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Zuverdienstgrenzen

Informationen für den Direktvertrieb - Angaben ohne Gewähr

Zahlreiche Direktberaterbeziehen neben ihrer Vermittlungsprovision noch Einkünfte aus einer Tätigkeit als Arbeitnehmer, Pensionisten oder Eltern (Kindergeld). Wer dabei bestimmte Grenzen überschreitet, hat Nachteile im Steuerrecht, Sozialversicherungsrecht oder verliert sogar einen Teil seiner Einkünfte:

Alterspension: Neben der Alterspension kann unbeschränkt dazuverdient werden, ohne dass die Pension beschränkt wird. Mit der Höhe der Einkünfte erhöht sich aber natürlich auch die Einkommensteuer.

Vorzeitige Alterspension: Eine vorzeitige Alterspension (bei Arbeitslosigkeit oder langer Versicherungsdauer) fällt weg, wenn die monatlichen Bruttoeinkünfte über der Geringfügigkeitsgrenze liegen.

Invaliditäts-/Berufsunfähigkeitspension: Übersteigen die zusätzlichen Einkünfte die Geringfügigkeitsgrenze, fällt die Pension zwar nicht weg, sie vermindert sich aber.

Kinderbetreuungsgeld: Während des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld können Einkünfte von bis zu (Betrag) pro Kalenderjahr erzielt werden, ohne dass der Anspruch verloren geht. Wird die Grenze überschritten, ist das Kindergeld grundsätzlich zurückzuerstatten.

Familienbeihilfe: Personen ab 18 Jahren, für die noch Familienbeihilfe bezogen wird, dürfen pro Kalenderjahr ein Bruttoeinkommen von nicht mehr als 10.000,-- Euro (ab 2011) beziehen. Wird diese Grenze überschritten, geht der gesamte Anspruch verloren.

Arbeitslosengeld: Während des Bezugs von Arbeitslosengeld ist jede Beschäftigung dem Arbeitsmarktservice zu melden. Übersteigen die zusätzlichen Einkünfte die Geringfügigkeitsgrenze, besteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Sozialversicherung: Direktberater können sich von der Zahlung von Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträgen befreien lassen, wenn

Zudem darf der Direktberater in den 60 letzten Monaten vor der Antragstellung nicht länger als 12 Monate als Selbständiger pflichtversichert gewesen sein ("Jungunternehmer" oder "Neugründer"). Dieses Erfordernis gilt nicht bei Personen ab 60 Jahren.

Im Falle der Befreiung muss der Direktberater nur den jährlichen Unfallversicherungsbeitrag zahlen.

Einkommensteuerpflicht: Einkommen aus selbständiger Tätigkeit (d.h. als Direktberater) unter der Freigrenze sind nicht steuerpflichtig (außer es liegen auch andere Einkünfte vor!). Wer als Arbeitnehmer tätig ist, muss bei selbständigen Einkünften pro Jahr eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Stand: