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Kompetenzbereich Umwelt und Energie

Fachverband Holzindustrie informiert zum Thema

Kompetenzbereich Umwelt & Energie

Unter dem Vorsitz von Ing. Mag. Martin Wurzl (Egger Holzindustrie) werden im Umweltausschuss vielzählige Themen- und Fragestellungen behandelt. Eine Zusammenfassung:

  • Ökostrom und Einspeisetarife

Im Zusammenhang mit den Einspeisetarifen bei Ökostromanlagen (u. a. aus fester Biomasse) zeigten sich bekanntlich zwei Problemstellungen (lange Wartezeit wegen „Unterdeckung des nötigen jährlichen Unterstützungsvolumens“ für rohstoffabhängige Anlagen und Nachfolgetarife nur für Anlagen gemäß § 8 Abs. 1 unter ausschließlicher Verwendung des Energieträgers feste Biomasse - Unterschied zu den Einspeisetarifen bei Neuanlagen).

Im Jänner 2016 fand unter Beiziehung externer Experten eine Abstimmungssitzung zur Positionierung des Fachverbandes der Holzindustrie statt. Es folgte eine Vorsprache im Kabinett des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) im Februar 2016 mit mehreren Firmenvertretern unter dem Vorsitz des stellvertretenden Fachverbandsobmanns Dr. Taurer und des Umweltsprechers Mag. Wurzl.

Hinsichtlich der Frage der Öffnung der Nachfolgetarife für "§ 8 (2) - Anlagen" erfolgte die Aufbereitung der durchschnittlichen Erzeugungskosten beim Einsatz der in Holzindustrie vorhandenen Sortimente (vor allem Rinde, Sägenebenprodukte) entsprechend den Kalkulationsvorschriften von § 17 Abs. 4 des ÖSG 2012 durch eine kurzfristig beauftragte Studie bei der Austrian Energy-Agency, welche die Notwendigkeiten und Szenarien für Ökostromanlagen der Holzindustrie nach Ablauf der Kontrahierungspflicht beleuchtet hat.

Diese Studie wurde Mitte März mit einem Forderungskatalog (u. a. Nachfolgetarif muss unmittelbar an die Kontrahierungspflicht anschließen. Wartezeiten sind dahingehend nicht akzeptabel) den Bundesministern VK Dr. Mitterlehner und DI Rupprechter übermittelt. Beide haben geantwortet und auf die Novelle verwiesen.

Anfang Juni wurde abermals an das Kabinett des BMWFW herangetreten (insbesondere zu den Verfallsfristen). Mitte Juni gab es ein weiteres Abstimmungsgespräch von Dr. Taurer und dem neuen Generalsekretär der Landwirtschaftskammer, DI Plank.

In der Folge etablierte sich eine neue Plattform mit Österreichs Energie, dem Biomasseverband, der IG Holzkraft und dem Fachverband der Holzindustrie. Ziel ist die Abstimmung der relativ nahen Positionen und ein mögliches gemeinsames Vorgehen.

  • Grünbuch Klima- und Energiestrategie

Anfang Juni wurde das Grünbuch für die österreichische Energie- und Klimastrategie veröffentlicht. Dieses wird von folgenden Ministerien gemeinsam proponiert: BMWFW, BMLFUW, BMVIT und BMASK. Im Rahmen des Konsultationsprozesses wurden die Fragen und Inhalte zu den wesentlichen Kapiteln intensiv behandelt. Der Fachverband hat seine Position im Rahmen der Wirtschaftskammer als auch wichtige Antworten in der Konsultation direkt eingebracht.

  • Öffentliche Konsultation - "Dialog Energiezukunft 2050"

Im September wurde die öffentliche Konsultation mit „Dialog Energiezukunft 2050“ vom Klima- und Energiefonds im Auftrag des BMVIT gestartet. Aufbauend auf der 2010 vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung publizierten Energieforschungsstrategie wurde eine aktualisierte und mehr-jährige Strategie für die künftige Forschungs- und Technologiepolitik Österreichs erarbeitet. Im Detail geht es um die Prioritäten der österreichischen Energieforschungs- und Technologiepolitik. Grundlage und Startpunkt für die Diskussion bildet ein Thesenpapier, in dem zentrale Herausforderungen und Handlungsansätze sowie zukünftige Schwerpunkte und Leitfragen formuliert sind.

Mit dem Thesenpapier wurde der Konsultationsprozess eingeleitet, an dessen Ende eine mittel- bis langfristig ausgerichtete Strategie zur zukünftigen Ausrichtung der Energieforschung in Österreich stehen soll. Der Fachverband hat seine Position im Rahmen der Wirtschaftskammer als auch wichtige Antworten in der Konsultation direkt eingebracht.

  • Recycling von Altholz in der Holzwerkstoffindustrie (Recyclingholz-Verordnung); Novelle

Ziel dieser Verordnung ist unter anderem die Förderung der Quellensortierung, der Aufbereitung und des Recyclings von geeignetem Altholz gemäß der Hierarchie in § 1 Abs. 2 des Abfallwirtschaftsgesetzes.

Mit der Novelle wird der Abfallhierarchie durch die Einführung eines Recyclinggebots für Holzabfälle Rechnung getragen. Die politischen Verhandlungen sind wegen der verschiedenen Interessen äußerst schwierig und zäh.

  • Forschungsprojekt „Erstellung und Evaluierung von Schadstoffprofilen von Recyclingholz mit Fokus auf PAK und Chlor“

Dieses Projekt verfolgt das Ziel der Etablierung von innovativen Methoden zur Bewertung von Schadstoffleitparametern für effizientere Altholzquellensortierung und zukünftige, optimierte Verwendung von geeigneten Stoffströmen an Altholz.

Es läuft seit 2014 bis in das Jahr 2017 und wird durch die FFG gefördert. Partner sind die Umweltbundesamt GmbH /Abt. Organische und Anorganische Analysen und die Forschungsgesellschaft Technischer Umweltschutz (FTU).

  • Wood COMET 2015+

Das Projekt verfolgt das Ziel der Identifizierung und Quantifizierung von leichtflüchtigen organischen Verbindungen (VVOC wie z. B. Formaldehyd), welche aus verschiedenen Materialien emittieren. Um relevante Fragestellungen, wie Zeitverlauf, mögliche Einflussfaktoren sowie die Qualifizierung und Quantifizierung solcher VVOC rasch und effizient bewerten zu können, sind vergleichende Messmethodik notwendig. Die Fragestellungen zur Bewertung der Innenraumluftqualität vor allem im Rahmen des gesteigerten Interesses von relevanten Entscheidungsträgern hinsichtlich gesetzlicher Fragestellungen in punkto Formaldehydfreisetzung sind wesentlich.

Wood COMET 2015+ läuft von 2015 bis 2018 und wird durch die FFG gefördert. Partner ist die Kompetenzzentrum Holz GmbH.

  • Weitere Themen

Dazu gehören unter anderem die Emissionen in Bezug auf die Innenraumluft. Hierzu gab es etwa einen Experten-Round-Table im Jänner 2016. Ebenso wurde das EU Emissions Trading System, das EU-Kreislaufwirtschaftspaket, die Novelle des Bundesabfallwirtschaftsplans, das EU-Paket „Clean Energy for all Europeans“ zur vollständigen Umsetzung der Klima- und Energiepolitik der EU bis 2030 und auch die Mitwirkung an der Fachausschuss-Sitzung Detailänderung Umweltzeichen Holz- und Holzwerkstoffe im Rahmen des Verein für Konsumenteninformation. Alle Umwelt- und Energiethemen sowie entsprechende Unterlagen werden umfassend kommuniziert. Es erfolgen auch viele Veranstaltungshinweise bzw. Teilnahmen an Veranstaltungen.

Quelle: Branchenbericht der Österreichischen Holzindustrie 2016/2017

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