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Säge

Berufsgruppe der Holzindustrie

Das Jahr 2018 war für die österreichische Sägeindustrie ein sehr gutes Wirtschaftsjahr. Das vierte Jahr in Folge konnte die Produktion gesteigert und erstmals seit 2008 wieder mehr als 10 Mio. m³ Schnittholz produziert werden. Dabei profitierte man von der guten wirtschaftlichen Lage auf nahezu allen Absatzmärkten. Der Sommer 2018 war geprägt von den zahlreichen Schadereignissen in Mitteleuropa. Die großen Mengen an Schadholz übten regional großen Druck auf die heimischen Sägebetriebe aus. Der nachhaltige Rohstoff Holz war dadurch auch zu international üblichen Preisen einzukaufen. Dank der guten Absatzlage konnte man diese Rundholzmengen verstärkt aus dem Inland aufnehmen.

Die Sägewerke konnten durch die Rohstoffsicherung 2018 ihre internationalen Marktanteile auch weiter ausbauen. Gegenüber 2017 gab es 2018 erneut ein Exportplus von 8,6 %.

Auf den traditionellen Exportmärkten der Holzindustrie ist neben dem guten Jahr 2018 nach wie vor eine Belebung spürbar, vom osteuropäischen Wachstum und der positiven Konjunktur profitieren auch die Sägeindustrie und ihre weiterverarbeitende Industrie. Ein leichter Konjunktureinbruch brachte im Winter 2018, sowie Anfang 2019, bei einigen Produkten hohe Lagerstände und damit einen Preisdruck auf manche Sortimente mit sich. Der heimische Markt läuft zufriedenstellend.

Die gut vernetzte Holzbranche konnte wieder einige neue Absatzmärkte finden. Die Unterstützung durch die AußenwirtschaftsCenter der Wirtschaftskammer Österreich ist hier besonders wichtig und auch gemeinsame Maßnahmen, wie die promo_legno Intitiative in Italien oder die European Wood Initiative in China schaffen Sicherheit für gemeinsame Anliegen.

Deutschland ist für den europäischen Markt nach wie vor der wichtigste „Treiber“. Italien ist zwar weiterhin das größte Absatzland für Schnittholz und verleimte Produkte, jedoch stagnierten die Exportzahlen, während sich fast alle wichtigen Märkte steigern konnten. Verpackungsholz wurde ebenso stark nachgefragt. Den größten Exportzuwachs verzeichnen die USA und Australien. Verleimte und vorgefertigte Bauholzprodukte zeigen wesentliche Zuwachsraten. Durch die sehr hohen Investitionen in die Weiterverarbeitung kann das Schnittholz zu hochwertigen Bauprodukten verarbeitet werden. Und damit Komplettlösungen für den modernen Holzbau in der ganzen Welt anbieten. Der heimische Markt entwickelte sich bei allen Produkten positiv.

Laub- und Nadelschnittholzproduktion in Österreich in Mio. m³

Der positive Aufwärtstrend der letzten Jahre hat sich auch 2018 wieder fortgesetzt. Insgesamt wurden 17,7 Mio. Festmeter (fm) Sägerundholz eingeschnitten. Die Schnittholzproduktion (Nadel- und Laubholz) betrug rund 10,4 Mio. m³ und erreichte somit wieder das Niveau vor der Weltwirtschaftskrise 2008.

Die österreichische Sägeindustrie ist ein großer und sehr erfolgreicher Industriebereich mit rund 1.000 aktiven Betrieben, bei denen annähernd 6.000 Arbeitnehmer beschäftigt sind. Rund 70 % der in Österreich manipulierten festen Biomasse Holz läuft über die Sägeindustrie und ist damit das Rückgrat für die Holzbranche. Viele Sägewerke haben eine Erhöhung der Wertschöpfung und eine Erweiterung des Produktportfolios erreicht. Die österreichische Sägeindustrie ist fast ausschließlich klein- und mittelbetrieblich strukturiert und ein sehr wichtiger Faktor für die Außenhandelsbilanz Österreichs. Die größten 40 Betriebe ergeben rund 90 % der gesamten Nadelschnittholz Produktion. Die weiteren 10 % teilen sich die rund 960 Klein- und Mittelbetriebe auf, die speziell für die regionale Wertschöpfung wichtig sind und in den strukturschwachen Regionen eine große Bedeutung einnehmen.

Nadelsägerundholz

Inländisches Holz hat immer höchste Priorität, das zeigt sich auch bei den Zahlen der Statistik. In nur drei Jahren 2017-2019 könnten laut den jüngsten Prognosen 2019 über 2 Mio. fm Sägerundholz zusätzlich aus heimischen Forstbetrieben aufgenommen werden. Wichtig ist die kontinuierliche und planbare Versorgung mit allen Sortimenten über das ganze Jahr verteilt. Die österreichische Sägeindustrie war in letzter Zeit ausreichend mit Sägerundholz versorgt. Allerdings gab es immer wieder regional unterschiedliche Engpässe.

Im Gesamtjahr 2018 sind rund 7,3 Mio. fm Nadelsägerundholz nach Österreich importiert worden (2017: noch rund 6,1 Mio. fm). Im ersten Quartal 2018 war zu wenig frisches Sägerundholz am Markt. Dadurch musste Rundholz in den ersten Monaten verstärkt importiert werden. Die größten Lieferungen aus dem Nachbarland Tschechien nahmen durch die dort massiv aufgetretenen Schadholzmengen um 24 % (auf 3,6 Mio. fm) zu. Die weiteren zwei wichtigen Länder, die uns seit Jahren bereits kontinuierlich mit Rundholz unterstützen, sind Deutschland +19,5 % (auf 2,0 Mio. fm) und Slowenien +15,7 % (auf 1,1 Mio. fm), wo ebenso große Mengen Schadholz angefallen sind.

Heuer werden diese Mengen etwas geringer ausfallen, vereinzelte Mehrmengen werden mit der Bahn aus den Windwurfgebieten Norditaliens fließen.

Nadelschnittholz

2018 war die Nachfrage nach Schnittholz sehr hoch. Der positive Aufwärtstrend der letzten Jahre hat sich auch 2018 wieder fortgesetzt.

Rund 60 % der heimischen Schnittholzproduktion werden exportiert. Der Nadelschnittholz Export betrug 2018 rund 5,9 Mio. m³ und steigerte sich somit um rund 8,6 % (2017: noch 5,5 Mio. m³). Der Exportwert stieg ebenso um 12,7 % auf rund 1,4 Mrd. Euro. Gemeinsam mit allen Sägenebenprodukten und dort vermehrt weiterverarbeiteten Produkten, konnte die Sägeindustrie nahezu 2,4 Milliarden Euro umsetzen. Das entspricht 2018 einer Produktionswertsteigerung von 7,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Hauptmarkt Italien entwickelt sich leider nicht wie erhofft. Die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2018 zeigen lediglich eine Steigerung um 0,2 % (2018: 2,6 Mio. m³), immerhin werden 44 % des gesamten Exportvolumens nach Italien exportiert. Alle anderen wichtigen Märkte wiesen hohe Zuwächse auf. Erneute Exportanstiege gab es nach Deutschland von rund 7,4 % (2018: 1,0 Mio. m³) auch bei allen übrigen europäischen Staaten mit 10,9 % (2018: 0,7 Mio. m³).

Laubschnittholz

Sehr erfreulich zeigt sich die Entwicklung der Laubholzindustrie in Österreich. Abermals konnte die Produktion 2018 auf 176.000 m³ gesteigert werden. Die Nachfrage nach Eichenschnittholz ist in den letzten Jahren weiter gestiegen. Derzeit ist die Rundholzversorgung in den wesentlichen Holzarten Eiche, Buche und Esche in Mitteleuropa gut. Das Transportverbot von Eichenrund- und Schnittholz der kroatischen Regierung konnte auf europäischer Ebene wieder aufgehoben werden. Die Laubholzsäger sind mit der steigenden Nachfrage 2018/2019 zufrieden. Gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte und pro:Holz Austria sollen helfen, den Bereich „Wohnen mit Holz“ 2019 auch weiter zu beleben.

Gemeinsame Bauholzsäger Initiative für hochwertige Bauholzprodukte

Aufgrund zahlreicher Aktionen im Rahmen der KMU Initiativen des Fachverbandes konnten die gemeinsamen Kommunikations- und Aktionsplattformen weiter ausgebaut werden. Die CE geprüften Markenprodukte „Uso fiume“, „Uso trieste“ und MH Massivholz sind mit den italienischen Partnern abgestimmt und sichern damit auch den Produzenten in den ländlichen Regionen die regionale Wertschöpfung. Zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen für alle Säger wurden mit den Experten und Funktionären der Branche, sowie in enger Koordination mit den Fachgruppen, initiiert. Die engagierten KMU Unternehmer freuen sich über Unterstützung aller Säger und gestalteten beim „Internationalen Holztag“ in Klagenfurt traditionell ihren „Bauholzsäger“ Messestand gemeinsam für alle Sägebetriebe. Diese Austauschplattform soll noch stärker genutzt werden. Zahlreiche Initiativen in den Bundesländern verstärken die Initiativen und setzen auch Trends im Baubereich mit Holz mit Planern und Architekten.

Aus- und Weiterbildungen für die Sägeindustrie verstärkt

Auf Initiative des Fachverbandes der Holzindustrie wurden die Schulungsmaßnahmen für die Sägeindustrie in den Bereichen Sortierung von Rundholz, sowie das Anlagenfit Programm von FHP verstärkt. Die Kontrollen der Marktaufsicht im Bereich der Bauprodukten Verordnung in allen Bereichen der CE-kennzeichnungsverpflichteten Holzbauprodukte haben in Europa zugenommen.

Hier wird ebenso verstärkt Informationsmaterial abgestimmt und kommuniziert.

2018 fand wieder ein Workshop zur richtigen Umsetzung des ISPM15 (IPPC) Standards in Kuchl statt.

Der ISPM15-Standard regelt seit Jahren die verpflichtende phytosanitäre Behandlung von Verpackungsmaterial. Speziell im Export nach Italien wird die Einhaltung der österreichischen Verordnung streng kontrolliert. Des Weiteren haben Sortierschulungen im Laubholzbereich die „Hardwood Academy“ wieder mit Leben erfüllt.

Informationssammlung zum Thema Säge

Kontakt:
DI (FH) Rainer Handl
Tel.: +43 1 712 26 01 - 18

Georg Loibnegger, BSc
Tel.: +43 1 712 26 01 - 22
sekretariat@saege.at

Bonitätsabteilung:  
Nicole Donato
Tel.: +43 1 712 26 01 – 32

Nina Stanka
Tel.: +43 1 712 26 01 – 32
bonitaet@holzindustrie.at

Stand: