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Corona Virus-Informationen für die Film- und Musikwirtschaft

Informationen und Links

Information zur Verordnung zur Öffnung von Betriebstätigkeiten unter bestimmten Bedingungen :

Die Verordnung vom 30.4.2020, die die Öffnung von Betriebstätigkeiten unter bestimmten Bedingungen ab 1.Mai ermöglichte  hat einige Fragen auch für  die Bereiche der Film-und Musikwirtschaft beantwortet.

Weiters wurden mit Stand 01.06.2020 Lockerungsmaßnahmen eingeführt, die vor allem die 10m2-Regelung abschafft. Somit kommt es zu Erleichterungen für Gewerbe, die unter §2 fallen, zB Tonstudios und Vermietern von Proberäumen.

Weiterhin gelten die Regelungen für 1-Meter-Mindestabstand, aber ab 15.Juni entfällt die Mund-Nasen-Schutz (MNS)-Pflicht außer:

  • bei Dienstleistungen, wo der Abstand von mindestens einem Meter zwischen Dienstleister und Kunde nicht eingehalten werden kann, sofern das Infektionsrisiko nicht durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen minimiert werden kann (z.B. Plexiglasscheibe).
  • bei bestimmten Veranstaltungen (siehe unten)

Die Betonung liegt auf die Eigenverantwortung.

§2 bezieht sich auf Betriebsstätten mit Kunden und setzt dort folgende Bedingungen fest:

  1. . Abstand mindestens 1 Meter
  2.  .Mund- und Nasenschutz oder geeignete mechanische Vorrichtung für KundInnen (bis 15. Juni)
  3. Mund- und Nasenschutz-Vorrichtung für die MitarbeiterInnen (bis 15. Juni)
  4.  pro Kunde 10m² des Kundenbereichs, d.h. auf 10m2 kundenrelevante Fläche 1 Person (seit 1.6.2020 abgeschafft!)

Besonders hinzuweisen ist auf § 2 Absatz 2, der für viele unserer Betriebe bedeutsam ist: Dort steht nämlich, dass – wenn auf Grund der „Eigenart der Dienstleistung“ der 1 Meter Abstand oder das Tragen von Schutzvorrichtungen nicht möglich ist - durch „sonstige geeignete Maßnahmen“ das Infektionsrisiko zu verringern ist.

Das ist nicht näher definiert, ermöglicht jedoch ein breites Feld an Maßnahmen, die das Unternehmen mit der Sorgfalt und Verantwortung des ordentlichen Kaufmanns durchführen kann.

Ganz wichtig ist §3:

Dort wird der „Ort der beruflichen Tätigkeit“ geregelt, vereinfachend gesagt „die Produktionsstätte“.

Dort genügt der Abstand von 1 Meter, sofern nicht durch andere Maßnahmen das Risiko minimiert werden kann. Das Tragen von Schutzmasken ist nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zulässig. Und wenn wiederum „auf Grund der Eigenart der beruflichen Tätigkeit“ der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren.

