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Modehandel kämpft mit Bürokratie und scharfem Wettbewerb

Aktuelle Studie der KMU Forschung Austria zeigt harten Wettbewerb der Branche und weiter steigende bürokratische Belastungen - Mehr Spielraum für Unternehmen nötig

Der kleinbetrieblich strukturierte Modehandel in Österreich ist ein Jobmotor: Zwischen 2008 und 2016 hat sich die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in diesem Bereich um rund 10 % erhöht, wie eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria zeigt. Trotz dieser Wachstumsdynamik ist die Situation vieler Unternehmen schwierig, bei 47 % der Betriebe sind die Umsätze rückläufig. Zusätzlich treten immer neue Mitbewerber, etwa auch aus dem Onlinehandel, auf den Plan.

In diesem fordernden Umfeld sind bürokratische Belastungen, steigende Personalkosten und starre Arbeitszeitregelungen Hemmschuhe für eine weiter dynamische Entwicklung.

Hohe bürokratische Belastungen

Bürokratische Anforderungen lasten schwer auf den Betrieben im Modehandel, wie die Studie "‘Freiheitsgrade‘ der UnternehmerInnen im Bekleidungshandel 2018" zeigt: Schon bei Kleinbetrieben mit ein bis zehn Beschäftigten sind im Schnitt 0,9 MitarbeiterInnen teilweise und 0,3 MitarbeiterInnen ausschließlich mit bürokratischen Aufgaben betraut.

"Das Problem der hohen bürokratischen Belastungen ist seit Jahren bekannt. Sie steigen aber weiter. Jeder Privathaushalt birgt mehr Gefahren als ein Modehandelsgeschäft. Trotzdem gehen wir im Haushalt von mündigen Bürgern aus. Müssen wir im Unternehmen wirklich erklären, wie jemand mit einer Schere umgehen soll? Jetzt ist es nötig, Bürokratie Schritt für Schritt zu reduzieren. Alle Maßnahmen in diese Richtungen werden von uns unterstützt", so Kommerzialrat Mag. Christian Kutsam, Bundesobfrau-Stellvertreter des Bundesgremiums des Handels mit Mode und Freizeitartikeln.

Und auch im Zuge der Registrierkassenpflicht lauern neue Belastungen: Denn Betriebe dürfen derzeit noch 15 eigene Warengruppen definieren und diese Bezeichnungen auf den Rechnungen angeben. Diese Regelung läuft Ende 2020 aus, danach müssen "handelsübliche Bezeichnungen" angeführt werden. Dazu müssten aber auch kleine Betriebe, die jetzt schon Registrierkassen angeschafft haben, zusätzlich noch in Warenwirtschafts- oder Scannerkassensysteme investieren – und diese kosten auch für kleine Unternehmen nochmals mindestens 15.000 Euro!

Lohnerhöhungen müssen bei Mitarbeitern ankommen

Eine weitere Belastung stellen steigende Personalkosten dar: Sie haben sich zwischen 2008 bis 2016 um ca. 32 % erhöht, wie Daten des Bundesgremiums Handel mit Mode und Freizeitartikeln zeigen. Zusätzlich verschärft wird diese Problematik durch die kalte Progression: Die progressive Besteuerung führt unter anderem dazu, dass bei einer Gehaltserhöhung die durchschnittliche Steuerbelastung steigt, selbst dann, wenn keine höhere Progressionsstufe erreicht wird. Deshalb fordert das Bundesgremium eine Indexierung der Progressionsstufen. "Gehaltserhöhungen sollen nicht mehr durch höhere Steuern aufgefressen werden", so Kutsam. 

Starre Arbeitszeitregelungen 

Und zur aktuellen Diskussion um Arbeitszeitregelungen betonte Kutsam: "Flexible Arbeitszeiten bringen Vorteile für Kunden, Mitarbeiter und Unternehmen. Der Handel steht im harten Wettbewerb. Lassen wir Mitarbeiter und Unternehmer im Interesse der Kunden arbeiten, wie sie das möchten", erklärt Bundesobfrau-Stellvertreter Kommerzialrat Mag. Christian Kutsam. 

Über das Bundesgremium Handel mit Mode und Freizeitartikel 

Das Bundesgremium Handel mit Mode und Freizeitartikeln der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vertritt über 17.000 Mitgliedsunternehmen in den Bereichen Textil-, Sport-, Lederwaren- und Schuhhandel.

Presseunterlagen

Pressetext zum Hintergrundgespräch "‘Freiheitsgrade‘ der UnternehmerInnen im Bekleidungshandel 2018" (pdf)

Pressefoto Mag. Christian Kutsam, Querformat (jpg)

Pressefoto Dr. Harald Sippl, Hochformat (jpg)

Pressefoto Mag. Peter Voithofer, Hochformat (jpg)

Kontakt für Medienvertreter

PR-Agentur aditorial
Mag. Beate Mayr-Kniescheck
+43 699 1002 59 98 | E beate.mayr@aditorial.at