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Säge

Nadelsägerundholz – Import gestiegen 

Im Gesamtjahr 2015 sind rund 5,1 Mio. fm Nadelsägerundholz nach Österreich importiert worden (2014: rund 4,6 Mio. fm). Die Lieferungen aus dem größten Importland Tschechien nahmen um 2,4% zu (rund 1,9 Mio. fm); jene aus Deutschland stiegen sogar um 81,7% auf 1,6 Mio. fm (2014: 0,9 Mio. fm). Die Importe aus Slowenien stiegen ebenso durch die hohen Kalamitätshölzer um 6,2% auf 846.586 fm.

Der Importanteil von Nadelsägerundholz liegt für Tschechien bei 37%, für Deutschland bei 32%, für Slowenien bei 16%, für die Slowakei bei 5%, für die Schweiz bei 3% und für Italien bei 4%. Diese Nachbarländer decken nahezu die Importe zur Gänze ab. Der hohe Importanteil ergibt sich aber auch durch den natürlichen Einzugsradius eines Sägewerkes bis zu 150 km.

Leider sind Ende des ersten Quartals 2016 witterungsbedingt viele Abfuhrmöglichkeiten gesperrt worden. Daher kam es immer wieder kurzfristig zu Engpässen. Wichtig für die Sägeindustrie ist die Verfügbarkeit von Frischholz, um die anspruchsvolleren Schnittholzkunden bedienen zu können. Inländisches Holz hat höchste Priorität. Wichtig ist die kontinuierliche und planbare Versorgung über das ganze Jahr mit allen Sortimenten.  

Gute Nachfrage nach Schnittholz

In Österreich hält die träge, aber doch kontinuierliche Aufwärtstendenz, der Konjunktur bislang an. Dementsprechend sieht die Sägeindustrie der ersten Hälfte 2016 durchaus optimistisch entgegen. Für das erste Halbjahr 2016 erwartet man das nahezu gleiche Produktionsniveau des Vorjahres.

Heimische Sägeindustrie agiert weltweit an vorderster Stelle 

Die österreichische Sägeindustrie ist ein großer und sehr erfolgreicher Industriebereich mit über 1.000 aktiven Betrieben, bei denen annähernd 10.000 Arbeitnehmer beschäftigt sind. Rund 80% der in Österreich manipulierten festen Biomasse Holz läuft über die Sägeindustrie. Die Exportquote liegt bei knapp 60% der gesamten Produktion. Österreich ist sowohl in der Produktion als auch im Export  unter den Top 7 der Welt in absoluten Zahlen. Relativ bezogen auf die Fläche des Landes Top 1.  

Die österreichische Sägeindustrie ist fast ausschließlich klein- und mittelbetrieblich strukturiert und ein sehr wichtiger Faktor für die Außenhandelsbilanz Österreichs. Die größten acht Betriebe liefern rund 50%, die 40 Größten 90% der Gesamtproduktion.  

Nadelschnittholz 

Rund 60% der heimischen Schnittholzproduktion gehen in den Export, deswegen kommt der Entwicklung der Weltmärkte eine besondere Bedeutung zu. Der Nadelschnittholz–Export (NSH) betrug 2015 rund 5,04 Mio. m³ und steigerte sich somit um rund 3% (2014: 4,88 Mio. m³). Der Exportwert stieg ebenso um 3% auf rund 1.03 Mrd. Euro nur im Schnittholzbereich.  

Den schwachen Konjunkturaussichten zum Trotz entwickelten sich einige Exportmärkte auch 2015 gut - der Hauptmarkt Italien lief allerdings weiter schleppend. Nach sieben mageren Jahren war 2014/2015 erstmals ein leichtes Plus von knapp 1% erkennbar. In absoluten (vorläufigen) Zahlen sind das immerhin 2,4 Mio. m³, das entspricht mehr als 50% des gesamten Exports. 2015 verzeichnete man beim Nadelschnittholzexport einen kleinen Rückgang auf 2,38 Mio. m³, der aber durch den immer höheren Vorfertigungsgrad von komplexen Wand- und Deckenelementen (Brettsperrholz) kompensiert werden konnte.  

Der Exportanstieg von rund 8% nach Deutschland auf 740.780 m³ (2014: 684.431 m³) war enorm und ist auf die starke Kaufkraft und den Wohnungsmangel zurückzuführen. Holz bietet hier ideale Lösungen auf höchstem Niveau und hohen Vorfertigungsgrad, vom Einfamilienhaus bis hin zum mehrgeschossigen Wohnbau im urbanen Bereich an. Insgesamt legte der Absatz auf den restlichen europäischen Märkten auch zu.

Das Exportvolumen in die Levante bewegt sich nach wie vor auf stabilem Niveau, und konnte 2015 um rund 6% auf 890.207 m³ 2015 (2014: 841.033 m³) zulegen 

Laubschnittholz

Die Produktion der Laubholzsägewerke sank nach einem leichten Rückgang 2014 (149.000 m³) auch 2015 weiter auf 136.000 m³. Die Exporte von Laubschnittholz nahmen 2015 um 3% ab, insgesamt gingen über 123.000 m³ über Österreichs Grenzen ins Ausland. Das entspricht einem Wert von über 74 Mio. Euro (2014: 70,7 Mio. Euro). Die Nachfrage nach Eichenschnittholz ist in den letzten Jahren exorbitant gestiegen, leider ist die Rundholzversorgung in dieser Holzart in Mitteleuropa schlecht. Die Sägeindustrie ist aber mit der steigenden Nachfrage aller Hauptlaubholzarten im ersten Halbjahr 2016 zufrieden. Bahnschwellen werden aufgrund ihrer besseren Eigenschaften als Betonschwellen nachgefragt, hier gestalten sich aber die Verhandlungen mit den Monopolisten im Schienenverkehr sehr schwierig. Gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen helfen, diesen Bereich wieder zu beleben.


Quelle: Branchenbericht der Österreichischen Holzindustrie 2015/2016 


Informationssammlung zum Thema Säge

Kontakt:
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