Alexander Kukelka im Film, Sound & Media-Interview über die Hintergründe.
Stand:
Alexander Kukelka
Alexander Kukelka

Was steckt hinter der Idee eines Composers Day, der heuer schon zum dritten Mal stattfand?
ALEXANDER KUKELKA: Der vom Österreichischen Komponistenbund (ÖKB) initiierte Branchentag für KomponistInnen & Songwriter bietet Musikschaffenden aller Genres in Referaten und Panels Wissenswertes zu künstlerischen, urheberrechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Belangen ihrer Tätigkeit, sowie die Möglichkeit zu branchennahem Networking. Die in Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) durchgeführte Veranstaltung richtet sich sowohl an in der Branche etablierte Personen, als auch an Studierende und Musikschaffende am Beginn ihrer Karriere.
Ich wünsche mir, dass der „Austrian Composers´ Day“ dazu beiträgt die Österreichischen Musikschaffenden, ergänzend zur universitären Ausbildung, mit dem nötigen Rüstzeug auszustatten, um sich selbst aktiv und erfolgreich innerhalb der Branche zu etablieren.

Die banale, oft gestellt Frage: kann man vom Komponieren leben oder wie viele Standbeine braucht es?
KUKELKA: Grundsätzlich kann man vom Komponieren leben, wenn einerseits wichtige Multiplikatoren wie VerlegerInnen, Sender und VeranstalterInnen die Hör- und Sichtbarmachung der zeitgenössischen Musik gewährleisten und andererseits die KomponistInnen aus der Nutzung ihrer Werke die entsprechende Vergütung erhalten.
Die Praxis zeigt aber, dass es für viele Musikschaffende nach wie vor das Standbein der Unterrichtstätigkeit oder diverser (musikalischer) Nebenjobs braucht.

Wie viele Förderungen gibt es im Bereich Komposition?
KUKELKA: Der Förderbereich ist in Österreich generell gut ausgebaut. Es existieren ausreichend Wettbewerbe, vom Nachwuchsbereich bis zu gut dotierten Preisen im professionellen Segment.
Hinsichtlich der Auftragslage hat es sich v.a. in der Ernsten Musik leider eingebürgert, dass Auftragswerke zwar ausgesprochen, aber mit Verweis auf die bestehenden Fördermöglichkeiten nicht direkt honoriert werden.
Der ÖKB ist im Bereich Wettbewerb v.a. mit den Nachwuchswettbewerben „Jugend komponiert“, dem „Wiener Filmmusik Preis“, dem „ÖKB-Songwriter Award“ und wechselnden großformatigen Orchesterwettbewerben sehr gut aufgestellt.

Wie können sich unbekannte KomponistInnen heutzutage bekannt machen?
KUKELKA: Neben der kompositorischen Arbeit empfehlen wir den aufstrebenden jungen Talenten vor allem von unseren Vernetzungsangeboten Gebrauch zu machen. Hilfreich sind dabei auch Online-Plattformen, die die heutzutage notwendige Aufmerksamkeit generieren.

Wie vertraut sind KomponistInnen mit der Verwertung ihrer Werke: sprich der Weg von der musikalischen Idee hin zur Vermarktung?
KUKELKA: Grundsätzlich sind KomponistInnen, die einmal in der Branche Fuß gefasst haben, über die Bedingungen der Verwertung, von der musikalischen Idee hin zur Vermarktung, relativ gut informiert. Es ist vor allem der Nachwuchsbereich, dem wir mit unseren Info-Formaten den Einstieg in die Branche erleichtern wollen.
Als erfolgreiche Beispiele lassen sich hier z.B. das Musicbusiness-Seminar mit Hanneliese Kreißl-Wurth, die Pop-Songwriting Seminare mit internationalen Größen der Branche und natürlich unsere Infotage, wie der „Austrian Film Music Day“ und der „Austrian Composers’ Day“, anführen.

Wie ausbaufähig ist die Kooperation mit heimischen Medien?
KUKELKA: Die größte Überzeugungsarbeit ist über die heimische Medienlandschaft dahingehend zu leisten, dass das lebendige musikalische Schaffen in diesem Lande wieder den Stellenwert erhält, den es verdient.
Dabei stellt die massiv beworbene freie Verfügbarkeit von Musik das größte Problem dar, da sie vergessen lässt, dass hinter jedem Werk Musikschaffende stehen, die von ihrer Kunst auch leben müssen.

Welche Positionen vertritt der ÖKB im Bereich Speichermedienvergütung und Urheberrecht?
KUKELKA: Der ÖKB tritt auch auf europäischer Ebene, für eine Stärkung des Urheberrechts, der Verwertungsgesellschaften und damit für eine faire Vergütung für die Komponistinnen und Komponisten ein.