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Steuerliche Vorteile

Steuerliche Aspekte der Zusatzpension im Überblick

Von einem Pensionskassenvertrag profitieren sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer in steuerlicher Hinsicht.

Die wichtigsten Steuervorteile im Überblick

  • Pensionskassenbeiträge sind Betriebsausgaben und können daher vom Unternehmen steuerlich geltend gemacht werden.
  • Im Gegensatz zu einer individuellen Lohnerhöhung werden für die Beiträge zur Pensionskasse keine Lohnnebenkosten verrechnet. Von den in eine Zusatzpension eingezahlten Beiträgen bleibt dem Arbeitnehmer also mehr übrig als beispielsweise bei einer Gehaltserhöhung.
  • Pensionskassenbeiträge des Arbeitgebers sind von der Lohnsteuer und der Sozialversicherungspflicht befreit. Das bedeutet, dass die Beiträge dem Arbeitnehmer in voller Höhe zugute kommen.
  • Die Eigenbeiträge der Mitarbeiter sind steuerbegünstigt. 
  • Die Veranlagung durch die Pensionskasse ist von der Kapitalertragsteuer (KESt) und der Körperschaftsteuer befreit.

Steuerlicher Nutzen für den Arbeitgeber

Arbeitgeberbeiträge zur Pensionskasse sind Betriebsausgaben, die den steuerlichen Gewinn und damit die zu zahlende Einkommensteuer des Arbeitgebers reduzieren.

Beim beitragsorientierten Modell sind die Beiträge des Arbeitgebers mit 10,25 Prozent der Lohn- und Gehaltssumme der berechtigten Mitarbeiter begrenzt. Allerdings ist diese 10,25-Prozent-Grenze eine Durchschnittsgrenze. Das bedeutet, dass die Beiträge für einzelne Mitarbeiter auch darüber liegen können, solange die Grenze in Summe nicht überschritten wird. In diesem Prozentwert ist die ebenfalls absetzbare Versicherungssteuer von 2,5 Prozent enthalten. Höhere Beiträge sind möglich, wirken aber nicht Steuer senkend.

Beim leistungsorientierten Modell gilt eine steuerliche Sonderregelung, durch die mehr als 10,25 Prozent als Betriebsausgabe absetzbar sind. Voraussetzung ist, dass die Pensionszusage 80 Prozent des letzten laufenden Bezuges nicht übersteigen darf. Alle zur Finanzierung dieser Zusage notwendigen Beiträge sind Betriebsausgaben und können steuerlich geltend gemacht werden.

Keine Lohnnebenkosten für Beiträge

Für Beiträge an die Pensionskasse entstehen dem Arbeitgeber keine Lohnnebenkosten. Dadurch kosten Betriebspensionen weniger als beispielsweise eine Gehaltserhöhung, die im Wert vergleichbar ist.

Steuerliche Vorteile für Mitarbeiter

Für die Beiträge des Arbeitgebers muss der Mitarbeiter keine Lohnsteuer und keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Auch die eigenen Beiträge des Arbeitnehmers sind steuerlich begünstigt.

Zusätzlich zu den Beiträgen des Arbeitgebers können Mitarbeiter nämlich auch selbst auf ihr Pensionskonto einzahlen. Diese Eigenleistungen sind freiwillig und können jederzeit wieder reduziert, für eine Zeit ausgesetzt oder endgültig gestoppt werden. Die Höhe der Eigenbeträge wird individuell vereinbart. Grundsätzlich dürfen sie den Beitrag des Arbeitgebers für den betreffenden Arbeitnehmer aber nicht übersteigen.

Die Eigenbeiträge zahlt der Arbeitnehmer aus seinem Netto-Einkommen. Dabei kann er zwischen zwei Möglichkeiten wählen, um eine steuerliche Begünstigung für die von ihm geleisteten Beiträge zu erhalten:

  • Beiträge können innerhalb der persönlichen Höchstgrenzen des Mitarbeiters bei der jährlichen Arbeitnehmerveranlagung als Sonderausgabe steuerlich geltend gemacht werden. Mit dem Inkrafttreten der Steuerreform am 1.1.2016 können Eigenbeiträge noch 5 Jahre (bis 2020) steuerlich geltend gemacht werden, wenn der Arbeitnehmer bereits vor dem 1.1.2016 die Vereinbarung zur Zahlung von Eigenbeiträge geschlossen hat. 
  • Der Mitarbeiter kann bis zu tausend Euro in das so genannte „1.000-Euro-Prämienmodell “ einfließen lassen und erhält für diese Beiträge eine staatliche Prämie (2016 beläuft sich diese auf 4,25 %).

Lohnsteuererleichterung für selbst finanzierte Pension

Der Teil der Pension, den der Arbeitnehmer selbst finanziert hat, ist zu 75 Prozent lohnsteuerfrei. Die vom Arbeitnehmer aus dem „1.000-Euro-Prämienmodell“ finanzierte Pension ist zur Gänze steuerfrei. Es fallen in der Pension keine Sozialversicherungsbeiträge an.

(Weniger) Steuern erst in der Pension zahlen

Wie bereits erwähnt, sind die Arbeitgeberbeiträge in der Beitragsphase besonders steuerbegünstigt: Für den Arbeitnehmer entstehen weder Lohnsteuer noch werden Sozialversicherungsbeiträge dafür fällig. Erst wenn der Mitarbeiter im Ruhestand seine Pension ausbezahlt bekommt, ist der Arbeitgeber-Anteil an der Betriebspension lohnsteuerpflichtig.

Die Besteuerung der Pension erfolgt allerdings viele Jahre, nachdem die Steuervorteile bei den Beiträgen genutzt wurden. Meist gilt dann durch die Progression ein niedrigerer Steuersatz als zur Zeit der Einzahlung, als der aktive Arbeitnehmer noch sein volles Gehalt bezogen hat.