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Kompetenzbereich Arbeitsrecht / KV / Bildung

Fachverband Holzindustrie informiert zum Thema

Kollektivvertrag - Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen

Zur Kernaufgabe des Arbeitgeber-Ausschusses unter dem Vorsitz von Dr. Renatus Capek (Atomic) gehören die jährlich stattfindenden Kollektivvertragsverhandlungen, wo die Interessen der gesamten Holzindustrie auf Arbeitgeberseite vertreten werden. Ziel ist es, für die rund 25.000 Arbeitnehmer, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) und der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) ein, für beide Seiten vertretbares, Ergebnis zu erarbeiten. Dazu bedarf es einer repräsentativen Zusammensetzung des Verhandlungsteams. Die Leiter der Personalabteilungen sind generell als Praktiker aus den Unternehmen zur Teilnahme eingeladen.

Die diesjährige Frühjahrs- Kollektivvertragsrunde wurde am 20. März 2017 mit folgendem Ergebnis (Wirksamkeit: per 01. Mai 2017) abgeschlossen:

  • Erhöhung der Mindestlöhne um 1,7% und der Mindestgehälter um 1,7%.
  • Erhöhung der IST-Löhne um 1,6% sowie der IST-Gehälter um 1,6%, mindestens jedoch um 30,00 Euro.

Wesentliche materielle Forderungen der Arbeitnehmerseite wie insbesondere der arbeitsfreie 31. Dezember, ein erweiterter Anspruch auf Jubiläumsgeld, ein Rechtsanspruch auf den sogenannten „Papamonat“ sowie eine Art Biennium auch bei den Arbeitern konnten abgewehrt werden. Sozialpolitisch vertretbaren Forderungen wie die volle Anrechnung von Elternkarenzzeiten für dienstzeitabhängige Ansprüche sowie die Reisekostenerstattung bei Lehrlingen für den Berufsschulbesuch wurde im Gegenzug Rechnung getragen.

Arbeitsrecht

Die individuelle Auskunftserteilung an Mitgliedsbetriebe, insbesondere zu Kollektivvertragsthemen und Betriebsvereinbarungsmöglichkeiten mit Schwerpunkt Arbeitszeitthemen, aber auch zu allgemeinen Arbeitsrechtsfragen, wie beispielsweise Beendigungen, Mutterschutz oder Arbeitnehmerschutz, ist eine für die Mitglieder sichtbare und wichtige Serviceleistung. Daneben kommt der Möglichkeit, bei Gesetzesbegutachtungen Stellungnahmen aus betrieblicher Sicht abzugeben und damit die Betroffenen frühzeitig in anstehende Neuerungen miteinzubeziehen, eine wesentliche Bedeutung zu. Schließlich erhalten unsere Mitgliedsbetriebe rechtzeitig Informationen über einschlägige Neuerungen, möglichst begleitet mit hilfreichen adäquaten Zusatzauskünften.

Wesentliche Gesetzesänderungen/-neuerungen 2016/17:

  • Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz (LSD-BG) – kodifizierte Zusammenfassung in einem Gesetz mit Wirksamkeit ab 01. Jänner 2017

Neue Inhalte:

  • Schaffung von Regelungen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den Behörden und Stellen anderer Staaten, bessere Rechtsdurchsetzung
  • Erweiterung der Ausnahmetatbestände für den Anwendungsbereich des LSD-BG
  • Schaffung einer Auftraggeberhaftung im Baubereich

Mit einer Änderung des LSD-BG zur Vereinfachungen in der Transportbranche ist zu rechnen (derzeit in Begutachtung).

  • Maßnahmen betreffend Beschäftigung älterer Arbeitnehmer ab 55 Jahre (Bonus-Malus-System - tritt mit 01. Jänner 2018 in Kraft, wenn Zielwerte für Beschäftigung Älterer per 01. Juni 2017 nicht erreicht werden)
  • Familienzeitbonusgesetz / Neuerungen Kinderbetreuungsgeld - per 01. März 2017
  • Jugendausbildungsgesetz / Ausbildungspflichtgesetz- per 01. Juli 2016 bzw. 01. August 2018
  • Wiedereingliederungsteilzeitgesetz - per 01. Juli 2017
  • Verordnung über den Schutz vor elektromagnetischen Strahlen - per 01. August 2016
  • Änderung des Arbeitsverfassungsgesetzes:
    • Betriebsratsperiode wird auf fünf Jahre (bisher vier Jahre) ausgedehnt - per 01. Jänner 2017
    • Bildungsfreistellung für Betriebsräte wird um volle drei Tage vergrößert und beträgt somit drei Wochen plus drei Tage – per 01. Jänner 2017
  • Entfall des erhöhten Kündigungsschutzes für Neueinstellungen von älteren ArbeitnehmerInnen (ab 50 Jahre) per 01. Juli 2017

Bildung

Initiativen und Projekte im Bildungsbereich:

  • Adaptierung der Holztechnik-Ausbildungsordnung zur Kombinierbarkeit des Spezialmoduls Design und Konstruktion mit dem Hauptmodul Sägetechnik; Wirksamkeit voraussichtlich per 01. Juni 2017.
  • 2016 bereits zweiter Lehrgang zur Werkmeisterausbildung „Holztechnik-Produktion“ gestartet. Der nächste Lehrgang ist für 2018 vorgesehen (zwei-Jahres-Rhythmus).
  • Attraktivierung der neuen „Fachschule 4.0“ durch Entscheidung für Vertiefung in einem von vier Ausbildungsschwerpunkten inklusive Übertrittsmöglichkeit in HTL mit Matura.

Quelle: Branchenbericht der Österreichischen Holzindustrie 2016/2017

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