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Bau

Holzindustrie

Produktion

Die Produktion im Bausektor lieferte im abgelaufenen Jahr eine gute Performance: Der Wert stieg auf 2,63 Mrd. Euro (+3,3%). Allerdings ist eine Vergleichbarkeit nur bedingt gegeben: Im Vergleich zu 2016 sind einige Positionen im Erhebungszeitraum (etwa Parkettböden) geheim oder es werden noch Korrekturen bei der Endauswertung 2017 vorgenommen.

Die einzelnen Bereiche des bauabhängigen Sektors zeigten ein differenziertes Bild: Die Produktion von Holzfenstern im Jahr 2017 stieg um 2,1% auf 416,5 Mio. Euro. Auch bei den Türen (234,7 Mio. Euro; +3,9%) und bei den Leimbauteilen (795,9 Mio. Euro; +6,8%) entwickelte sich die Produktion positiv. Hingegen sank der Produktionswert den vorgefertigten Häusern aus Holz um 4,0% auf 512,8 Mio. Euro. 

Außenhandel (exemplarisch für vier Bereiche)

Fenster: Der Export von Fenstern aus Österreich sank um 1,6% auf 73,3 Mio. Euro. Im Gegenzug gab es eine einen starken Zuwachs bei den Importen um 32,8% auf 50,2 Mio. Euro. Daraus resultierte ein Außenhandelsbilanzüberschuss in der Höhe von 23,1 Mio. Euro

Außenhandelsbilanz Fenster

Der Hauptabnehmer bei den Fenstern war Deutschland (42,8%; +8,1%), an zweiter Stelle stand die Schweiz (22,5%; +24,2%). Größeren Mengen wurden noch nach Italien (10,2%; +11,1%) und auch nach Großbritannien (8,8%; +12,8%) geliefert.

Die Einfuhren nach Österreich kamen zum größten Teil aus Ungarn (46,7%; +4,6%) und Deutschland (24,9%; +20,7%). Beachtlich waren die hohen Importzuwächse aus Tschechien (8,7%; +255,9%) und aus der Slowakei (7,9%; +312,4%). Hingegen sind die Importe aus Polen um 43,3% zurückgegangen.

Außenhandelsbilanz Türen

Türen: Die Schweiz (48,6%; +14,8%) und Deutschland (29,7%; -14,8%) machen ihre Türen weit auf, um österreichische Produkte hinein zu lassen. Der gesamte Türenexport ging allerdings um 3,1% auf 41,8 Mio. Euro zurück. Die Importe stiegen dafür um 6,1% auf 46,6 Mio. Euro. 

Aus Deutschland stammen knapp zwei Drittel (63,9%; +19%) aller importierten Türen. Wichtige Lieferanten waren auch Slowenien (12,6%; -13,1%) und Tschechien (7,3%; -22,1%).

Holzfußböden (Parkett): Der Außenhandelsbilanzüberschuss der Holzfußböden belief sich 2017 auf 130,4 Mio. Euro (-1,9%). Die Ausfuhren (-1,7%; 214,6 Mio. Euro) sowie die Einfuhren (-1,5%; 84,2 Mio. Euro) haben einen milden Rückgang verzeichnet.

Außenhandelsbilanz Holzfußböden (Parkett)

Böden aus Österreich waren in Deutschland (64,8%; +26,6%) der Verkaufsschlager. Ein großer Fußbodenmarkt war auch die Schweiz mit 9,1%, allerdings sank dieser Anteil um 7,6% gegenüber dem Vorjahr.

Mit einem Anteil von 38,8% (-15,5%) war Deutschland das wichtigste Importland für Parkettböden gefolgt von China (14,4%; +11,8%), Polen (8,5%; +36,5%), Litauen (7,9%; -16,6%) und Kroatien (6,7%; +51,4%).

Lamellenholz: Dieses Produkt war 2017 sehr gefragt: Der Überschuss in der Außenhandelsbilanz machte 447 Mio. Euro (+6,1%) aus. Die Lieferungen ins Ausland nahmen dabei um 6,1% auf 473,9 Mio. Euro zu. Bei den Einfuhren gab es ebenfalls einen Anstieg um auf 26,9 Mio. Euro (+7,0%).

