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Platte

Marktsituation mit leichtem Plus und positivem Ausblick

Marktsituation unverändert auf hohem Niveau bei anhaltend positivem Trend

Das vergangene Geschäftsjahr wurde mit einem überaus erfreulichen Ergebnis abgeschlossen. Bei voller Auslastung der Produktionskapazitäten konnten anhaltend hohe Produktionszahlen und ein Umsatzplus verzeichnet werden. Beflügelt von der lebhaften internationalen Konjunktur ist es wieder gelungen, ein leichtes Absatzplus am heimischen Markt und auch im Ausland zu erwirtschaften. Und erfreulicherweise zeichnet sich auch für die nähere Zukunft eine Fortsetzung dieses Trends ab. Die Konjunkturprognose für 2018 lässt jedenfalls auch in der ersten Jahreshälfte ein ähnlich hohes Expansionstempo erwarten wie im Vorjahr. Diese Aussichten stimmen durchaus optimistisch und lassen die Konsumausgaben, gestützt auch durch sinkende Arbeitslosigkeit und zunehmende Einkommen, weiterhin robust entwickeln. Daneben fördert die gute Entwicklung des internationalen Wirtschaftsumfelds eine weitere Ausweitung der Exporte in der Branche.

Was an Unsicherheitsfaktoren bleibt, ist innereuropäisch Großbritanniens bevorstehender Brexit mit ungewissen wirtschaftlichen Auswirkungen. Diese sind derzeit noch nicht wirklich spürbar, aber langfristig ist wohl mit negativen Folgen zu rechnen. Außereuropäisch sind die kriegerischen Auseinandersetzungen speziell im Nahen Osten, ohne absehbares Ende und Lösungen, sowie die aktuellen Entwicklungen in den USA als unsichere Faktoren zu nennen. So besteht das Risiko einer Konjunkturabschwächung, weil die optimalen Rahmenbedingungen nicht weiter zu halten sein werden. Und auch die Drohung mit Zöllen und damit die Möglichkeit eines Handelsstreits belasten das Vertrauen in den Handelspartner USA.

Ungeachtet dieser innerstaatlich unbeeinflussbaren Faktoren gelingt es der Plattenindustrie mit viel Erfolg, durch strategisch richtiges und rasches Handeln die sich bietenden Chancen, wie insbesondere eine rege Bautätigkeit in ganz Europa, als Treiber für die Branche optimal zu nutzen.

Absatzmärkte

Die heimische Plattenindustrie ist ein internationaler Player und agiert überwiegend weltweit, was sich in einer Exportquote von rund 80% niederschlägt und die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Standorte widerspiegelt.

Der Außenhandelsüberschuss beträgt rund 700 Mio. Euro. Die Hauptabsatzmärkte liegen in Europa, allen voran Deutschland, gefolgt von Italien und Tschechien.

An der Spitze der außereuropäischen Märkte sind vor allem die USA, Kanada und Chile, im asiatischen Raum Japan und Taiwan sowie China zu nennen. 

Wichtiger Arbeitgeber mit sicherem Standort Österreich

Die heimische Plattenindustrie ist stark geprägt von ihrer familiären Eigentümerstruktur. Damit eng verbunden ist die Absicherung des Standortes Österreich, was von den Arbeitnehmern als Sicherheit ihres Arbeitsplatzes geschätzt wird. Innerösterreichische Erweiterungsinvestitionen sind kein Thema, wohl aber sind Effizienzsteigerungsmaßnahmen und Innovationen ein permanentes Muss zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung und Absicherung des Standortes. Schließlich stehen die heimischen Unternehmen mit ihrer nunmehr bereits weltweiten Ausrichtung der Standorte in ganz Europa und Übersee innerhalb der Unternehmensgruppen im Wettbewerb.

Die Wichtigkeit als Arbeitgeber ergibt sich auch aus der Lage der Unternehmensstandorte abseits von urbanen Zentren in eher strukturschwachen Regionen. Zudem stehen hochqualifizierten Arbeitnehmern hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung. Lehrlinge finden für eine spätere Facharbeiterkarriere im Unternehmen exzellente Bedingungen vor. Arbeitsplatzsicherheit sowie hohe Qualitätsmaßstäbe für eine anspruchsvolle Ausbildung und Weiterbildung der Stammfachkräfte am Arbeitsplatz sind ein Erfolgsfaktor der Branche.

All das macht die österreichische Span-, MDF- und Faserplattenindustrie für ihre etwa 3.000 direkt Beschäftigten zu einem attraktiven Arbeitgeber mit Potential für Weiterentwicklung im Unternehmen. Wechselseitig profitieren Arbeitnehmer und Unternehmen von diesen Rahmenbedingungen.

Die Plattenindustrie weiß um die Notwendigkeit permanenter Weiterentwicklung und setzt verstärkt auf Innovation und Bildung. So gibt es verschiedenste Kooperationen mit universitären Einrichtungen und Forschungsinstitutionen sowie bestmögliche duale Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb der Betriebe.

Was den Industriestandort Österreich betrifft, so besteht die Erwartungshaltung an die Politik, die Rahmenbedingungen industrie- und arbeitgeberfreundlicher zu gestalten und entsprechende Ankündigungen im Vorfeld und im Regierungsprogramm auch umzusetzen, zum Beispiel die versprochene Arbeitszeitflexibilisierung und weitere Deregulierung. Aber auch Maßnahmen die Bildung betreffend zur Sicherung der Fachkräfte haben höchste Priorität und sind von immenser Auswirkung im Wettbewerb um die raren besten Köpfe. 

Grundvoraussetzung Rohstoffversorgung

Die aktuelle Rohstoffversorgung der Plattenindustrie ist in praktisch allen Frischholzsortimenten gesichert und zufriedenstellend. Teilweise gibt es regionale Unterschiede im Versorgungsgrad, witterungsbedingt oder durch Kalamitäten hervorgerufen. Bedingung für den Erhalt der Standorte und damit auch von Arbeitsplätzen ist eine kontinuierlich hohe Rohstoffversorgung zur Kapazitätsauslastung. Das Thema der gesicherten und kontinuierlichen Rohstoffversorgung steht somit immer im Fokus der Branche. Erst die ausreichende Rohstoffversorgung sichert einen nachhaltigen Erfolg der Plattenindustrie. Anstrengungen in die Holzmobilisierung sind ein Dauerauftrag, ein steter Austausch mit den Lieferanten zur Beziehungspflege ein Muss. In diesem Zusammenwirken von Forstwirtschaft und Plattenindustrie entsteht eine win-win-Situation, in der sich die Plattenindustrie als zuverlässiger Abnahmepartner der Forstwirtschaft erweist.

Mit der zusätzlichen Verwertung von Recyclingholz leistet die Branche einen wertvollen ökologischen Beitrag durch bestmögliche Weiterverwertung von Altholz im Rahmen einer wertschöpfenden Kaskadennutzung. 

Ausblick und Herausforderungen

Das einzig Beständige ist die Veränderung! Unter diesem Motto gibt es keinen Stillstand.

Die Digitalisierung schreitet voran und macht Innovationen bei Technologien, Produkten und Prozessen sowie in der (Aus)Bildung unumgänglich, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Das bedingt eine weitere Intensivierung von Kooperationen mit Wissenschaft und Forschung, bisweilen auch Lobbying in Richtung Entscheidungsträger mit dem Auftrag zur Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen.

Zu erwartende rechtliche Vorgaben, innerstaatlich oder von EU-Seite, gilt es möglichst im Vorfeld in eine wirtschaftlich vertretbare Richtung zu lenken zum Nutzen aller.