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Betriebsübergabe: 

Wenn Sie Ihrem Steuerberater, Ihrem Anwalt oder Ihrer Bank eine kompetente Beratung in Sachen Betriebsübergabe nicht zutrauen, können Sie sich ein Komplettangebot kaufen.

Was immer Sie aber tun, Sie sollten das Problem nicht auf die lange Bank schieben.

Text: Nikolaus Gerstmayer

Gehören Sie auch dazu? In den nächsten zehn Jahren stehen in irgend einer Form 56.000 Betriebe vor der Übergabe. Das sind 28 Prozent der Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 400.000 Arbeitsplätzen. Innerhalb der Familie findet nur jedes fünfte Unternehmen geeignete Nachfolger. Das war zwar wohl schon immer so, ist eine schlichte Folge des unabänderlichen Älterwerdens. 'Jetzt aber ist es ein Markt und gehört auf breiter Basis bekannt gemacht', sagt der Sprecher der Initiative, Franz Schwarzgruber von der Beraterfirma AVS Initiative Nachfolge GmbH. Die geht aber nicht allein auf Kundenfang, sondern schloss sich zu einem Netzwerk mit einer Reihe von Prominenz zusammen, mit

  • PriceWaterhouseCoopers für die Steuerfragen,
  • der Anwaltsgesellschaft Hasch & Partner (mit Kanzleisitzen auch in Tschechien) für die Rechtsfragen,
  • dem Management Zentrum St. Gallen für die 'Gestaltung eines systematischen Gesamtprozesse',
  • dem Kreditschutzverband KSV, der für die Seriosität und Liquidität der suchenden und findenden Partner den Kopf hinhält,
  • der Bank Austria Creditanstalt für die finanziellen Belange und schließlich
  • dem Gründerservice der Wirtschaftskammer.

Die Weiterführung misslingt oft

Nur einem Drittel aller Nachfolger gelinge die kontinuierliche Weiterführung eines übernommenen Unternehmens, schätzt die Initiative. Schuld ist nicht nur, dass sich bisher zu wenige von ihr beraten ließen, sondern auch eine menschliche Schwäche der älter Gewordenen. Sie beschäftigen sich mit dem unerfreulichen Thema Übergabe nur ungern und deshalb zu spät. Auf der anderen Seite sind gerade Handelsagenten dermaßen viel unterwegs, dass sie Gefahr laufen, in der Hektik des Arbeitsalltags vielleicht zu wenig an die Zukunft zu denken. Und dann könnte es eng werden: Wer schnell handeln muss, handelt manchmal unvorsichtig oder unüberlegt.

Auf der Hand liegt dann der Stress aus Zeitdruck. Weniger auf der Hand liegt die gesunkene Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe vor der Übergabe. Wenn ein Unternehmer anfängt, ans Ende zu denken, entwickelt sich der Umsatz erfahrungsgemäß eher schwach, investiert wird kaum noch, dem Unternehmen werden bei Gelegenheit und kleinlaut aber doch stille Reserven entzogen. Wobei es vorkommt, dass einer Marktanteile verliert und deshalb aussteigen will – im besten Alter. Oder dass einer aussteigt, weil er für seine Firma einen hohen Preis erzielt – öfter im Kino, im wirklichen Leben eher seltener. In fünf Prozent der Fälle laut Marktforschung. Den anderen bleibt die undankbare Aufgabe, den angemessenen Verkaufserlös zu finden. Wobei die Faustregeln Umsatz mal drei oder Gewinn mal zehn wirklich nicht mehr sind als Daumen mal pi. Das erfolgversprechendste (weil Synergien frei werden) Ende eines Unternehmens, die Fusion mit einem Mitbewerber, kommt in der Wirklichkeit in zehn Prozent der Fälle vor (Übergabe an ein Familienmitglied: 17 Prozent).

Wohin wenden?

Als Erstkontakt empfiehlt sich:

www.initiative-nachfolger.at Andererseits spricht für die kleineren Unternehmensberater, die sich zum Teil auch auf Firmennachfolger konzentrieren, zumindest einmal ein Argument: Wer bei Namen wie PriceWaterhouseCoopers vor der voraussichtlichen Honorarforderung zurückschreckt, kann sich möglicherweise auch billiger helfen lassen. Außerdem sind die Gründer-Services der Wirtschaftskammern in den Bundesländern bis in die Bezirke hinein organisiert. Sie wollen den Bedarf nach Hilfe nicht nur der Gründer, sondern auch der Übergeber dort abdecken, 'wo er tatsächlich entsteht'. 100.000 Kontaktgespräche gab es im Jahr 2001. Eine erste Dienstleistung abseits der (irgend wann einmal doch notwendigen) persönlichen Gespräche verspricht das Internetportal www.gruenderservice.at Die Themen Nachfolge und Franchise sind dort gleichberechtigte Schwerpunkte.

Und letzten Endes liefern Ihnen auch Ihre Ansprechpartner in den Landesgremien gute Dienste: Wer stets mitten in Geschehen ist, weiß oft auch, wo sich Veränderungen ergeben könnten oder erwünscht sind. Daher ist der Kontakt zum Landesgremium der Handelsagenten ein wichtiger Schritt. Dort erhalten Sie beispielsweise auch Informationen zum wichtigen Thema 'Übertragung des Ausgleichsanspruchs'!

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