th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Der österreichische Sekundärrohstoffhandel stellt sich vor

Logo des österreichischen Sekundärrohstoffhandels

Die Bedeutung des Sekundärrohstoffhandels wird von vielen Menschen stark unterschätzt. Immerhin sorgt der Sekundärrohstoffhandel dafür, dass wichtige Rohstoffe wie Metall, Eisenschrott, Papier, Plastik, Kunststoffe, Glas, Holz etc. recycelt und einer Wiederverwertung zugeführt werden. Daneben ist der Sekundärrohstoffhandel einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Zulieferer für die Industrie mit wertvollen Rohstoffen. Der Sekundärrohstoffhandel ist eine reine Großhandelsbranche, die europaweit an die Industrie bzw. andere große Sekundärrohstoffhändler verkauft.

In Österreich hat der Sekundärrohstoffhandel über 800 Mitglieder. Sechs große Schredder, 40 – 50 größere Sekundärrohstoffhändler, der Rest KMU machen ungefähr einen Umsatz von ca. 2 Mrd. EUR. Allein im Bereich des Eisenschrotts werden jährlich ca. 1,5 Mio. Tonnen, 300.000 Tonnen Nichteisen-Metalle, beim Papier werden ca. 1,5 Mio. Tonnen in Österreich gesammelt und ca. 1 Mio. Tonnen impor-tiert; unsere Betriebe verfügen über eine Fülle von Scheren, aber auch Gleisanschlüsse und den für ihre Arbeit notwendigen Fuhrpark.

Durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen werden wertvolle Ressourcen geschont und die Umwelt ge-schützt. So wird z. B. durch jede Tonne eingesetzten Stahl- und Eisenschrott der Abbau von 1,5 Tonnen Eisenerz vermieden. Neben der Einsparung von Energie und Ressourcen hilft z. B. Stahlrecycling auch, Emissionen wie die des Treibhausgases CO2 zu vermeiden. So spart der Einsatz einer Tonne Stahlschrott CO2-Emissionen in gleicher Höhe ein.

Der Sekundärrohstoffhandel ist von ca. 200 Umweltgesetzen betroffen und auch sehr stark von der europäischen Gesetzgebung abhängig. Daher sind wir auch Mitglied bei den Verbänden des europäischen Schrotthandels sowie des europäischen Altmetallhandels, welche sich wiederum gemeinsam mit dem europäischen Papierhandel zu EuRIC, dem europäischen Verband der Recyclingbranche, zusammen-geschlossen haben.

Interessenvertretungen für den Bereich des Sekundärrohstoffhandels gibt es infolge der dringenden Notwendigkeit in praktisch allen Mitgliedsländern. Daneben gibt es auch einen Weltverband namens BIR (Bureau of International Recycling). Unsere Branche ist insbesondere auch grenzüberschreitend und im Welthandel tätig. Die von uns gehandelten Produkte stellen wertvolle Materialien dar, sie werden auch an Börsen gehandelt und es gibt dort auch eine sehr hohe Spekulationsdichte.

Ziel der Interessenvertretung des Sekundärrohstoffhandels ist es, der zunehmenden „Verbürokratisie-rung“ unserer Branche, somit dem „gläsernen Betrieb“ entgegenzutreten. Dabei haben wir doch Gegenwind auf europäischer Ebene, aber auch von staatlichen Behörden, welche umfangreiche Regelungen für unsere Branche vorgeben.

Hauptthemen, mit welchen wir uns beschäftigen, sind u. a.

  • Umweltgesetze wie z. B. Recyclingbestimmungen für Alt-Pkw bzw. Elektroaltgeräte etc.
  • Export- und Importbestimmungen
  • Steuerfragen - nicht zuletzt war unsere Branche eine der ersten, wo das sogenannte „Reverse-Charge“-System eingeführt wurde, um MwSt.-Betrug zu verhindern
  • Diebstahlproblematik – hier haben wir eine Diebstahlhotline geschaffen sowie eine Kooperation mit Polizei, Innenministerium, ÖBB, Arbeitsgemeinschaft Metalle Österreich sowie laufende Kontakte mit der für uns zuständigen Industrie.