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Rechtliche Vorgaben, Sicherheits- und Hygiene-Maßnahmen zur Vermeidung des Ansteckungsrisikos 

Covid-19: Was ist für den Bereich Film-/Musik zu beachten?

Stand: 10.01.2022

Die professionelle Produktionstätigkeit für den Bereich Film und Musik und alle damit zusammenhängende beruflichen Dienstleistungen sind zulässig.


Aktuell

Bundesweite Regeln ab 12.12.2021

Neue Quarantäne- und Kontrollregeln

Nützliche Informationen für Betriebe zur Verhinderung von Omikron

Am Arbeitsplatz gilt 3-G mit FFP2-Maske. Detailinfos

Staatliche Covid-Hilfen (siehe Infos am Ende).

Überblick über die aktuellen Maßnahmen:  

Allgemeines:

Lockdown für Ungeimpfte (kein 2-G-Nachweis) gilt weiter: Das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs ist nur zu bestimmten Zwecken zulässig (z.B. berufliche Zwecke und Ausbildung, sofern dies erforderlich ist; Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens; Abwendung unmittelbarer Gefahr für Leib, Leben, Eigentum; Aufenthalt im Freien etc.) 

Sperrstunde für Betriebsstätten: 22:00 Uhr 
Nachtgastronomie bleibt vorerst geschlossen

Arbeitsorte: 

3-G-Nachweispflicht am Arbeitsplatz gilt weiterhin 
Home-Office Regel wenn möglich 
FFP2-Maskenpflicht indoors ohne Ausnahme (bei mehr als 1 Person)

Die 2 G-Pflicht der Kunden gilt auch für die Inanspruchnahme von allen Dienstleistungen im Kundenbereich (ausgenommen die Liste gem. § 6 Abs.2), d.h. ein ungeimpfter Kunde darf nicht im Kundenbereich z.B. für die Planung beraten werden.

Die Pflicht zur Erstellung eines Covid-19-Präventionskonzepts und Bestellung eines COVID-19-Beauftragten gemäß § 6 Abs. 5 trifft ab 12.12. alle Betreiber, die im Kundenbereich Waren verkaufen oder Dienstleistungen erbringen. Bisher galt diese Pflicht erst für Betriebe mit mehr als 51 AN am Ort der beruflichen Tätigkeit! 

Kontrolle der 2G- und 3G-Zertifikate - GreenCheck-App

Neben der Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen ist auch die verantwortungsvolle Kontrolle der 2G- und 3G-Zertifikate ein unbedingt notwendiger Schritt, um die pandemische Lage stabil zu halten und einen weiteren Lockdown zu verhindern.

Eine einfache und praktikable Lösung bietet die kostenlose GreenCheck-App der Österreichischen Sozialversicherung. Die Prüfung erfolgt offline und es werden keine persönlichen Daten übermittelt. Die App ermöglicht eine automatische Überprüfung der QR-Codes der Zertifikate des Grünen Passes und ist bereits längere Zeit in der Gastronomie, Hotellerie und bei Veranstaltungen im Einsatz.

>>zur GreenCheck-App

Wie sind die Begriffe Arbeitsort/Arbeitsstätte auszulegen?

Der Begriff "Arbeitnehmer" ist diesbezüglich rechtlich sehr weit zu interpretieren. Die Regelung zielt eindeutig auf die Betretung des Arbeitsortes ab, unabhängig davon, ob der Arbeitsort aufgrund eines Arbeitsvertrags, Werkvertrags oder freien Dienstvertrags betreten wird. Das bedeutet, dass für diesen Personenkreis (sowohl für selbstständige als auch unselbständig Erwerbstätige) die 3-G-Regel (z.B. Caterer bei einem Event, Musiker in der Oper, Filmdreh in einem Hotel, Fotograf bei einem Konzert, etc.) auch dann gilt, wenn für den Kunden im Veranstaltungs- und Kulturbereich bzw. im Tourismus 2-G vorgeschrieben ist..


Covid-19-Regelungen für die Musikwirtschaft

Entsprechenden Präventionsmaßnahmen (Trennwände, Desinfektion, Markierungen, Lüftung, etc.) sind einzuhalten. 

Ab sofort gelten bei Kontakt mit anderen Personen (Kunden oder Kollegen) bundesweite 3-G Regeln am Arbeitsplatz und eine ausnahmelose FFP2-Maskenpflicht.

Vermieten von Proberäumen:
Nach den aktuellen Corona-Regelungen unterliegen Proben den Regeln der beruflichen Tätigkeiten (3-G plus FFP-2 Maske).

Nichtberufliche Proben sind nur mit 2G und FFP-2 Maske zulässig.

Die Pflicht zur Erstellung eines Covid-19-Präventionskonzepts und Bestellung eines COVID-19-Beauftragten gemäß § 6 Abs. 5 trifft ab 12.12. alle Betreiber, die im Kundenbereich Waren verkaufen oder Dienstleistungen erbringen. Bisher galt diese Pflicht erst für Betriebe mit mehr als 51 AN am Ort der beruflichen Tätigkeit! 

An Arbeitsorten kann auf das Tragen von Masken verzichtet werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, aber besondere Schutzmaßnahmen, wie das Aufstellen von Acrylglas-Wänden oder das Bilden von festen Teams, ergriffen werden.


Covid-19-Regelungen für die Filmwirtschaft

Tätigkeiten der Filmproduktion (z.B. Filmdrehs) sind grundsätzlich erlaubt. Der Drehort bei Filmarbeiten gilt in diesem Sinne als Arbeitsort bzw. Ort der beruflichen Tätigkeit (z.B. für Schauspieler, Laiendarsteller, Techniker, Komparsen, etc.). 

Grundsätzlich gilt immer:
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Arbeitsplatz verantwortlich (Fürsorgepflicht). Aber auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind verpflichtet, auf ihre eigene Gesundheit und jene von Personen am Arbeitsplatz (Kollegen, Kunden, Vorgesetzte) zu achten und Ansteckungen mit COVID-19 zu verhindern (Treuepflicht).


Was gilt für Kino- und Fernsehfilmproduktionen?

Politik und Filmwirtschaft haben sich geeignete Rahmenbedingungen für die Zulässigkeit professioneller Dreharbeiten für Kino- und Fernsehfilmproduktionen festgelegt. Zu diesem Zweck wurden Comeback-Richtlinien entwickelt, die dazu dienen, ein brancheninternes Prozedere für sichere Dreharbeiten während der Covid-19-Krise zu schaffen und damit das Risiko für Cast & Crew zu minimieren.

Die Comeback-Leitlinien hängen mit dem Comeback-Zuschuss für Film- und Fernsehproduktionen zusammen, d.h. Covid-bedingte Drehunterbrechungen werden nur anerkannt und kompensiert, wenn alle Maßnahmen eingehalten wurden. Da bis dato keine Versicherung bereit ist die Ausfallhaftung zu übernehmen, halten sich antragsberechtigte Film- und Fernsehproduktionen derzeit an die strengeren Vorgaben. Sollte der Zuschuss kein Thema sein, können Dreharbeiten mit der 3-G Regel und Hygienemaßnahmen stattfinden.

Die Antragstellung für den Ausfallsfonds für coronabedingt unterbrochene Dreharbeiten wurde bis 30.06.2022 verlängert. Damit ist in diesem Punkt Planungssicherheit und Stabilität für Dreharbeiten von Kino- und TV-Produktionen in Österreich gegeben.

Leitlinien die sichere und infektionsvermeidende Maßnahmen für Dreharbeiten konkretisieren:


Covid-Impfstatus von Arbeitnehmer*innen

Können Bewerber nach ihrem Impfstatus befragt werden?


Einreise nach Österreich für Dreharbeiten oder Musikaufnahmen

In der aktuellen Situation sind Einreisen nach Österreich – auch zu beruflichen Zwecken – nur unter bestimmten Bedingungen zulässig,

Grundsätzlich gilt für die Einreise nach Österreich 2-G+. Man muss daher ein Impf- oder Genesungsnachweis und zusätzlich einen molekularbiologischen Test (z.B. PCR-Test) vorweisen. Personen, die bereits eine weitere Dosis („Booster“) bekommen haben, sind von der Vorlage eines Tests befreit.

Details zu den Regelgungen für einzelne Anreiseländer siehe Einreisebestimmungen.

Internationale Corona-Situation:

Eine tagesaktuelle Übersicht über die internationale Corona-Situation ist ebenfalls auf der WKÖ-AWO-Seite abrufbar.

Es wird empfohlen, im Zusammenhang mit der Einreise aus Drittstaaten – auch in Bezug auf die Erteilung von Arbeits-Visa – das entsprechende Aussenwirtschaftscenter der WKÖ vor Ort zu kontaktieren (www.wko.at/awo).


Hilfsmaßnahmen für die Kulturbranche

Staatliche Covid-Hilfen werden wieder eingeführt, bzw. verlängert!

  • Für EPUs wird der Härtefallfonds von 01.11.2021 bis 31.03.2022 neu aufgelegt (siehe unten)
  • Comeback-Zuschuss für Filmproduktion: Anstragstellung wird bis 30.06.2022 verlängert 
  • Veranstalterschutzschirm: Antragstellung bis 30. Juni 2022 verlängert für Veranstaltungen bis 30. Juni 2023 
  • NPO-Fonds wird aufgestockt und bis 31.03.2022 neu aufgelegt. 
  • Details und weitere Hilfen wie z.B. Überbrückungsfonds oder Covid-19 Fonds für Künstler


Eckdaten für die Corona Wirtschaftshilfen

Härtefallfonds seit 1. Dezember

Härtefallfonds wieder aktiviert

Für den Zeitraum November 2021 bis März 2022 können monatlich bis zu 2.000 Euro beantragt werden.

Antragsberechtigt sind Unternehmerinnen und Unternehmer, die bis zum 1.11.2021 gegründet wurden und einen Umsatzrückgang von 30 % (November und Dezember) bzw. 40 % (ab Jänner) erlitten haben.

Ausfallsbonus

Ab 10. Dezember beantragbar

mind. 30 % Umsatzeinbruch im November und Dezember bzw. 40 % Umsatzeinbruch Jänner bis März (Vergleich zu November, Dezember sowie März 2019 bzw. 2020 im Jänner und Februar)

Ersatzrate: 10 – 40 % des Umsatzrückgangs; je nach Kostenstruktur der Branche
Maximaler Rahmen: 2,3 Mio. Euro (statt 1,8 Mio. Euro)
Zeitraum: November 2021 bis März 2022
Neugründungen bis zum 1.11.2021 sind antragsberechtigt

Verlustersatz

Mind. 50 % Umsatzeinbruch von November bis Dezember im Vergleich zu November/Dezember 2019 bzw. mind. 40 % Umsatzeinbruch von Jänner bis März im Vergleich zu Jänner, Februar und März 2019

Ersatzrate: 70 % bis 90 % des Verlustes
Maximaler Rahmen: 12 Mio. Euro (statt 10 Mio. Euro)
Zeitraum: Jänner 2022 bis März 2022. Beantragung: Anfang 2022
Neugründungen bis zum 1.11.2021 sind antragsberechtigt

Schutzschirm für Veranstaltungen

Der Schutzschirm für Veranstaltungen dient der Abmilderung des finanziellen Nachteils im Falle einer COVID-19-bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung einer Veranstaltung.
Neue Anträge können bis Mitte 2022 für Veranstaltungen bis 30. Juni 2023 bei der ÖHT eingebracht werden.

Sowohl für den Schutzschirm I als auch Schutzschirm II fallen bei der Beantragung und Abwicklung keinerlei Gebühren und Provisionen an. 

Stand: