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Beendigung der Kurzarbeit bei vereinbartem Durchrechnungszeitraum

Beispiel

Handelsunternehmen dürfen ab dem 14.4.2020 ihre Geschäfte wieder öffnen. Wer Kurzarbeit vereinbart hat, wird zunächst – also zumindest für die erste Woche der Geschäftsöffnung mit dem Arbeitszeitausmaß das Auslangen finden, welches er im Rahmen der Sozialpartnervereinbarung mit seiner Belegschaft vereinbart hat. Dies gilt vor allem dann, wenn er durchrechenbare Arbeitszeit anwendet.

Für alle weiteren Wochen, ist an die Änderung jenes Arbeitszeitausmaßes zu denken, welches in der Sozialpartnervereinbarung, festgelegt ist. Dabei darf das Höchstausmaß der festzulegenden Wochenarbeitszeit bei einem Vollzeitbeschäftigten  90% der bisherigen Arbeitszeit, also 34 Stunden pro Woche (= 90% v. 38,5 Stunden) nicht übersteigen. Für Teilzeitbeschäftigte sind die jeweils  aliquoten Wochenarbeitszeiten festzulegen

Beispiel:

Im Rahmen der Kurzarbeitsregelung gilt eine Wochenarbeitszeit von 8 Stunden, die restlichen 30,5 Stunden gelten als Ausfallsstunden. Die Kurzarbeit gilt seit Mo. 16.3.2020.

In den ersten 4 Wochen der Kurzarbeit, also bis Ostersonntag wurde der Mitarbeiter wegen des geschlossenen Geschäfts nicht beschäftigt.

Bei einer Durchrechnungsregelung kann der Arbeitgeber den Mitarbeiter infolge der seit 4 Wochen aufgeschobenen Arbeitszeit von 4x 8 Stunden wöchentlich, in der Osterwoche, also ab Dienstag den 14. 4.2020 im Rahmen von Normalarbeitszeit bis zu 38,5 Stunden in der Woche beschäftigen.

In den der Osterwoche folgenden Wochen, also ab dem 20.4.2020 wird der Arbeitgeber, der die Offenhaltemöglichkeiten uneingeschränkt nutzen will, mit dem Ausmaß der in der Kurzarbeit festgelegten wöchentlichen Arbeitszeit in aller Regel nicht mehr auskommen, und deshalb eine

  • Änderung des reduzierten Arbeitszeitausmaßes, oder gar
  • die vorzeitige Beendigung der Kurzarbeit

in Erwägung ziehen.

Hinweis:

Wer die Beendigung der Kurzarbeit in Erwägung zieht, muss sich aber über folgendes im Klaren sein;

Neu erlassene Verbote, die es unmöglich machen, die Geschäfte zu offen zu halten, und wegen eines Anstieg von infizierten Personen in 5 oder 6 Wochen erlassen werden, können nicht dazu führen, dass die vom Unternehmen beendete Kurzarbeit ohne weiteres weitergeführt werden kann.

Für die Wiederaufnahme von Kurzarbeit im Unternehmen, sind ein neuer Antrag an das AMS, und sowie eine neue Sozialpartnervereinbarung notwendig.