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Studie: Heimische Industrieproduktion ist Gewinn für globales Klima

Informationen der Bundessparte Industrie

Im Rahmen des WKÖ-Klimasymposiums präsentierten und diskutierten Experten des Instituts für Industrielle Ökologie (IIÖ) und von JOANNEUM RESEARCH gemeinsam mit Vertretern von BMLFUW, BMWFW und der Industrie die Ergebnisse des ACRP-Projekts „climAconsum“. Das Projekt wurde vom Klima- und Energiefonds gefördert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Ergebnisse einer erstmaligen konsumbasierten Treibhausgasbilanz Österreichs.

Realistisches Bild der Treibhausgas-Emissionen

Die Studienergebnisse zeigen, dass zur bisherigen nationalen Treibhausgas-Inventur Österreichs mit 80 Mio. Tonnen CO2equ (Stand 2013) bei einer konsumorientierten Betrachtung nochmals rund 60% Emissionen dazugerechnet werden müssten. In Summe werden somit rund 130 Mio. Tonnen CO2equ durch den österreichischen Konsum verursacht.

Grafik
Quelle: IIÖ, 2017

Dies darzustellen, wurde durch ein komplexes Berechnungsverfahren möglich: Sämtliche in Österreich produzierte, importierte und exportierte Güter wurden für die Analyse in einer physischen Güterflussbilanz erfasst. Für rund 1000 Güter wurden im Hinblick auf ihre Bereitstellung und Nutzung die THG-Emissionen mittels produktspezifischer LCA-Faktoren (Life Cycle Analysis) berechnet. Dabei berücksichtigte man den technologischen Stand in den jeweiligen Herstellländern. Die Ergänzung der nationalen Emissionen um jene des Imports und die gleichzeitige Bereinigung um den Export ermöglichten es, ein realistisches Bild der THG-Emissionen des österreichischen Konsums zu zeichnen.

Die Ergebnisse dieser Studie machen deutlich, dass speziell der CO2-Rucksack von importierten Produkten ein wesentlicher Treiber der konsumbasierten THG-Emissionen Österreichs ist. Im Vergleich dazu schneiden österreichische Produkte durch die Bank deutlich besser ab. Mehr Produktion in Österreich bzw. mehr Produktion auf Basis heimischer Standards ist ein Gewinn für das globale Klima.

Wichtig für Standort

BSI-Umweltsprecher Robert Schmid (Baumit-Gruppe) und Doz. Stephan Schwarzer betonen vor diesem Hintergrund die besondere Bedeutung der energieintensiven Industrie für den heimischen Standort, deren Hebel für Treibhausgas-Einsparungen sehr groß ist. Die standortpolitische Dimension der Studie ist jedenfalls erheblich. Ihre Ergebnisse unterstreichen die Chancen einer klimainduzierten Re-Industrialisierung.

Eine ausführliche Darstellung der Studienergebnisse findet sich auch im neuen industrie aktuell der Bundessparte Industrie. Die Präsentationsunterlagen des WKÖ Klimasymposiums sind auf der Website der BSI verfügbar.

Mag.rer.nat. Richard Guhsl
richard.guhls@wko.at