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Creative Europe-MEDIA

Förderung hochwertiger, europäisch koproduzierter TV Drama-Serien
Stand:

Creative Europe-MEDIA

2014 trat Creative Europe, das Programm der europäischen Kommission für die creative industries Europas in Kraft. Das MEDIA Programm läuft nun, zusammen mit CULTURE als Teilprogramm weiter. Creative Europe hat ein Gesamtbudget von 1,46 Mrd Euro, davon entfallen auf das MEDIA-Teilprogramm 455 Mio. Euro. 
Esther Krausz betreut das Creative Europe Desk-MEDIA (vormals MEDIA Desk), die Beratungs- und Informationsstelle für das EU-Förderprogramm, im Österreichischen Filminstitut. Was im Herbst in Creative Europe geplant ist, und was das mit Österreich zu tun hat, berichtet sie hier.

In 2014, dem ersten Jahr von Creative Europe wurden nach Österreich 2,75 Mio. Euro Förderungen zugesagt. Auch das Jahr 2015 dürfte erfreuliche Ergebnisse bringen, wurden doch die beiden österreichischen Produktionsfirmen DOR FILM und Ulrich Seidl Filmproduktion im Slate Funding mit insgesamt 233.000,- Euro gefördert. Jeweils drei Projekte entwickelt jedes der Unternehmen nun mit Unterstützung aus dem Fördertopf der europäischen Kommission.

Budget 2016

Im August hat die europäische Kommission das Creative Europe Arbeitsprogramm für 2016 präsentiert. Das Arbeitsprogramm legt die Prioritäten, den Zeitplan für die Einreichungen sowie den Budgetrahmen für das kommende Jahr fest. Derzeit läuft der Verhandlungsprozess zwischen dem europäischen Parlament und dem Rat der europäischen Union. Das endgültige Jahresbudget wird Ende 2015 bestätigt.

Nach vorliegendem Vorschlag wird der MEDIA-Bereich im Vergleich zu 2015 mit einer Million Euro weniger dotiert sein. Dafür wird im sogenannten „cross-sectoral strand“, dem dritten bereichsübergreifenden Teilprogramm das Budget für die CCS-Facility, das neue Finanzierungsinstrument für die Kreativindustrien Europas, erhöht. Das Instrument soll in Form einer Haftung der EU für Kredite an Unternehmen aus dem Kreativsektor für günstigere Bankkonditionen sorgen und ist für 2016 mit 14,8 Mio. Euro dotiert.

Die Kürzungen im MEDIA-Bereich betreffen die Förderschienen Market Access (u.a. Unterstützung für Koproduktionsmärkte), Festivals und die Distributionsförderungen Cinema Automatic und Support to Sales Agents. 
Andere Förderbereiche, wie die Förderung für die Entwicklung von Videospielen (Video Games), die Förderung für TV-Koproduktionen (TV Programming), aber auch die selektive Verleihförderung (Cinema Selective) sehen dagegen Budgeterhöhungen entgegen. Ebenfalls mehr Mittel werden der Förderung für Maßnahmen zur Erschließung neuer Publikumsschichten (Audience Development) und Online Distribution, in der europäische VoD-Plattformen unterstützt werden, zugeteilt.

Neue Calls

Ab Herbst 2015 wird die neue Runde Calls (Aufrufe zur Einreichung von Projekten) veröffentlicht. Noch für September werden die Richtlinien und Antragsformulare für die Förderung der Projektentwicklung für Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme (Single Project Development) erwartet. In zwei Einreichterminen, am 19. November 2015 und am 21. April 2016 werden voraussichtlich 125 Projekte ausgewählt. Im Rahmen des Development Slate Funding-Aufrufs können Produktionsfirmen im Februar 2016 ein Paket von drei bis fünf Projekten zur Entwicklung einreichen (Veröffentlichung des Calls im Oktober 2015). Auch für Festivals und die selektive Verleihförderung (Cinema Selective) sind für dieses Jahr noch Einreichmöglichkeiten angekündigt. Internationale TV-Koproduktionen (TV-Programming) können am 3. Dezember 2015 und am 26. Mai 2016 eingereicht werden. Die dazugehörigen Antragsunterlagen werden im Oktober veröffentlicht.

„Die Förder-Richtlinien legen auch den Zeitraum der förderbaren Kosten fest, deshalb muss ein MEDIA-Antrag langfristig geplant werden.“ Esther Krausz empfiehlt, sich bei Interesse an einer Einreichung rechtzeitig mit dem Creative Europe Desk-MEDIA in Verbindung zu setzen. „Ich biete Unterstützung bei der - vor allem administrativ aufwändigen - Antragstellung.“

Alle Projekte, die bei Creative Europe-MEDIA eingereicht werden, müssen inhaltlich und wirtschaftlich eine europäische Dimension vorweisen. Zum besseren Verständnis der Bewertungskriterien werden zusammen mit den Antragsunterlagen die Evaluierungsbögen, anhand derer die europäischen ExpertInnen die Projekte bewerten, zur Verfügung gestellt.

Be Dramatic! Schwerpunkt europäische TV-Serien

In Zeiten erfolgreicher AutorInnenserien aus den USA möchte die europäische Kommission besonders die Verbreitung hochwertiger europäisch koproduzierter TV Drama-Serien forcieren. Die Förderschiene TV Programming unterstützt europäische Serien mit einem Produktionsbudget von mindestens 10 Mio. Euro mit bis zu einer Million Euro während der Herstellungsphase. „Das ist der höchste Betrag der je in der MEDIA ProduzentInnen-Förderung von einem einzelnen Antragsteller abgerufen werden konnte.“ so Esther Krausz. 
Mit diesem Höchstbetrag wurde zuletzt die britisch-französische Koproduktion „Barbarians: The Last of the Pink Panthers“ gefördert.

Aber auch österreichische Firmen sind in diesem Förderbereich erfolgreich. So wurde 2014 der TV-Spielfilm „Madame Nobel – Eine Liebe für den Frieden“ (Produktion: Monafilm) und die TV-Dokumentation „Maximilian von Mexiko“ (Produktion: Interspot Film) gefördert.

Das Holland Film Meeting veranstaltet am 24. September 2015 den TV-Serien Tag „Be Dramatic! The New Wave of European Series“ in Utrecht. Dort präsentiert unter anderem der österreichische Regisseur David Schalko die TV-Serie „Altes Geld“ in einer Case Study. Delegationen aus TV-ProduzentInnen der Creative Europe Desks aus den Niederlanden, Flandern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Österreich wurden eingeladen, sich mit europäischen KollegInnen zu vernetzen.

Save-The-Date! MEDIA Info-Veranstaltung

Am 21. Oktober 2015 veranstaltet das Creative Europe Desk Austria-MEDIA in Kooperation mit FAMA-Film And Music Austria ein Info-Event in Wien. Auf dem Programm steht ein Überblick über die Förderbereiche und kommenden Einreichtermine, sowie andere aktuelle Themen aus Creative Europe, wie etwa die Implementierung der CCS-Facility, des Finanzierungsinstruments für die europäischen Kreativindustrien. Dazu wird Dr. Barbara Fränzen, Leiter der Filmabteilung im BKA:Kunst und Kultur, die letzten filmpolitischen Entwicklungen erläutern. Ein Teil der Veranstaltung widmet sich praktischen Informationen und Tipps für die Antragstellung bei Creative Europe-MEDIA. „Dieser praktische Teil richtet sich gezielt an die Personen, die die Einreichunterlagen zusammenstellen.“ so die Veranstalterin Esther Krausz. „Ich möchte ganz besonders alle interessierten BranchenvertreterInnen aus den Bundesländern einladen, sich über das MEDIA-Programm zu informieren.“

Weitere Informationen enthält der Newsletter des Creative Europe Desk Austria-MEDIA .

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