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Basler Ausschuss/Überarbeitung Kreditrisiko-Standardansatz

Der Basler Ausschuss konsultiert zur Überarbeitung des Kreditrisiko-Standardansatzes

Obwohl der Umsetzungsprozess von Basel III noch nicht abgeschlossen ist, werden auf internationaler Ebene im Basler Ausschuss bereits Verschärfungen und grundlegende Änderungen unter dem Schlagwort Basel IV (Kreditrisiko-Standardansatz) diskutiert. Unter anderem soll die Unterlegungspflicht für Beteiligungen von 100 % auf 250 % angehoben werden. Um einen Kredit im Retail/KMU-Portfolio mit begünstigtem Risikogewicht von 75 % unterlegen zu können, soll künftig kein Kredit dieses Portfolios (aus Diversifikationsgründen) mehr als 0,2 % des Gesamt-Retail-Portfolios ausmachen dürfen. Die Vorschläge enthalten zum Teil wesentliche Verschärfungen für Kredite an die Realwirtschaft und würden auch zu einer merkbaren Verteuerung von Wohnbaufinanzierungen führen.

Beabsichtigt ist, Basel IV mit Ende 2016 abzuschließen. Es ist davon auszugehen, dass die beschlossenen Änderungen in den EU-Rechtsbestand übernommen werden.

Die Bundessparte setzt sich für eine Adaptierung der Vorschläge ein, um eine Beeinträchtigung der Kreditvergabekapazitäten der Banken an die Realwirtschaft sowie im Wohnbau und KMU zu vermeiden.