th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Information für Berufsfotografen: COVID-19-Notmaßnahmenverordnung

Aktuelles

Neuerungen gelten ab 27. November 2020, 0.00 Uhr und enden mit 6. Dezember 2020, 23.59 Uhr!

Öffentliche Orte:

  • Abstandspflicht von mindestens 1 Meter gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Geschlossenen Räume: Abstandspflicht von mindestens 1 Meter gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben und Maskenpflicht (= Mund- und Nasenbereich abdeckende und enganliegende mechanische Schutzvorrichtung).

Ausgangsregelung – gilt bis 6. Dezember 2020:

Das Verlassen des privaten Wohnbereichs und das Verweilen außerhalb des privaten Wohnbereichs ist nur zu folgenden Zwecken zulässig:

  1. Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,
  2. Betreuung von und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Ausübung familiärer Rechte und Erfüllung familiärer Pflichten,
  3. Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, wie insbesondere
    a) der Kontakt mit
       aa) dem nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Lebenspartner,
       bb) einzelnen engsten Angehörigen (Eltern, Kinder und Geschwister),
       cc) einzelnen wichtigen Bezugspersonen, mit denen in der Regel mehrmals wöchentlich physischer Kontakt gepflegt wird,
    b) die Versorgung mit Grundgütern des täglichen Lebens,
    c) die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen oder die Vornahme einer Testung auf COVID-19 im Rahmen von Screeningprogrammen,
    d) die Deckung eines Wohnbedürfnisses,
    e) die Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse, wie Friedhofsbesuche und individuelle Besuche von Orten der Religionsausübung, sowie
    f) die Versorgung von Tieren,
  4. berufliche Zwecke und Ausbildungszwecke, sofern dies erforderlich ist und
  5. Aufenthalt im Freien alleine, mit Personen aus dem gemeinsamen Haushalt oder Personen zur körperlichen und psychischen Erholung,
  6. zur Wahrnehmung von unaufschiebbaren behördlichen oder gerichtlichen Wegen,
  7. zur Teilnahme an gesetzlich vorgesehenen Wahlen und zum Gebrauch von gesetzlich vorgesehenen Instrumenten der direkten Demokratie,
  8. zum Zweck des zulässigen Betretens von Kundenbereichen von Betriebsstätten gem. §§ 5, 7 und 8, bestimmte Orten gemäß den §§ 9, 10 und 11 sowie Einrichtungen gem. § 15 Abs. 1 Z 1 und 2
  9. zur Teilnahme an Veranstaltungen gemäß §§ 12 und 13.

Kontakte zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse wie Kontakt mit aa, bb und cc sowie Aufenthalt im Freien dürfen nur stattfinden, wenn daran

  1. auf der einen Seite Personen aus höchstens einem fremden Haushalt gleichzeitig beteiligt sind und
  2. auf der anderen Seite nur eine Person beteiligt ist.

Kundenbereich:

Das Betreten des Kundenbereichs von

  1. Betriebsstätten des Handels zum Zweck des Erwerbs von Warn,
  2. Dienstleistungsunternehmen zur Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen (insbes. Friseure, Kosmetiker, Piercen, Tätowieren etc.) wird untersagt.
  3. Freizeiteinrichtungen zur Inanspruchnahme von Dienstleistungen der Freizeiteinrichtungen

ist untersagt.

Als körpernahe Dienstleistung gelten insbesondere Dienstleistungen der Friseure und Perückenmacher (Stylisten), Kosmetiker (Schönheitspfleger), hierbei insbesondere das Piercen und Tätowieren, sowie der Masseure und Fußpfleger.

Alle anderen Dienstleistungen, darunter auch die Berufsfotografen, bleiben grundsätzlich erlaubt. Lieferungen sind zulässig, Abholungen nicht (außer in der Gastronomie).

Das Betreten des Kundenbereichs von Betriebsstätten ist unter folgenden Voraussetzungen und Auflagen zulässig:

  1. Der Kundenbereich der Betriebsstätten darf nur in der Zeit zwischen 06:00 Uhr und 19:00 Uhr betreten werden.
  2. Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist ein Abstand von mindestens 1 Meter einzuhalten.
  3. Kunden haben eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und enganliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen.
  4. Der Betreiber hat sicherzustellen, dass er und seine Mitarbeiter bei Kundenkontakt eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und enganliegende mechanische Schutzvorritzung tragen, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet.
  5. Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass sich maximal so viele Kunden gleichzeitig im Kundenbereich aufhalten, dass pro Kunde 10m2 zur Verfügung stehen; ist der Kundenbereich kleiner als 10m2, so darf jeweils nur ein Kunde den Kundenbereich der Betriebsstätte betreten. Bei Betriebsstätten ohne Personal ist auf geeignete Weise auf diese Voraussetzung hinzuweisen.
  6. Für baulich verbundene Betriebsstätten (z.B. Einkaufszentren, Markthallen) gilt Punkt 5 mit der Maßgabe, dass die Flächen der Kundenbereich der Betriebsstätten und des Verbindungswerks zusammenzuzählen sind und dass sich sowohl auf der so ermittelten Fläche als auch im Kundenbereich der jeweiligen Betriebsstätten maximal so viele Kunden gleichzeitig aufhalten dürfen, dass pro Kunde 10m2 der so ermittelten Fläche bzw. des Kundenbereichs der Betriebsstätte zur Verfügung stehen.
  7. Dienstleistungen zu Aus- und Fortbildungszwecken (Hundeschule, Sprachschule, Nachhilfestunde usw.) dürfen jeweils nur gegenüber einer Person oder Personen aus demselben Haushalt erbracht werden.

Die Ausnahme vom grundsätzlichen Betretungsverbot für zweiseitig unternehmensbezogene Geschäfte („B2B-Bereich“) wird auch auf körpernahe Dienstleistungen erweitert. Dies soll etwa die Tätigkeit von Visagisten und Friseuren gegenüber Fernsehmoderatoren, Künstlern und Schauspielern erlauben. Es handelt sich dabei um zweiseitig unternehmensbezogene Geschäfte, da der Geschäftsabschluss in der Regel auch zwischen den beteiligten Unternehmen erfolgt (zB Agenturen mit Friseur; Fernsehunternehmen mit Visagisten). Die Ausnahme ist sachlich gerechtfertigt, zumal professionelle Dienstleister im Bereich zweiseitiger unternehmensbezogener Geschäfte in der Regel einen fixen, gleichbleibenden Kundenstock haben. Mit der Erlaubnis solcher Tätigkeiten geht daher keine unvertretbare Erhöhung sozialer Kontakte einher. Ähnlich wie im B2B-Handelsbereich ist zudem bei einer allfälligen Infektion mit COVID-19 ein effizientes Contact Tracing sichergestellt.

Eigenart der Dienstleistung:

Kann der Mindestabstand von 1 Meter zwischen Kunden und Dienstleister und/oder kann vom Kunden das Tragen von einer Mund- und Nasenbereich abdeckenden und enganliegenden mechanischen Schutzvorrichtung nicht eingehalten werden, ist dies nur zulässig, wenn durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

Alle zulässigen Dienstleistungen sind tunlichst im elektronischen Wege anzubieten.

FotografInnen-Workshops Indoor: Sind untersagt.

FotografInnen-Workshops Outdoor: Sind untersagt.

Fotografie Indoor: Bei Personenfotografie: Unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen möglich.

Fotografie Outdoor: Ein Outdoor-Fotoshooting muss unaufschiebbar („erforderlich“ iS des § 1 Abs.1 Z 4) sein. Dies muss vom beruflichen Auftraggeber im Einzelfall argumentiert werden können, z.B. um Fotoaufnahmen für eine unmittelbar bevorstehende Imagekampagne.

Handelt es sich um einen privaten Auftraggeber, dann kann das Shooting nur im Kundenbereich des Fotographen (Studio) stattfinden, da § 1 Abs. 1 keine Möglichkeit für einen Aufenthalt im öffentlichen Raum für Privatpersonen zu diesem Sachverhalt vorsieht. § 12 sieht zu den Veranstaltungen keine Ausnahme für diesen Sachverhalt vor.

Schulfotografie: Derzeit nicht möglich, da alle Schulstufen auf Distance-Learning umgestellt wurden.

Newborn-/Kleinkindershooting:

  • Newborn/Kleinkindershooting im Studio sind, unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, zulässig.
  • Bei einem Newborn-/Kleinkindershooting muss eine Betreuungsperson anwesend sein, die die Positionierung des Kindes vornimmt.

Abholung von Fotos direkt vom Fotografen:

Fotos dürfen abgeholt werden, da die Tätigkeit des Fotografierens und die Entwicklung der Abzüge eine Dienstleistung und kein Verkauf von Handelswaren ist. Gemäß § 5 Abs. 1 Z 1 ist das Betretens des Kundenbereichs der Betriebstätten des Handels zum Zweck des Erwerbs von Waren nicht gestattet. D.h. der Verkauf von Handelsware, wie von Fotoalben und Rahmen ist untersagt. Hingegen ist das Betreten des Kundenbereichs von Dienstleistungsunternehmen zur Inanspruchnahme von nicht körpernahen Dienstleistungen weiterhin erlaubt. Das heißt die Ausfolgung von Fotos an den Kunden ist zulässig.

Der Fotograf muss in seiner Betriebsstätte den Handels- von dem Dienstleistungsteil (optisch) trennen, z.B. durch ein gespanntes Band.

10m²-Regelung bei angemieteten Locations:

Wenn unter „angemieteter Location“ ein Arbeitsort außerhalb der Betriebsstätte des Fotografen zu verstehen ist (z.B. Fotoshooting mit Models in einer Fabrikshalle), liegt kein Kundenbereich der Betriebsstätte des Fotografen vor, weshalb die 10m2 Regelung nicht gilt.

