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10-Punkte-Plan für eine wettbewerbsfähige Industrie

Informationen der Bundessparte Industrie

CEEMET, als Arbeitgeberdachverband der Metall-, Maschinenbau- und technologiebasierten Industrie in Europa, hat im November seinen 10-Punkte-Plan für eine wettbewerbsfähige Industrie zur Erhaltung des sozialen Europas präsentiert. Die Bundesparte Industrie unterstützt die Forderungen vollinhaltlich und will diese auch auf nationaler Ebene weitertragen.

CEEMET vertritt die sozialpolitischen Interessen von Arbeitgeberverbänden in der Metall-, Maschinenbau- und Technologieindustrie in 22 Ländern. Der Dachverband deckt in seiner Arbeit das gesamte Spektrum der Metallindustrie ab, einschließlich Metallwaren, Maschinenbau, Elektro- und Elektronikindustrie, Transportindustrie und Instrumentenbau. CEEMET ist Teil des sektoralen sozialen Dialogs und damit als Interessenvertreter wesentlich an der Gesetzgebung der Europäischen Union im Sozialrecht beteiligt. Unter dieser Prämisse hat der Verband nun seinen 10-Punkte-Plan für eine wettbewerbsfähige Industrie zur Erhaltung des sozialen Europas im November vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein interessenpolitisches Papier, welches die wichtigsten Forderungen der Metallindustrie widerspiegeln soll. Die Forderungen sollen sowohl auf höchster europäischer Ebene platziert als auch durch die Mitgliedsverbände in die Länder getragen werden. Das Forderungspapier soll sowohl an Ministerien, Abgeordnete zum EU Parlament (bzw. auch Kandidaten für die Wahlen zum EU Parlament), Interessenvertretungsorganisationen als auch an Gewerkschaftsverbände übergeben werden. Die Bundessparte Industrie unterstützt jedenfalls die Anliegen von CEEMET und setzt sich für deren Verbreitung innerhalb Österreichs ein.

Im Wesentlichen fordert der 10-Punkte-Plan folgendes:

  1. Eine echte Debatte über die Zukunft Europas anregen: In Zeiten von Globalisierung und schnell voranschreitenden technologischen Veränderungen ist Zusammenhalt in der Europäischen Union mehr denn je notwendig. Es bedarf einer gemeinsamen Handels- und Wirtschaftspolitik sowie das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und um einen erfolgreichen Übergang zu einer digitalisierten Industrie zu gewährleisten.
  2. Bessere Rechtssetzung vorantreiben: EU-Gesetzgebung muss nach den Prinzipien von „Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit“ bedarfsgerecht, kohärent, kosteneffizient und stabil sein.
  3. Internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern: Dem Wirtschaftsstandort Europa muss in der Gesetzgebung verstärkt Beachtung geschenkt werden.
  4. Digitales Industriezeitalter einläuten: Entsprechende Infrastruktur und Regulierungen müssen Priorität sein.
  5. Kompetenzen fördern: Digitales und kontinuierliches Lernen sowie die Aneignung von sozialen und unternehmerischen Kompetenzen müssen in Zukunft verstärkt gefördert werden.
  6. Agile Arbeitsmärkte schaffen: Die Gesetzgebung muss auf neue Arten der Arbeit und digitale Arbeitskonzepte vermehrt Rücksicht nehmen.
  7. Bedeutung der Sozialpartner stärken: Sozialpartner müssen im Rahmen des (sektoralen) sozialen Dialogs rechtzeitig zu jedem Vorschlag der Kommission im Bereich der Sozialpolitik konsultiert werden. Die Autonomie der Sozialpartner im Interesse einer wettbewerbsfähigen Industrie, die hochwertige Arbeitsplätze bietet, muss gewahrt werden.
  8. Investitionen in Technologie und Industrie vorantreiben: Die europäische Kommission muss ein einheitlich koordiniertes Investitionsprogramm für die Digitalisierung sowie eine funktionsfähige, zentrale Anlaufstelle für Finanzierung einrichten.
  9. Welthandel & Brexit: Freier und fairer Handel sind die Quelle des Wohlstandes in der EU, auch wenn dadurch nationale bzw. manchmal regionale Interessen überwunden werden müssen.
  10. Starke Einbeziehung und Konsultierung der Industrie durch Politiker auf allen Ebenen: Politik und Gesetzgebund orientieren sich zu wenig an den realen Bedürfnissen und Herausforderungen, mit denen die Technologie- und Industrieunternehmen inmitten der digitalen Transformation konfrontiert sind.

Das Forderungspapier ist unter folgendem Link sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache erhältlich.

Autor: Mag. Anna-Maria Minihold
E-Mail: anna-maria.minihold@wko.at

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