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Coronavirus: Informationen der Bundessparte Bank und Versicherung

Informationen zur Möglichkeit der Kreditstundung, proaktive Unterstützung der Kunden und freiwillige Selbstverpflichtung bei der Vorfinanzierung von Kurzarbeit

Informationen zur Möglichkeit der Kreditstundung

Die österreichischen Banken unterstützen ihre Kundinnen und Kunden in dieser schwierigen Zeit unter anderem durch die Möglichkeit einer Stundung von Kreditzahlungen.

Bei Einnahmeausfällen wegen der COVID-19-Krise können Kreditraten ausgesetzt werden

Aufgrund der COVID-19-Krise gibt es in vielen Betrieben Kurzarbeit. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein geringeres oder kein Einkommen mehr. Kreditrückzahlungen können so zu einer größeren Belastung werden. Jetzt erhalten Verbraucher und Kleinstunternehmen[*] Unterstützung – sie können die Rückzahlung von Kreditraten (Kapitaltilgung und Zinsen) bei Krediten unkompliziert aussetzen, um finanzielle Engpässe aus der COVID-19-Krise zu überbrücken.

Einfache Aussetzung der Kreditzahlungen durch Mitteilung an Bank

Das Aussetzen von Kreditrückzahlungen wurde durch ein neues Gesetz für Verbraucher und Kleinstunternehmer deutlich erleichtert.

Die österreichischen Banken unterstützen die neue Regelung. Bei Kreditverträgen, die vor dem 15. März abgeschlossen wurden, können Verbraucher und Kleinstunternehmer die vollständige Aussetzung von Zinszahlungen und Tilgungsleistungen durch Mitteilung an die Bank veranlassen. Wenn immer möglich, sollten Sie sich dabei der Möglichkeit des Online-Bankings bedienen oder eine E-Mail schreiben.

Wichtig:
Sollten Sie Ihre Kreditrückzahlungen, wie gewohnt, vornehmen wollen, müssen Sie dafür nichts machen. Nur wenn Sie den Kredit stunden lassen wollen, teilen Sie das der Bank mit.

Bis zu drei Monate mehr Zeit für die Rückzahlung

Für 3 Monate können Kreditnehmer ihre Kreditrückzahlungen in der Krise aussetzen. Das soll helfen, einen nicht selbst verschuldeten, sondern durch die COVID-19-Pandemie entstandenen Einnahmenausfall abzufedern.

Anfang April hat der österreichische Gesetzgeber beschlossen: Zinszahlungen und Tilgungsleistungen bzw. Pauschalraten können für Verbraucher- und Kleinstunternehmerkreditverträge für den Zeitraum 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 ausgesetzt werden.

Bedingungen für die Zahlpause

Die Voraussetzung für die Aussetzung der Zahlungen ist, dass der Kreditnehmer ein aufgrund der COVID-19-Pandemie niedrigeres Einkommen beziehungsweise einen finanziellen Engpass hat. Kunden müssen nachweisen, dass ihre Einnahmeausfälle auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen sind und ihnen die Zahlungen aktuell nicht zumutbar sind. Diese Gründe (geringeres Einkommen und Unzumutbarkeit der Zahlung der Kreditraten) sind in der Mitteilung an die Bank näher zu erklären. Sollten diesbezüglich besondere Nachweise erforderlich sein, wird Ihre Bank Sie darauf hinweisen, nachdem Sie ihr mitgeteilt haben, dass Sie die Aussetzung der Zahlungen wünschen. 

So veranlassen Sie die Aussetzung der Zahlungen

Damit Sie in Zeiten des Kontaktverbots nicht in eine Bankfiliale kommen müssen, können Sie den Zahlungsaufschub von bis zu drei Monaten einfach auch online veranlassen.

Wirkung der Stundung

Für die Zeit der Stundung müssen Sie keine laufenden Zahlungen im Rahmen des Kreditvertrags leisten. Die ursprünglich geplante Kreditlaufzeit wird entsprechend um die Zeit der Aussetzung verlängert. Sie müssen die ausstehenden Beträge also nicht nach Ablauf des Stundungszeitraums auf einmal nachzahlen, sondern können weiter regelmäßig Ihre Kreditraten zahlen.

Die der Bank zur Verfügung gestellten Sicherheiten bleiben dieser auch für die verlängerte Laufzeit erhalten.

[*] Ein Kleinstunternehmen ist ein Unternehmen, das weniger als 10 Personen beschäftigt und dessen Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz 2 Mio. EUR nicht überschreitet.


Sichere Geldgeschäfte – Sicherheitstipps für Senioren

Das Bundesministerium für Inneres (BMI) und die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) veröffentlichen aus aktuellem Anlass Tipps für Seniorinnen und Senioren für den richtigen Umgang mit Geldgeschäften. „Ältere Menschen sind einem besonderen Risiko durch das Coronavirus ausgesetzt. Ihre Versorgung zuhause, auch die finanzielle, ist uns daher ein besonderes Anliegen“, so Innenminister Karl Nehammer. „Diese Verhaltensregeln und Tipps sollen den älteren Menschen vor allem rund um die Auszahlung der Pensionen am Monatsersten Handlungssicherheit geben“, so Dr. Franz Rudorfer von der Sparte Banken und Versicherungen der WKO.