Werbe-Fotoaufnahmen in einer gemieteten Wohnung bzw. bei einer derzeit offenen Firma mit Fotomodels:

Da Werbe-Fotoaufnahmen einen beruflichen Zweck verfolgen und erforderlich sind, was erforderlichenfalls belegt werden muss, sind diese derzeit zulässig. Beim Shooting in einer angemieteten Wohnung handelt es sich um eine nicht verschiebbare berufliche Zusammenkunft nach § 12 Abs. 1 Z 1 der NotMaV. Gemäß § 5 Abs. 1 ist die Voraussetzung der Zulässigkeit so definiert, dass nur zweiseitig unternehmensbezogene Geschäfte inkl. die Inanspruchnahme von mobilen körpernahen Dienstleistungen erlaubt sind (professionelle Fotografen, professionelle Models).

Ausnahmen:

Einhaltung des Mindestabstandes gilt nicht:

  • sofern zwischen Personen geeignete Schutzvorrichtungen zur räumlichen Trennung vorhanden sind,
  • innerhalb des geschlossenen Klassen- oder Gruppenverbands von Einrichtungen (elementare Bildungseinrichtungen, Schulen gem. Schulorganisationsgesetz und Privatschulgesetz, sowie land- und forstwirtschaftliche Schulen),
  • zwischen Menschen mit Behinderungen und deren Begleitpersonen, die persönliche Assistenz- oder Betreuungsleistungen erbringen,
  • wenn dies die Vornahme religiöser Handlungen erfordert,
  • in Luftfahrzeugen, die als Massenbeförderungsmittelt gelten,
  • unter Wasser und
  • bei der Ausübung von Sport für erforderliche Sicherungs- und Hilfeleistungen,
  • zwischen Personen, die zeitweise gemeinsam in einem Haushalt leben und
  • zur Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen.

Das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs und der Aufenthalt außerhalb des eigenen privaten Wohnbereichs zum Zweck der Teilnahme an Veranstaltungen ist nur für folgende Veranstaltungen zulässig:

1. unaufschiebbare berufliche Zusammenkünfte, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeiten erforderlich sind und nicht in digitaler Form abgehalten werden können,

2. Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz 1953 (Teilnehmer haben eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und enganliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen),

3. Veranstaltungen zur Religionsausübung,

4. unaufschiebbare Zusammenkünfte von Organen politischer Parteien, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,

5. unaufschiebbare Zusammenkünfte von statutarisch notwendigen Organen juristischer Personen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,

6. unaufschiebbare Zusammenkünfte gemäß dem Arbeitsverfassungsgesetz, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist,

7. Begräbnisse mit höchstens 50 Personen,

8. Proben und künstlerische Darbietungen ohne Publikum, die zu beruflichen Zwecken erfolgen,

9. Zusammenkünfte zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken.

Unterstützungsleistungen

Nach dem derzeitigen Stand der Verhandlungen können folgende Instrumente zur Unterstützung der Bewältigung der Folgen der Covid 19-Pandemie für Berufsfotografen zutreffend sein:

  1. Der Fixkostenzuschuss I ab März 2020 steht bereits zur Verfügung und kann beantragt werden. Zahlreiche Betriebe haben dies bereits getan.
  2. Mit dem Fixkostenzuschuss II wird die Bandbreite der refundierten Fixkostenarten noch größer sein, als nach dem Fixkostenzuschuss I. Laut Ankündigung von Herrn Finanzminister Blümel wird der Fixkostenzuschuss II noch im November beantragbar sein.
  3. Die Wirtschaftskammer Österreich verhandelt derzeit einen Umsatzersatz für Zulieferer/Dienstleister von gesperrten Veranstaltern mit dem Ziel, einen Umsatzersatz für diese von der Sperre ihrer Kunden betroffenen Unternehmen zu erreichen. Gefordert wird eine Anspruchsberechtigung aufgrund der Geschäftsbeziehung zu einem Veranstalter.
  4. In einigen Fällen könnte auch ein Mischbetrieb zwischen Handelstätigkeit und gewerblicher Produktionstätigkeit vorliegen. Wenn die Handelstätigkeit entsprechend abgrenzbar ist, könnte eine Mischbetriebsregelung, die bezüglich des Umsatzersatzes für gesperrte Handelstätigkeit derzeit verhandelt wird, zutreffend sein. Dieser Umsatzersatz sollte ebenfalls im November 2020 verfügbar sein.

Es ist in jedem konkreten Fall zu prüfen, welche der oben genannten Förderinstrumente zutreffen, wobei in einer Vergleichsrechnung festzustellen ist, welches der Förderinstrumente im Einzelfall das günstigere Ergebnis bringt.


>>COVID-19-Notmaßnahmenverordnung, Fassung vom 27.11.2020
>>Coronavirus - Aktuelle Maßnahmen
>>FAQs
>>Corona-Infopoint der Wirtschaftskammern für Unternehmen
>>Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss II im Überblick

Stand: