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Corona-Maßnahmen für Orthopädietechniker

Aktuelle Informationen für die Berufsgruppe

Rechtslage ab 25.10.2020 und 07.11.2020

Am 30.04.2020 wurde die „Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend Lockerungen der Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19 ergriffen wurden  (COVID-19-Lockerungsverordnung – COVID-19-LV)" ausgegeben, welche mit 1.5.2020 in Kraft getreten ist.

Zur COVID-19-Lockerungsverordnung wurden mehrere Novellen erlassen. Am 15. Mai ist die "Gastronomieöffnung" in Kraft getreten. Am 29. Mai folgte die "Öffnung der Hotellerie sowie der Sport- und Freizeitbetriebe". Die neue Verordnung ermöglicht somit die Öffnung sämtlicher Betriebe. Die 4. COVID-19-LV-Novelle wurde am 29.05. veröffentlicht und gilt ab 30.05.2020. Die „10m² pro Kunde-Regel“ wurde darin abgeschafft.  Die 5. COVID-19-LV-Novelle wurde am 13.06. veröffentlicht und gilt ab 15.06.2020. Darin wurde die Pflicht eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen stark eingeschränkt.Wie bereits in der Pressekonferenz angekündigt wurde, wird die Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz-Masken (MNS-Masken) aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Infektionen in den vergangenen Wochen wieder ausgeweitet. In der 8. COVID-19-LV-Novelle besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung auch „Beim Betreten des Kundenbereichs in geschlossenen Räumen durch Besucher von Pflegeheimen, Krankenanstalten und Kuranstalten sowie von Orten, an denen Gesundheits- und Pflegedienstleistungen erbracht werden.“ Das heißt, dass die Betriebsstätten von Augenoptikern, Kontaktlinsenoptikern, Hörakustikern, Orthopädietechnikern, Orthopädieschuhmachern und Zahntechnikern auch wieder betroffen sind. Die Änderungen, mit denen die Maskenpflicht wieder verschärft wird, treten mit 24.7.2020 in Kraft.

Ab Freitag, 24. Juli 2020, ist somit das Tragen von MNS-Masken zusätzlich zu den bisher geltenden Regelungen auch bundesweit wieder verpflichtend für alle Gesundheitsberufe, auch wenn der Mindestabstand von 1 m eingehalten werden kann, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet (z.B. Plexiglasscheibe).

Die 10. Covid-19-LV-Novelle wurde im Bundesgesetzblatt am 12.09.2020 veröffentlicht und gilt ab 14.09.2020. Darin wurden bundesweite Verschärfungen der geltenden Hygieneauflagen geregelt. Beim Betreten des Kundenbereichs in geschlossenen Räumen von Betriebsstätten ist nunmehr eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Die Betreiber sowie deren Mitarbeiter haben bei Kundenkontakt eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet.

Beim Betreten des Kundenbereichs von sämtlichen Betriebsstätten ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens 1 Meter einzuhalten. Ab 14.09.2020 gilt zudem wieder im Indoor-Bereich sämtlicher Betriebsstätten eine allgemeine Maskenpflicht. Demnach muss eine mechanische Schutzvorrichtung getragen werden, die den Mund- und Nasenbereich abdeckt (z.B. MNS-Masken, Gesichtsvisiere etc.). Betreiber und ihre Mitarbeiter müssen die mechanische Schutzvorrichtung (z.B. MNS-Maske) immer dann tragen, wenn sie Kundenkontakt haben und wenn keine sonstigen geeigneten Schutzvorrichtungen vorhanden sind, die das gleiche Schutzniveau gewährleisten (z.B. Acrylglasscheiben).

Achtung: Verbot von Gesichtsvisieren ab 7.11.

Plastikvisiere (Face-Shields, Half-Face-Shields) gelten künftig nicht mehr als gleichwertige Alternative zu MNS-Masken. Allerdings besteht eine Übergangsfrist. Das Verbot tritt erst mit 7. November 2020 in Kraft.

Da die Orthopädietechniker eine system- und versorgungsrelevante Berufsgruppe sind, sollte unbedingt verhindert werden, dass es zu Betriebsschließungen in diesem Bereich kommt. Wir appellieren daher an Ihre Eigenverantwortung geeignete Maßnahmen zu ergreifen um sowohl die Kunden als auch die Mitarbeiter vor Infektionen zu schützen.

Die Bundesinnung der Gesundheitsberufe, Berufsgruppe Orthopädietechniker, empfiehlt daher im Hinblick auf die Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 folgende Maßnahmen:

Stand: 23.07.2020, 10:00 Uhr

  • Alle im Geschäft tätigen Personen (Mitarbeiter und Unternehmer) mit Kundenkontakt und Kunden tragen eine mechanische Schutzvorrichtung, die den Mund- und Nasenbereich gut abdeckt und vor Tröpfcheninfektion schützt (Mund-Nasen-Schutz) 
  • Sämtliche Personen müssen zueinander einen Abstand von mindestens einem Meter einhalten
  • Rasche und regelmäßige Desinfektion von allen berührten Flächen, Geräten und Werkzeugen
  • Bei notwendiger Unterschreitung des Mindestabstandes:
    • Händedesinfektion für Mitarbeiter und Kunden
    • Mitarbeiter tragen möglichst FFP2-Schutzmasken und zusätzlichen Körperschutz (z.B. Gesichtsschilder aus Plexiglas,…); Kunden tragen Mund-Nasen-Schutz
    • Alle im Geschäft tätigen Personen (Mitarbeiter und Unternehmer) mit Kundenkontakt tragen geeignete Schutzhandschuhe
  • Auch Anproben von Bandagen, Orthesen, Strümpfe, etc.  sind wieder möglich, wenn die angeführten Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Bei Produkten, die direkt auf der Haut probiert werden müssen und nicht desinfiziert werden können, wird empfohlen zusätzlich Unterziehstrümpfe zu verwenden.
  • In Pflegeheimen, Krankenanstalten und Kuranstalten sowie beim Betreten von Orten, an denen Gesundheits- und Pflegedienstleistungen erbracht werden, muss Schutzausrüstung nach deren Vorgabe verwendet werden. Können diese nicht beigebracht werden, muss die notwendige Ausrüstung zur Verfügung gestellt werden. Geschieht dies nicht, sollte die Versorgung nicht ausgeführt werden.
  • Weisen Sie mit einem geeigneten Aushang auf die Maßnahmen hin
  • Wenn Kunden Symptome wie Fieber, Husten, Atembeschwerden, Kurzatmigkeit,… zeigen, führen Sie eine Betreuung nur im dringenden Notfall durch und stellen Sie sicher, dass sowohl Mitarbeiter als auch Kunden, die Schutzausrüstung mit dem höchsten Schutzniveau, sofern diese zur Verfügung steht, tragen
  • Ohne entsprechende Schutzausrüstung kann eine Versorgung nicht empfohlen werden
  • Sollte ein Verdachtsfall einer Infektion mit dem Coronavirus auftreten, verständigen Sie umgehend die Gesundheitsbehörden, also die Bezirkshauptmannschaft, das Magistrat bzw. den Amtsarzt, unter der Telefonnummer 1450
Hinweis:
Wir versuchen einen Weg zu skizzieren, der uns helfen könnte mit unseren Betrieben möglichst zügig wieder in Richtung Normalbetrieb zu kommen, wenngleich es noch lange dauern wird bis tatsächliche Normalität einkehrt! Wichtigstes Detail zum Schluss: Kein Mitarbeiter darf zu Versorgungen am Patienten gezwungen werden! Auch Sie selbst müssen bei jedem Versorgungsfall zuerst an Ihre Gesundheit denken.

Weitere Informationen

Bitte informieren Sie sich auch auf der Informationsseite der Wirtschaftskammer Österreich zum Coronavirus wko.at/corona und der Seite der Gesundheitsberufe.

Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte die Telefonnummer 1450. Bitte unbedingt auch den unmittelbaren Vorgesetzten informieren.

Krankenversicherungen  - besondere Vorkehrungen im Bereich der Abgabe von Heilbehelfen und Hilfsmitteln

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