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Neue Durchführungsbeschlüsse zum Schutz vor Schadorganismen

Implikationen für die Holzindustrie

Die Europäische Kommission hat zwei Durchführungsbeschlüsse erlassen. Mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/789 (ABl. Nr. L 125 vom 21. Mai 2015 S 36) werden Maßnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Xylella fastidiosa erlassen. Bei diesem Schadorganismus handelt es sich um für viele Pflanzenarten gefährliches Bakterium, das sehr schwierig zu bekämpfen ist, weshalb Maßnahmen zur Verhinderung seiner Ausbreitung von großer Bedeutung sind.

Mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/893 (ABl. Nr. L 146 vom 11. Juni 2015 S 16) werden Maßnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von „Anoplophora glabripennis“ erlassen. Bei diesem Schadorganismus handelt es sich um den asiatischen Laubholzbockkäfer, ein für zahlreiche heimische Laubgehölze gefährliches Insekt. Dieser Käfer ist in Österreich bereits mehrfach aufgetreten und hat Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro verursacht. Eine erfolgreiche Strategie zur Verhinderung seiner weiteren Verbreitung ist deshalb sehr wichtig.

Österreichische Verordnung in Umsetzung

Die österreichische Verordnung, mit der die Pflanzenschutzverordnung 2011 geändert wird, sowie den Entwurf einer Verordnung, mit der die Pflanzenschutzverordnung-Holz aufgehoben wird ist derzeit in Umsetzung. Wir haben uns als Fachverband der Holzindustrie dafür ausgesprochen.

Neu ist die Ergänzung bzw. Erweiterung der Pflanzenpassbestimmungen auf bestimmte Pflanzen, Holzverpackungen und Sendungen von Holz aus bestimmten Pflanzen und Drittländern bzw. abgegrenzten Gebieten gem. der EU-Durchführungsbeschlüssen (§ 8 Abs. 13 bis 15 PSVO). Weitere Infos bitte den Erläuterungen und der Novelle der Pflanzenschutzverordnung entnehmen.

Befall in Österreich

Die kontrollierende Behörde (BFW) sieht keinen Grund zur Panik, derzeit trifft das nur ein kleines befallenes abgegrenztes Gebiet bei Gallspach/OÖ. Holz aus diesen befallenen Regionen wird einer stärkeren Kontrolle unterzogen. Das ist sicher ein sinnvolles Schutzsystem für alle anderen in der Holzbranche.

Verpackungsholz mit Ursprung in diesem (d.h. laut Ministerium in diesem hergestellt), erzeugt aus durch den Schädling gefährdeten Holzarten (Laubholz), unterliegt den Anforderungen des § 2 (14) und ist somit ISPM Nr. 15 konform zu kennzeichnen.

§ 9 PflanzenschutzVO: Kennzeichnung von Verpackungsholz rezipiert die ISPM Nr. 15 konforme Kennzeichnung, wie wir sie kennen.