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Platte

Marktsituation mit leichtem Plus und positivem Ausblick

Das vergangene Jahr war ein positives Geschäftsjahr mit einer Produktionssteigerung und einem damit einhergehenden leichten Absatzplus im In- und Ausland. Für die nähere Zukunft gibt es bereits jetzt verlässliche positive Vorzeichen. Die Konjunkturprognosen stimmen durchaus optimistisch, was die Kauflaune beflügelt und konsumfördernd wirkt. Eine Belebung der Binnennachfrage, aber auch ein Anziehen des Auslandsabsatzes ist spürbar.

Daneben gibt es natürlich weiterhin Unsicherheitsfaktoren, so die politisch ungewisse Situation innerhalb den USA, den Brexit, Kriegswirren in vielen Regionen. All das steht außerhalb der heimischen Einflusssphäre, das rasche Reagieren auf sich ändernde Marktgegebenheiten war und ist eine erfolgreiche Strategie der Plattenindustrie. 

Exportmärkte

Der Exportanteil der überwiegend weltweit agierenden heimischen Plattenhersteller beläuft sich auf über 80% bei einem Außenhandelsüberschuss von rund 750 Mio. Euro. Die Hauptabsatzmärkte liegen in Europa, allen voran Deutschland. An der Spitze der außereuropäischen Märkte sind vor allem die USA und Kanada sowie Mexiko, Chile und im asiatischen Raum China und Japan zu nennen.

Auf europäischer Ebene wurde - auch unter Beteiligung der österreichischen Plattenproduzenten - eine „Initiative Afrika“ ins Leben gerufen mit der Zielsetzung, eine Kooperation mit den afrikanischen Ländern im Bereich der Plattenindustrie aufzubauen und damit neue Partnermärkte als Zukunftspotential zu erschließen. 

Standort Österreich

Der Standort Österreich ergibt sich aus dem familiären Hintergrund der Eigentümer der heimischen Plattenindustrie, was insgesamt typisch ist für beinahe die gesamte Holzindustrie. Dieser Umstand wirkt sich positiv zugunsten einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung und Standortsicherung in Österreich aus. Durch die internationale Ausrichtung der Branche (über 40 Standorte in ganz Europa) ist der Standortwettbewerb innerhalb der Unternehmensgruppen sehr transparent. 

Die Niederlassungen in meist strukturschwachen Regionen des Landes tragen dazu bei, dass die österreichische Span-, MDF-, und Faserplattenindustrie mit ihren rund 3.000 direkt Beschäftigten für ihre Mitarbeiter ein verlässlicher Arbeitgeber ist und hohe Arbeitsplatzsicherheit bietet.  

Schließlich sind auf der Habenseite auch die hierzulande gut ausgebildeten, hoch spezialisierten und motivierten Fachkräfte sowie Kooperationen der Industrie mit Universitäten beziehungsweise Forschungseinrichtungen zu nennen.

In dem Zusammenhang wird noch auf den wichtigen Beitrag der österreichischen Plattenindustrie in die Zukunft der Jugend mit der erfolgreichen dualen Lehrlingsausbildung als standortrelevantes Spezifikum verwiesen. 

Eine kritische Bemerkung zum Standort Österreich sei gestattet: Die Branche hat mit zahlreichen bürokratischen Hürden und bis vor Kurzem mit einem generell eher industriekritischen Klima zu kämpfen. Bei Letzterem ist allerdings festzustellen, dass es innerstaatlich inzwischen vermehrt Anstrengungen, beispielsweise Investitionsprogramme und Bürokratieabbaumaßnahmen, von Seiten der Politik gibt, die eine Änderung in Richtung „pro Industrie“ forcieren. 

Herausforderung Rohstoffversorgung

Zur Absicherung der österreichischen Standorte und der damit verbundenen Arbeitsplätze steht das Thema der gesicherten Rohstoffversorgung im Fokus. Eine langfristige und kontinuierliche Rohstoffversorgung mit Holz ist Voraussetzung für einen nachhaltigen Erfolg der Plattenindustrie, wie natürlich der gesamten Holzindustrie. Die Holzmobilisierung ist daher ein zentrales Anliegen, ein Schlüssel dazu ist der ständige Austausch mit den

Lieferanten als vertrauensfördernde Maßnahme und Beziehungspflege. Damit erweist sich die Plattenindustrie auch als Garant für einen zuverlässigen Abnahmepartner der Forstwirtschaft.

Nicht zu vergessen in diesem Konnex der Rohstoffversorgung ist auch die zunehmende Bedeutung von Recyclingholz. Im Sinne einer bestmöglichen Verwertung und Wertschöpfung des Rohstoffs bekennt sich die österreichische Plattenindustrie ausdrücklich zur kaskadischen Nutzung sowie zu einer Zusammenarbeit aller Beteiligten innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette.  

Zukunftsaufgaben

Die Weiterentwicklung auf allen Ebenen ist nicht aufzuhalten. Innovationen bei Produkten und Prozessen sind notwendig, um sich als Global Player behaupten zu können. Eine Intensivierung der bereits bestehenden Zusammenarbeit mit diversen wissenschaftlichen Partnern, wie etwa Universitäten im In- und Ausland, sowie der Holzforschung Austria, ist unerlässlich. Herausfordernd sind auch die überbordende Bürokratie und zunehmend industriekritische Regelungen, dem man sich mit ganzer Kraft entgegen stellen muss.


Quelle: Branchenbericht der Österreichischen Holzindustrie 2016/2017 

Kontakt:

Mag. Monika Podlesnig
Tel.: +43 1 712 26 01 - 20
office@platte.at