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Corona-Schutzpaket für Beschäftigte im Handel

Maßnahmenpaket für Angestellte und Lehrlinge im österreichischen Handel

Aufgrund der jüngsten Maßnahmen der Bundesregierung hat sich das Einkaufsverhalten der ÖsterreicherInnen verändert. Wir bemerken, dass die Kunden weniger oft in die Geschäfte kommen, dafür aber mehr einkaufen. Die Kundenfrequenz zu späterer Stunde nimmt ab. 

Daher haben sich die Handels-Sozialpartner gemeinsam darauf geeinigt, die Öffnungszeiten dem entsprechend anzupassen. 

In einem gemeinsamen Schutzpaket für die Angestellten und Lehrlinge im österreichischen Handel haben wir uns darauf verständigt, dass die Geschäfte ab Montag den 23. März 2020 von frühestens 07:40 Uhr bis maximal 19:00 Uhr geöffnet sind.

Maßnahmenpaket

Anpassung der Öffnungszeiten von 7:40 Uhr bis max. 19:00 Uhr durch Verordnung (befristet für die Zeit der Corona-Krise)

  • Aufgrund der jüngsten Maßnahmen der Bundesregierung hat sich das Einkaufsverhalten der ÖsterreicherInnen verändert.
  • Die frei werdenden Zeiten können durch die angepassten Öffnungszeiten zum Nachschlichten der Regale genutzt werden. Nur volle Regale signalisieren Versorgungssicherheit.
  • Damit wird auch die Einhaltung von Ruhezeiten gewährleistet. Zusätzliche Krankenstände aufgrund von Überlastungen oder Arbeitsunfällen aufgrund von Übermüdung gilt es zu verhindern.

Freistellung von schwangeren Arbeitnehmerinnen und besonderer Schutz gefährdeter ArbeitnehmerInnen

  • Schwangere Arbeitnehmerinnen müssen gerade jetzt besonders geschützt werden. Wir ersuchen die Betriebe daher, sofort zu handeln und diese vom Dienst frei zu stellen.
    Darüber hinaus sollen die Behörden prüfen, ob eine Freistellung nach den Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes, aufgrund einer möglichen Gefährdung der Gesundheit von Mutter und/oder Kind durch den direkten Kundenkontakt und der aktuellen Arbeitssituation, gerechtfertigt wäre.
  • ArbeitnehmerInnen mit chronischen Erkrankungen Atemwegs- bzw. Lungenerkrankungen inkl. COPD, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Krebserkrankungen, Bluthochdruck sowie Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, sollen nicht mehr in Bereichen mit direktem Kundenkontakt eingesetzt werden.

Abgabenfreie Behandlung von „Corona-Zulagen“ und „Corona-Prämien“

Viele Unternehmen sind bereit, den Beschäftigten für ihren besonderen Einsatz und die besondere Arbeitsbelastung eine zusätzliche monetäre Abgeltung zu bezahlen. „Corona-Zulagen“ und „Corona-Prämien“ sollen sowohl lohnsteuer- als auch sozialversicherungsfrei behandelt werden.

Dieses Geld soll direkt bei den Beschäftigten ankommen. Die Bundesregierung ist aufgefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Initiative der Sozialpartner für einheitliche Standards zum Schutz der Beschäftigten am Arbeitsplatz

Zum Schutz der Beschäftigten empfehlen wir den Handelsbetrieben folgende Maßnahmen so rasch wie möglich umzusetzen:

  • Plexiglasscheiben („Hauchschutz“) und Abstandhalter bei allen Kassen und Theken.
  • Handschuhe und Handdesinfektionsmittel für alle ArbeitnehmerInnen und Lehrlinge (sobald wieder verfügbar)
  • Regelmäßige Desinfektion von Kassenarbeitsplätzen, Pausen- und Aufenthaltsräumen sowie der Toilettenanlagen durch kürzere Intervalle bei den Reinigungen
  • Bodenkennzeichnungen bei allen Kassen und Theken, um den Abstand der Kunden zueinander und einen geordneten Ablauf im Geschäft sicherzustellen.
  • Kein Scannen von Kundenkarten durch Beschäftigte
  • Geordneter Zugang in alle Geschäfte
  • Bei besonders starkem Kundenandrang zu Stoßzeiten sollen Händler dafür sorgen, dass nicht zu viele KundInnen gleichzeitig eingelassen werden.

Verstärkte Information der Kunden!

  • Bargeldloses Bezahlen bedeutet Sicherheit für alle.
  • Abstand halten zu anderen und zu den Handelsangestellten schützt alle.
  • Menschen, die zu einer Risikogruppen gehören, sollen ihre Einkäufe nicht selbst erledigen.
  • Einkauf für mehrere Tage planen, um Kontakte zu anderen Menschen zu reduzieren.
  • Einkaufen von Lebensmittel und Drogeriewaren ist kein Freizeitprogramm und schon gar nicht als Familienausflug gedacht.