  1. Was könnte das alles heißen?: Für Dreharbeiten: Grundsätzlich fällt diese Produktionstätigkeit sicher unter § 3, ist also unter den obgenannten Bedingungen zulässig, wobei die Nähe der ProtagonistInnen -speziell bei SchauspielerInnen- branchenspezifische Verhaltensregeln erfordert. Siehe unten: „Corona-Maßnahmen für die Film- und Musikproduktion“ für die verschiedenen Bereiche (Kino und Fernsehfilm, Werbefilm, corporate video) finden Sie unten. Grundsätzlich ist drehen aber erlaubt, wenngleich ohne zusätzliche Absicherung, insbesondere bei größeren Teams , mit Haftungsrisiken verbunden – auch wegen bis dato mangelnder Versicherungsdeckung (Ausfallszuschuss für Covid-Risiko ist gerade in Arbeit).
  2. Für Tonstudios zB bei Arbeiten mit Profis: Werbespots, Berufsmusiker gilt § 3, d.h. 1m Abstand, Schutzmaske und wenn das nicht geht, geeignete Schutzmaßnahmen (Trennwände, Desinfektion, Markierungen); keine Begrenzung auf 1 Person pro 10m², allerdings würden wir auch hier im Hinblick auf das Haftungsrisiko nicht empfehlen , die maximal mögliche Anzahl von Mitwirkenden bei Berücksichtigung des 1m-Abstands voll auszunützen ,wenngleich das rechtlich möglich wäre. Am sichersten bleibt das Arbeiten in überschaubaren Kleinteams und die Dokumentation der Sicherheistmaßnahmen.
  3. Für Tonstudios mit (Amateur)-Bands: ist aus unserer Interpretation wohl eine  „Betriebsstätte mit Kundenverkehr“ (es gilt §2) ; daher gilt dass bei ausreichend Platz in Kombination mit anderen zur Vermeidung des Infektionsrisikos getätigten Maßnahmen auch die Aufnahme mit KünstlerInnen möglich ist.
  4. Für Vermieter von Proberäumen: sicher Betriebsstätte mit Kundenverkehr, mit dem Wegfalls der sollten auch vermieteteProberäume mit einer Durchschnittsgröße von 20-30m² ein durchschnittliches Bandensemble (4-5 Personen) zulassen. Kleinere Ensembles oder Einzelproben sind weiterhin zulässig, insoweit Begegnungszonen vermieden werden.
  5. Für Orchesteraufnahmen: sicher Betriebsstätte, daher § 3, daher 1 Meter Abstand, Mundschutz oder (bei SängerInnen oder der Brass Sektion z.B.) andere geeignete Maßnahmen
  6. Für Presswerke, technische Dienstleister, Verleiher usw: sind Betriebstätten, also § 3
  7. Fahrgemeinschaften: Mundschutz bis 15. Juni und in jeder Sitzreihe nur 2 Personen
  8. Zweifelsfragen/noch zu klären: Drehen im öffentlichen Raum? Das Betreten öffentlicher Orte ist gemäß §1 weiterhin stark eingeschränkt (1 Meter Abstand, Mundschutz). Allerdings ist bei Dreharbeiten ohnehin eine behördliche Drehgenehmigung einzuholen und damit der öffentliche Raum durch Absperrungen dgl zum „nicht-öffentlichen“ und damit zur Betriebsstätte nach § 3. Das ist jedenfalls unsere Interpretation.

Weiters gilt Folgendes für Veranstaltungen:

  •  Seit 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen (Indoor wie Outdoor) erlaubt.
  •  Ab 1. Juli dürfen Veranstaltungen bis 250 Personen Indoor und bis zu 500 Personen Outdoor abgehalten werden.
  •  Ab 1. August können Veranstaltungen bis 500 Personen Indoor und 750 Personen Outdoor stattfinden.
    • Mit Sondergenehmigung sind dann auch Veranstaltungen bis 1.000 (Indoor) bzw. 1.250 Personen (Outdoor) zulässig.

Grundsätzlich gelten für Veranstaltungen folgende Regeln:

  • Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind (z.B. Schauspieler oder Musiker), sind nicht einzuberechnen.
  • Generell sollen fix zugeteilte Sitzplätze vorhanden sein.
    • Bei Veranstaltungen mit fixen Sitzplätzen muss entweder 1-Meter-Mindestabstand gehalten werden oder zumindest 1 Sitzplatz frei bleiben. Wird dabei der Mindestabstand unterschritten, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
    • Ohne fixe Platzzuweisung sind bis Ende August nur 100 Personen zulässig.
  • Besuche von Personengruppen sind – analog zur Gastronomie – möglich. Die Verabreichung von Speisen und Getränken (z.B. Pausenbuffets) ist unter denselben Bedingungen wie in der Gastronomie möglich.
  • Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen benötigen ein COVID-19-Präventionskonzept (u.a. Schulung der Mitarbeiter, Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos, Hygienevorgaben und Regelung zum Verhalten im Infektionsfall).

Für Messe- und Großveranstaltungen herrscht immer noch Unklarheit.


Corona-Maßnahmen für die Film- und Musikproduktion

Wir verwiesen auf das Comeback Papier der Kino-und Fernsehfilmproduktion sowie auf die Richtlinien für Werbefilmproduktion, die sichere und infektionsvermeidende Maßnahmen für Dreharbeiten konkretisieren.

Die am 27.05.2020 vorgestellte Ausfallsförderung, die bei Dreharbeiten das Covid-Risiko ersetzen soll, wird in den näheren Details, in Richtlinien zeitnah erarbeitet und das Ergebnis dann kommuniziert werden.


Alle Informationen der Wirtschaftskammer zum Corona

Alle Informationen zur Corona-Kurzarbeit

Aktuelle Informationen auch auf facebook.com/filmandmusicaustria

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