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Kompetenzbereich Umwelt und Energie

Fachverband Holzindustrie informiert zum Thema

Ökostrom und Einspeisetarife

Im Zusammenhang mit den Einspeisetarifen bei Ökostromanlagen (u. a. aus fester Biomasse) zeigten sich bekanntlich zwei Problemstellungen. Aufgrund der langen Wartezeit und wegen der Unterdeckung des nötigen jährlichen Unterstützungsvolumens für rohstoffabhängige Anlagen ist dieses auf die nächsten Jahre ausgeschöpft. Des Weiteren sind gemäß Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2012 – ÖSET-VO 2012 § 13 die Nachfolgetarife nur für Anlagen gemäß § 8 Abs. 1 vorgesehen, die unter ausschließlicher Verwendung des Energieträgers feste Biomasse betrieben werden. Vielfältige Initiativen wurden gesetzt.

Im September fand ein Informationsaustausch mit Eli Widecki, Kabinett des Bundesministers für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, und Michael Fuchs, Abteilungsleiter für erneuerbare Energie, statt, wo mögliche Lösungen besprochen wurden.

Es gab darüber hinaus einen kleinen „Think Tank“ zum Thema „Rinde als wesentlicher Rohstoff zur energetischen Verwertung“.

Noch vor dem Jahreswechsel wurde ein Brief an FBM Elisabeth Köstinger vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) gesendet, worin auf die schwierige und kritische Situation in der Holzindustrie hingewiesen wurde.

Im März 2018 folgte eine Vorsprache bei Generalsekretär DI Plank, BMNT. Es wurden speziell die Ökostrom-Nachfolgetarife für bestimmte rohstoffabhängige Anlagen nach Ablauf der Kontrahierungspflicht angesprochen. Dabei wurde darauf verwiesen, dass einige Anlagen heuer und der Großteil im nächsten Jahr aus dem Regime herausfallen werden. Die Firmen brauchen Klarheit, wie es weitergehen wird. Es wurde auch auf Folgewirkungen, wie der Umstieg auf Gas, die Wärmeauskopplung für öffentliche Gebäude oder Gemeinden oder die thermische Nutzung von Altholz verwiesen. Das alles betrifft nicht nur die Holzindustrie, sondern auch andere Industriezweige. Demnach besteht die Notwendigkeit, kurzfristig ein Nachfolgeregime (samt finanzieller Bedeckung) zu definieren bzw. die Ökostrom-Einspeisetarifverordnung für Stromerzeugungsanlagen, die teilweise oder vollständig mit Einsatz des Energieträgers Abfälle mit hohem biogenem Anteil betrieben werden, zu öffnen.

EU-Luftpaket; Richtlinie Mittelgroße Feuerungsanlagen; Österreich: Feuerungsanlagen-Verordnung

Die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Begrenzung der Emissionen bestimmter Schadstoffe aus mittelgroßen Feuerungsanlagen in die Luft (MCPD) sah eine Umsetzung durch entsprechende Verwaltungsvorschriften bis zum 19. Dezember 2017 vor. Die Gespräche über die Emissionsgrenzwerte in Österreich wurden bereits vor dem Sommer 2017 gestartet. Zum technischen Entwurf des BMWFWs wurden Rückäußerungen oder Kommentare abgegeben.

Recycling von Altholz in der Holzwerkstoffindustrie (Recyclingholz-Verordnung); Novelle

Die Novelle wurde auf Basis der Gespräche des BMLFUW mit anderen Wirtschaftszweigen leicht angepasst. Die Auflistung der getrennt zu erfassenden Altholzfraktionen ergab sich auf Grund der einzelnen Rückmeldungen dazu. Es gab vielzählige Gespräche mit der zuständigen Sektion des BMLFUW und auch auf politischer Ebene. Zusätzlich wurden Gespräche mit den Abfallverbänden, dem Biomasseverband und dem Gemeindebund geführt. Des Weiteren wird aktiv im ÖWAV-Arbeitsausschuss "Altholzsortierung" mitgewirkt und Expertise eingebracht. Im März 2018 wurde vom BMNT zu einem Stakeholdertermin (Abschlusstermin) eingeladen, um nochmals alle an einen Tisch zu holen und den politischen Diskurs zu beenden.

NEC-Richtlinie; Reduktion der nationalen Emissionen bestimmter Luftschadstoffe; Inventur und Szenarien Holzindustrie

Die EU-Kommission hat Ende 2013 eine Nachfolgerichtlinie zur NEC-Richtlinie (National Emission Ceilings) vorgeschlagen, die letztlich Ende 2016 in Kraft getreten ist. Die Reduktionsverpflichtungen für den Zeitraum 2020-2029 sind mit denen des novellierten Göteborg-Protokolls identisch, für Emissionen ab dem Jahr 2030 sind deutlich größere Reduktionen vorgesehen. Um diese Verpflichtungen zu erreichen, bedarf es neben Maßnahmen im Verkehrssektor vor allem einer erfolgreichen Energiewende und einer Minderung der Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft.

Wie Berechnungen des Umweltbundesamtes nach dem WEM (with existing measures – mit bestehenden Maßnahmen) gezeigt haben, rechnet man in den für die Industrie relevanten Bereichen NOx und Staub mit einer positiven Entwicklung allein durch die bereits vorgesehenen Maßnahmen. Dabei werden sich aber Verschiebungen zwischen den einzelnen Branchen ergeben.

So zeigten Gespräche mit Vertretern des Umweltbundesamtes, dass Veränderungen der Anteile der Emissionen aus der Holzindustrie erwartet werden (speziell Feinstaub und NOx). Zwischenzeitliche, tiefergehende Analysen zeigen, dass dies auch an einer zugrunde gelegten Fortschreibung der Werte aus Erhebungen von 2003 und 2007 liegen dürfte, die seither nicht mehr aktualisiert wurden.

Das Institut für Industrielle Ökologie (Univ. Doz. Dr. Andreas Windsperger), welches die damaligen Studien durchgeführt bzw. an diesen mitgewirkt hat, wurde mit einer Erhebung der aktuellen Situation der Emission und der Ausarbeitung von Emissionsfaktoren beauftragt. Damit sollen die aktuelle Emissionssituation der Holzindustrie in der Inventur korrekt dargestellt und diese Emissionsfaktoren als Grundlage für die zukünftigen Erhebungen und für Prognoserechnungen verwendet werden.

Forschungsprojekt „Erstellung und Evaluierung von Schadstoffprofilen von Recyclingholz mit Fokus auf PAK und Chlor“

Ziel des dreijährigen Forschungsprojektes war die Durchführung einer Quellenanalyse für PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und Chlor sowie die Bewertung der Eignung dieser Leitparameter zur Identifizierung von unerwünschten Bestandteilen im Recyclingholz für die Holzwerkstoffindustrie und als verbindliche Grenzwerte in der Recyclingholzverordnung.

Im Sinne der Kreislaufwirtschaft ist die Holzwerkstoffindustrie maßgeblich daran beteiligt, qualitativ geeignete Altholzfraktionen der stofflichen Nutzung zuzuführen und damit dem Recyclinggebot zu folgen. Hierfür ist es wesentlich, die für das Recycling geeigneten Holzfraktionen am Anfallsort getrennt zu erfassen (vgl. BAWP 2017), was in der Praxis noch nicht ausreichend umgesetzt wird. Partner waren die Umweltbundesamt GmbH /Abteilung Organische und Anorganische Analysen sowie die Forschungsgesellschaft Technischer Umweltschutz (FTU). Das Projekt ist abgeschlossen.

Wood COMET 2015+

Das Projekt verfolgt das Ziel der Identifizierung und Quantifizierung von leichtflüchtigen organischen Verbindungen (VVOC wie z. B. Formaldehyd), welche aus verschiedenen Materialien emittieren. Um relevante Fragestellungen, wie Zeitverlauf, mögliche Einflussfaktoren sowie die Qualifizierung und Quantifizierung solcher VVOC rasch und effizient bewerten zu können, ist vergleichende Messmethodik notwendig. Die Fragestellungen zur Bewertung der Innenraumluftqualität, vor allem im Rahmen des gestiegenen Interesses von relevanten Entscheidungsträgern hinsichtlich gesetzlicher Fragestellungen in punkto Formaldehydfreisetzung, sind wesentlich.

Aktuelle Themen waren Untersuchungen der Formaldehydemissionen bei unterschiedlichen Luftwechselraten und Prüfbedingungen gemäß EN 717-1/CEN/TS 16516 aus Massivholzplatten (Dreischichtplatten) sowie Versuche zur VOC-Emission aus OSB in den Emissionsprüfkammern.

Wood COMET 2015+ läuft von 2015 bis 2018 und wird durch die FFG gefördert. Partner ist die Kompetenzzentrum Holz GmbH. 

Weitere Themen

Weitere Themen waren: Die Emissionen in Bezug auf die Innenraumluft, das EU Emissions Trading System, das EU-Kreislaufwirtschaftspaket, die Novelle des Bundesabfallwirtschaftsplans, das EU-Paket „Clean Energy for all Europeans“, die Normung zu Energieholz, das EcoLabel „EU Umweltzeichen“ und „Green Public Procurement“, die EPA Rule Amendment „Labeling Relief for Formaldehyde“, die Broschüre „Umweltberatung“, das Umweltzeichen „Holz- und Holzwerkstoffe“ und der ÖWAV-Arbeitsausschüsse „Betriebliche Abwasser- und Abfallwirtschaft“ und "Löschwasser" sowie der ÖWAV- Arbeitsbehelf "Verwertung von unbehandelten Holzabfällen". Es erfolgten auch viele Veranstaltungshinweise bzw. Teilnahmen an Veranstaltungen sowie die Mitwirkung im FHP Arbeitskreis Energie.


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