Pensionsauszahlungen

Die Pensionen werden wie gewohnt am Monatsersten ausbezahlt. Die Auszahlung des Pensionsgeldes erfolgt weiterhin auf das Pensionskonto. Pensionen, die bis dato per Post zugestellt wurden, werden auch weiterhin persönlich zugestellt. Die Zustellung erfolgt kontaktlos unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Verhaltensregeln. Der Kunde ist aufgefordert den Geldbetrag zu überprüfen und den Empfang mittels Unterschrift auf einem Beleg mit dem eigenen Kugelschreiber zu bestätigen. Für das Bundesland Wien gilt, dass die Pensionen weiterhin in den Filialstandorten der Post abgeholt werden müssen. Die Sparte Banken und Versicherungen der WKO ersucht Ansammlungen von Personen in den Bank- und Postfilialen rund um den Monatsersten zu vermeiden und ersucht diese Geldgeschäfte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Sichere Geldgeschäfte

Die Gesundheit der Menschen steht an oberster Stelle. Es gilt daher die Notwenigkeit eines Bankbesuchs vorab zu hinterfragen. Die zahlreichen Online-Angebote der Bankinstitute können oftmals den Weg in die Bank ersparen. Sollte der Besuch einer Bankfiliale dennoch absolute Dringlichkeit haben und nicht aufschiebbar sein, dann ist folgende Vorgehensweise ratsam:

  • Bei dem Besuch in der Bank gilt es Distanz und den Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.
  • Neben dem persönlichen Kontakt zur oder zum Bankangestellten am Schalter können die Bankomaten oder die Selbstbedienungsautomaten in den Filialen genutzt werden.
  • Die Polizei ersucht keine großen Mengen an Bargeld oder Wertgegenstände mit sich zu führen.
  • Nach der Erledigung der Geldgeschäfte sollten die Hände gründlich mit Seife oder Desinfektionsmittel gereinigt werden. 

Lösungen für den Einzelfall 

Sollte ein persönlicher Kontakt zur Bank dringend erforderlich sein, dann rät die WKO vorab telefonisch mit der Betreuerin oder dem Betreuer einen Termin zu vereinbaren. Die Notwendigkeit eines persönlichen Besuchs sollten zuerst telefonisch besprochen und etwaige andere Möglichkeiten ins Auge gefasst werden. Eine Alternative ist die Behebung von Bargeld durch ein Familienmitglied. Dazu ist die Ausstellung einer Vollmacht und ein Identitätsnachweis nötig. Die genaue Vorgehensweise soll zuerst telefonisch mit der Bankbetreuerin und dem Bankbetreuer abgeklärt werden. Die Polizei rät, keinesfalls unbekannte Personen mit dieser Aufgabe zu betreuen.

Allgemeine Tipps im Umgang mit Geldgeschäften

  • Verlassen Sie die eigenen vier Wände nur für dringende Bankgeschäfte.
  • Halten Sie dabei immer Distanz. Sei es in den Filialen, vor dem Bankomaten, aber auch zu Familienmitgliedern, die Ihnen bei Geldgeschäften behilflich sind.
  • Vertrauen Sie nur Ihren Familienangehörigen oder engen Bekannten.
  • Übergeben Sie Ihre Bankomat- und Kreditkarten keinesfalls fremden Personen.
  • Lassen Sie sich nicht von fremden hilfsbereiten Personen zu schnellen Handlungen und Unterschriften an der Haustür verleiten.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit kontaktloses Bezahlen.
  • Vermeiden Sie es, große Mengen an Bargeld und Wertgegenständen mit sich zu führen oder zu Hause zu verwahren.

Sichere Geldgeschäfte. Tipps für Seniorinnen und Senioren

Kontakt bei Rückfragen:

Bundesministerium für Inneres
Bundeskriminalamt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 

Mag. Silvia Kahn
Leiterin des Büros für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 664 264 07 13
Josef-Holaubek-Platz 1, 1090 Wien
silvia.kahn@bmi.gv.at
www.bundeskriminalamt.at
www.facebook.com/bundeskriminalamt


Kurzarbeit Covid-19: Freiwillige Selbstverpflichtung 

Auch bei den aktuellen Herausforderungen durch Covid-19 sind sich die österreichischen Banken ihrer Verantwortung gegenüber Unternehmen, der Wirtschaft und der österreichischen Volkswirtschaft insgesamt bewusst. 

Gerade die von der österreichischen Bundesregierung gesetzten Schritte im Bereich der Kurzarbeit sind ein wertvolles Instrument, um größeren Schaden für Unternehmen, Arbeitnehmerinnen und für unser ganzes Land abzuwenden.

Da diese so wichtigen Mittel des AMS nicht sofort zur Verfügung stehen, kann eine Vorfinanzierung durch die österreichischen Banken erforderlich sein. Auch hier werden die österreichischen Banken größtmögliches Entgegenkommen und Flexibilität zeigen, um die Unternehmen bei der so essentiellen Finanzierung der Gehälter zu unterstützen. Diese kurzfristige Finanzierung bedeutet für die Banken eine erhebliche Herausforderung hinsichtlich Ressourcen, Kapital und Liquidität.

