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Sicherheit der Betriebspension

Sichere Veranlagung und Unabhängigkeit vom Firmenschicksal

Im Mittelpunkt der Arbeit der Pensionskasse steht die langfristige, möglichst ertragreiche und dabei gleichzeitig sichere Veranlagung des angesparten Geldes auf den Kapitalmärkten. Im Pensionskassengesetz ist daher vorgesehen, dass eine Pensionskasse die Geschäfte im Interesse der Berechtigten führt und dabei „insbesondere auf die Sicherheit, Rentabilität und auf den Bedarf an flüssigen Mitteln“ achtet. Um die Gelder möglichst risikoarm anlegen zu können, investieren Pensionskassen durchschnittlich den größeren Teil des Vermögens in Anleihen und andere fix verzinste Anlagewerte.

Betriebspension unabhängig vom Firmenschicksal

Ein weiterer Sicherheitsfaktor, den eine Pensionskasse bietet, ist die Unabhängigkeit vom Firmenschicksal. Bei einer direkten Pensionszusage eines Unternehmens an seine Mitarbeiter sind die Auszahlung und die Sicherheit der Pension sehr eng mit dem Schicksal des Unternehmens verbunden.

Pensionszusagen laufen über viele Jahrzehnte, und niemand kann garantieren, dass es einem Betrieb in fünfzig Jahren noch so gut geht wie heute. Um die für die Mitarbeiter dadurch entstehenden Risiken auszuschalten, wurde das österreichische Pensionskassensystem geschaffen. Da das Geld für die Betriebspension von einer Pensionskasse verwaltet wird, kann es auch dann nicht verloren gehen, wenn der Arbeitgeber beispielsweise Konkurs anmelden muss.

Ansprüche sind sicher

Aber auch wenn die Pensionskassen-Aktiengesellschaft in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sollte, sind die Ansprüche sicher: Jede Pensionskasse hat mehrere so genannte „Veranlagungs- und Risikogemeinschaften“ (VRG), in denen die Gelder der Arbeitnehmer verwaltet werden. Diese sind gesetzlich geschützt, so dass selbst im Falle einer Auflösung der Pensionskasse die Pensionsgelder sicher sind. Die Ansprüche bleiben dem Arbeitnehmer beziehungsweise seinen anspruchsberechtigten Hinterbliebenen in jedem Fall erhalten – siehe dazu „Gesicherter Anspruch“.

Schwankungen der Pensionshöhe

Die Höhe des individuellen Guthabens ändert sich laufend, weil es beispielsweise durch Auszahlung der Pension geringer wird oder durch Beiträge steigt. Schwankungen des Pensionskapitals können sich aber auch durch die Entwicklung des Kapitalmarkts und andere Faktoren ergeben. Bei Gewinnen durch die Veranlagung steigt das Guthaben, bei Verlusten sinkt es.

Stabilität durch die Schwankungsrückstellung

Damit sich Schwankungen auf den Kapitalmärkten nicht unmittelbar auf die Pensionshöhe (im beitragsorientierten Modell) bzw. auf die Beitragshöhe (im leistungsorientierten Modell) auswirken, werden Schwankungsrückstellungen gebildet.

Eine Schwankungsrückstellung ist mit dem Reservekanister eines Autos vergleichbar: In Jahren mit hohen Erträgen wird der Kanister aufgefüllt, um später in Jahren mit geringeren Erträgen eine Reserve verfügbar zu haben. Diese Maßnahme dient der Sicherheit und einer kontinuierlichen Kapitalentwicklung.