Außenhandelsbilanz Lamellenholz

Italien war mit 37,4% der Hauptabnehmer österreichischen Lamellenholzes, obwohl die Exporte in dieses Land um 11,9% zurückgingen. Deutschland (21,4%; +25,0%), Japan (9,9%; -0,2%) und die Schweiz (8,4%; +9,6%) folgten in der Rangliste. Auffällig waren die Exportzuwächse nach Frankreich (7,1%; +42,8%) und Spanien (5,7%; +53,6%).

Deutschland war im Jahr 2017 mit einem Anteil von 49,0% (+5,3%) der wichtigste Importmarkt. Mit 17,6% und einer enormen Steigerung von +1315,7% hat Tschechien das zweite Platz von Italien (5,0%), das einen Rückgang von 82,6% einstecken musste, eingenommen. Größere Importe gab es aus Russland (7,6%; +57,2%) und Slowenien (5,7%; +668,4%).

Aktivitäten 2017/2018

Vorsitzender des Berufsgruppenausschusses Bau ist KommR DI Helmuth Neuner.

Lobbying und Interessenpolitik

Die Haupttätigkeit der Berufsgruppe Bau ist der Einsatz für die Sicherstellung bzw. Verbesserung der Anwendung von Holz und Holzprodukten. Die Aktivitäten umfassen zielorientiertes Lobbying, aktive Mitwirkung an den Bauordnungen und Bautechnikverordnungen, Normenkoordination bei Holz einschlägigen als auch bei übergreifenden Themen, die Normung unterstützende Forschung, die CE–Kennzeichnung und die Nachhaltigkeit. In der Normung wird aktiv und koordinativ sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene mitgewirkt. Die Berufsgruppe war und ist unter anderem auch wieder in die Überarbeitung der OIB-Richtlinien eingebunden.

Forschung (Initiativen/Projekte)

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der initiierten Projekte der Berufsgruppe Bau im Jahr 2017:

Im Bereich Fenster wurde das Projekt zur „Erhöhung der Dauerhaftigkeit von Fensterecken durch konstruktive Maßnahmen“ (DauerFen) bei der Holzforschung Austria abgeschlossen. Ziel des Projektes war die Erforschung von Möglichkeiten der Reduktion chemischer Holzschutzmaßnahmen für Holzfenster, um ein ökologisch verträgliches, nachhaltiges und dauerhaftes Holzfenster zu erhalten.

Eine neue Initiative wird mit dem Projekt IASca „Untersuchungen der Raumluftqualität in Wohnhäusern“ gesetzt. Dieses soll Grundlagen zur wissenschaftlich fundierten Argumentation bei der Bewertung der Innenraumluft, um diese für zukünftige Normungsvorhaben/ Umweltzeichen mit ausreichender Datenbasis nutzen zu können.

Im Projekt Wood Comet 2015+ geht es um die Identifizierung und Quantifizierung von leichtflüchtigen organischen Verbindungen (VVOC wie z. B. Formaldehyd), welche aus verschiedenen Materialien emittieren. Um relevante Fragestellungen, wie Zeitverlauf, mögliche Einflussfaktoren sowie die Qualifizierung und Quantifizierung solcher VVOC rasch und effizient bewerten zu können, ist eine vergleichende Messmethodik notwendig, die diesen Anforderungen entsprechend rasch entgegenkommt.

Massivholzplatte

Eine der bei der Berufsgruppe Bau angesiedelten Plattformen ist die Initiative Massivholzplatte. Sie wurde als Zusammenschluss namhafter Erzeuger mehrschichtiger Massivholzplatten aus Deutschland, Italien und Österreich im Jahr 2003 gegründet. Ziel der Initiative ist die verstärkte Sensibilisierung der Verbraucher und Interessenten von Massivholzplatten über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Besonderes Augenmerk wird auf die Information von Architekten, ausschreibenden Stellen und Ausbildungsstätten gelegt, um diesen wichtigen Meinungsbildnern die neuesten Erkenntnisse und die Anwendungsmöglichkeiten darzustellen.
Das aktuelle Projekt „Anpassung von Anforderungswerten und charakteristischen Eigenschaften ein- und mehrlagiger Massivholzplatten (SWP)“, das gemeinsam mit dem Institut für Holztechnologie in Dresden umgesetzt wird, soll die Grundlage für neue Anforderungswerte (EN 13353) und charakteristische Werte (EN 12369-3) bieten, die auch die Massivholzplatte in der tragenden Verwendung stärken wird. Des Weiteren ist die Initiative in der Normung.


Informationssammlung zum Thema Bau