Obwohl eine 100%-Garantie der Republik Österreich das einfachste Instrument in diesem Zusammenhang gewesen wäre, bieten auch AWS-Garantien für KMU und Garantien aus dem noch zu ändernden Garantiegesetz für größere Firmen hier Unterstützung. Allerdings verbleiben Betriebe, für die keine solchen Garantieinstrumente zur Verfügung stehen. Auch dafür werden die Banken alles daran setzen, die notwendigen Vorfinanzierungen sicherzustellen.

Die österreichischen Banken wollen folgenden Beitrag zur Unterstützung der Unternehmen bei der Vorfinanzierung von Kurzarbeit leisten:

  • In den Fällen, in denen das AWS-Garantieinstrumentarium angewendet werden kann, wird auf dieses zurückgegriffen. Essentiell für eine wirksame Unterstützung auch größerer Unternehmen ist eine
    • Ausweitung der bereits jetzt bestehenden AWS-Instrumentarien, etwa durch eine Finanzierungsmöglichkeit bis zu 10 Mio. Euro. Auch eine Flexibilisierung des Kreises der geförderten Unternehmen für dieses Garantieinstrument kann einen wertvollen Beitrag leisten.
    • Das ohnehin in Änderung stehende Garantiegesetz mit seiner Ausweitung auf die Finanzierungsmöglichkeiten für Betriebsmittelkredite bis zu 32,5 Mio. Euro wird rasch und derart beschlossen, dass auch vor dem Inkrafttreten gewährte Finanzierungen rückwirkend in den Anwendungsbereich dieses Instruments fallen können.
  • Für die übrigen Finanzierungen gilt, dass Vorfinanzierungen der Kurzarbeit für Unternehmen auf Basis eines durch das AMS bewilligten Antrages eingeräumt werden. Diese Finanzierungen erfolgen auf Basis der tatsächlich zu erwartenden Förderung durch das AMS.
  • Entsprechend dem Einvernehmen in der Diskussion im Rahmen des Austausches am 24.März kann dies nicht für Unternehmen, die dem Anwendungsbereich des URG unterliegen, gleichermaßen gelten. 
  • Einvernehmen besteht mit dem AMS (Dr. Kopf), dass in das Antragsformular folgende Formulierung neu aufgenommen wird: „Ich erkläre hiermit, dass ich die angegebene IBAN nur unter Beibringung einer schriftlichen Zustimmung meiner Bank ändern werde.“ Dadurch soll der Fluss der Zahlung der Beihilfe an die vorfinanzierende Bank bewerkstelligt werden.

Überbrückungsfinanzierungen – Proaktive Unterstützung der Kunden

Die aktuelle Covid-19-Krise fordert alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche gleichermaßen enorm. Flexibilität, rasche Entscheidungen und unkonventionelle Wege sind das Gebot der Stunde, um diese gewaltige Herausforderung gemeinsam zu meistern.

Für Ihre diesbezüglichen Beiträge dürfen wir Ihnen ausdrücklich danken, es ist in der vergangenen Woche gemeinsam viel gelungen.

Neben den besonders hilfreichen Schritten der Bundesregierung konnten wir erhebliche Erleichterungen in der Regulatorik mit unseren Partnern OeNB, FMA und dem BMF erreichen. Auch die Fördereinrichtungen leisten im Zusammenwirken mit den Banken signifikante Hilfestellungen, um diese Krise für unser Land zu meistern.

In diesem Sinne und um die Krise gemeinsam bestmöglich zu bewältigen, ersuchen wir um größtmögliche Flexibilität und insbesondere in den Kontakten der Mitarbeiter mit Kunden auf die darstellten Aspekte aufmerksam zu machen.

Wir ersuchen daher die Führungskräfte, dringend auf die entsprechenden Mitarbeiterinnen einzuwirken, hier proaktiv in Richtung der Kunden vorzugehen und zu unterstützen. Jede Mitarbeiterin trägt hier Verantwortung für das Image der österreichischen Banken in dieser herausfordernden Krise.


Appell an österreichische Banken

Bundesspartenkonferenz appelliert bei Überbrückungsfinanzierungen an größtmögliche Flexibilität und Unterstützung.

Angesichts erheblicher Effekte der durch das Coronavirus ausgelösten krisenhaften Entwicklung ist die Bundesspartenkonferenz im Rahmen ihrer Sitzung am 6.3.2020 übereingekommen, betroffene Unternehmen zu unterstützen.

In diesem Sinne appelliert die Bundesspartenkonferenz an alle in Österreich tätigen Kreditinstitute, bei Überbrückungsfinanzierungen und gegebenenfalls auch im Bereich Leasing im Rahmen der regulatorischen Vorgaben größtmögliche Flexibilität und Unterstützung zu geben.

Die mittlerweile beschlossenen Haftungs- und Garantieinstrumente des Bundes sind sicher ebenfalls hilfreich, die Unternehmen in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen.