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Corona-Maßnahmen für Tischler

Wichtige Informationen für die Branche

Rechtslage ab 17.11.2020 - Die wichtigsten Informationen für Tischler und Holzgestalter im Überblick

Ausgangsbeschränkungen

Es gibt nunmehr eine weitreichende Ausgangssperre. Das Verlassen (bzw. der Aufenthalt außerhalb) des eigenen privaten Wohnbereichs ist rund um die Uhr nur aus folgenden Gründen zulässig:

  • zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • zur Betreuung von und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftigen Personen sowie zur Ausübung familiärer Rechte und Erfüllung familiärer Pflichten
  • zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens
  • für berufliche Zwecke und Ausbildungszwecke, sofern dies erforderlich ist
  • zum Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung (zB Spaziergänge, Joggen etc.)
  • zur Wahrnehmung von unaufschiebbaren behördlichen oder gerichtlichen Wegen
  • zur Teilnahme an Wahlen
  • zum Zweck des zulässigen Betretens von Kundenbereichen 
  • zur Teilnahme an zulässigen Veranstaltungen 

Betreten öffentlicher Orte

  • An öffentlichen Orten im Freien ist gegenüber anderen Personen grundsätzlich ein Mindestabstand von 1 Meter einzuhalten.
  • In öffentlichen, geschlossenen Räumen ist zusätzlich zur Einhaltung des Mindestabstandes auch ein Mund-und Nasenschutz zu tragen.

Achtung: Gesichtsvisiere bzw. „Face-Shields“ erfüllen nicht mehr die Funktion der Schutzvorrichtung und stellen daher auch keine gleichwertige Alternative zu MNS-Masken mehr dar.

Die neue COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung sieht nämlich vor, dass eine „den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung“ zu tragen ist.

Kundenbereiche

Das Betreten (inklusive des Verweilens) und das Befahren des Kundenbereichs

  • von Betriebsstätten des Handels zum Zweck des Erwerbs von Waren (d.h. alle Verkaufsgeschäft an Konsumenten, aber nicht an gewerbliche Kunden und Großhandel),
  • Dienstleistungsunternehmen zur Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen oder
  • Freizeiteinrichtungen zur Inanspruchnahme von Dienstleistungen der Freizeiteinrichtungen 

ist ab Dienstag, 17. November 2020, untersagt.

Für Tischler und Holzgestalter gilt, dass der Kundenbereich für den Verkauf von Waren geschlossen werden muss und auch keine körpernahmen Dienstleistungen angeboten werden dürfen. Weiterhin zulässig ist hingegen die Produktion, Arbeiten auf Baustellen, die Montage beim Kunden, Reparaturarbeiten und die Erbringung von anderen Dienstleistungen (z.B. Beratungen) sowie die Lieferung von Produkten.

Beim zulässigen Betreten des Kundenbereichs von Betriebsstätten ist folgendes zu beachten:

  • Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist ein Mindestabstand von 1 Meter einzuhalten.
  • Kunden müssen einen Mund- und Nasenschutz (eng anliegend) tragen.
  • Personen mit Kundenkontakt müssen ebenfalls einen Mund- und Nasenschutz (eng anliegend) tragen, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet.
  • Pro Kunde müssen 10 m2 zur Verfügung stehen. Bei Kundenbereichen, die kleiner als 10 m2 sind, darf jeweils nur ein Kunde den Kundenbereich der Betriebsstätte betreten. Bei Betriebsstätten ohne Personal ist auf geeignete Weise auf diese Voraussetzung hinzuweisen.

Eine Unterschreitung des Mindestabstandes und/oder das Weglassen des Mund- und Nasenschutzes aufgrund der Eigenart der Dienstleistung ist nur zulässig, wenn durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

Arbeitsorte und Orte der beruflichen Tätigkeit

Für den Ort der beruflichen Tätigkeit gilt grundsätzlich ebenfalls der Mindestabstand von 1 Meter. Wenn dieser nicht eingehalten werden kann, ist hier ebenfalls durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren, etwa durch technische oder organisatorische Schutzmaßnahmen, wie das Bilden von festen Teams, der Anbringung von Trennwänden oder Plexiglaswänden. Dies gilt auch sinngemäß für Fahrzeuge des Arbeitgebers, wenn diese zu beruflichen Zwecken verwendet werden. Beschäftigte, die sich in diesen Fahrzeugen auf beruflich veranlassten Fahrten aufhalten, müssen somit entweder die 1m-Abstandsregel einhalten oder eine sonstige geeignete Schutzmaßnahme ergreifen z.B. MNS-Maske tragen.

Es liegt daher in erster Linie in der Eigenverantwortung jedes Unternehmers geeignete Schutzmaßnahmen je nach Art der Dienstleistung zu treffen um seine Kunden/innen und Mitarbeiter/innen zu schützen.

Die Bundesinnung empfiehlt bei Arbeiten in privaten Wohnungen sowohl den Mindestabstand von 1 Meter einzuhalten als auch Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Wir empfehlen in der Werkstatt besonderen Augenmerk auf Arbeiternehmerschutz zu legen:

Arbeiten auf Baustellen

Es gibt eine Einigung von Baugewerbe, Bauindustrie und Gewerkschaft Bau-Holz in Zusammenarbeit mit dem Zentral-Arbeitsinspektorat. Die Bundesinnung empfiehlt, dass sich Tischler, die auf Baustellen arbeiten, an diesen Maßnahmenkatalog halten:

Fahrten zur Baustelle/zum Kunden

  • Die gemeinsame Benützung von Kraftfahrzeugen durch Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist nur zulässig, wenn in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. Zusätzlich ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Vor dem Einstieg und nach dem Ausstieg sind unbedingt die allgemeinen Regelungen (insb. Wahrung des 1-Meter-Abstands) einzuhalten. 
  • Für Fahrzeuge des Arbeitgebers, wenn diese zu beruflichen Zwecken verwendet werden, gelten die Regeln für den Ort der beruflichen Tätigkeit. Es sind davon alle beruflich veranlassten Fahrten von Arbeitnehmern erfasst (nunmehr auch außerhalb der Arbeitszeit). Dies gilt auch für Fahrten von der Wohnung zum Einsatzort und zurück. Beschäftigte, die sich in diesen Fahrzeugen auf beruflich veranlassten Fahrten aufhalten, müssen somit entweder die 1m-Abstandsregel einhalten oder eine sonstige geeignete Schutzmaßnahme ergreifen z.B. MNS-Maske tragen.

Weitere Informationen

Rechtsgrundlagen

COVID-19-Notmaßnahmenverordnung – COVID-19-NotMV

Bitte informieren Sie sich auch auf der Informationsseite der Wirtschaftskammer Österreich zum Coronavirus wko.at/corona, welche täglich mehrfach aktualisiert wird.

Stand: