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Österreichische Skiindustrie

Schneearmer Winter versus Schneesicherheit dank flächendeckender Beschneiung

Der „natürliche“ Winter war in Europa inklusive Skandinavien zum wiederholten Male überdurchschnittlich warm und schneearm. Die Wettersituation in den USA war zweigeteilt: sehr gute Schneeverhältnisse gab es im Westen / Rockies, jedoch keine Spur von Winter im Osten. Japan spricht gar von einem Katastrophenwinter. Davon betroffen sind besonders Segmente wie Tour oder Langlauf.  

Die vom Skisport getragenen Wirtschaftsbranchen haben auf diese klimatischen Gegebenheiten und Entwicklungen entsprechend reagiert; große Anstrengungen wurden unternommen sowie hohe Investitionen in die künstliche Beschneiung getätigt, um in Skigebieten dennoch optimale Pistenverhältnisse zu schaffen, wovon die Skibranche beim Absatz der Alpin-Produkte profitiert. Nichts desto trotz ist die Skiindustrie für die Saison 2016/17 stark gefordert, wobei eine früh startende schneereiche Saison unbedingt notwendig wäre.   

Ein positiver Trend ist in China zu verzeichnen. Dieser Markt gilt als Zukunftshoffnung auch im Hinblick auf Olympia 2022 in Peking. Das Projekt „Network Winter China“, an dem sich insgesamt zehn Branchenführer unter Federführung der österreichischen Skiindustrie branchenübergreifend beteiligen, geht voran.  

Der Megatrend „shared economy“ ist auch in der Skibranche längst angekommen. Die Möglichkeit zum Verleih wird in den Stationen immer weiter ausgebaut und vereinfacht. Dieser Trend drückt natürlich auf die Verkaufsmenge, ist jedoch von Seiten der Skiindustrie nicht aufzuhalten.  

Weiterhin positiv entwickelt sich der Markt im Tourenbereich. Dieser Sektor sorgt jetzt für einen Innovationsschub im gesamten Ski und Schuhbereich. Während die Rolle eines Innovationstreibers bis etwa 1990 der Rennlauf inne hatte, dieser um das Jahr 2000 von der Entwicklung des Snowboards und damit verbunden des Carving-Skis abgelöst wurde, ist es jetzt der Tourenbereich, aus dem sich die entscheidenden Innovationen für die kommenden Jahre entwickeln. Profitieren können zukünftig alle Skifahrer von diesen Innovationen im Touren-Bereich  

Bei Ski und Bindung wird bei allen Modellen intensiv an der Leichtigkeit des Materials und damit einer möglichst großen Gewichtsreduktion gearbeitet.

Bei den Schuhen geht es zusätzlich darum, mit neuen Technologien eine immer bessere Gehbarkeit zu erzielen sowie generell um Komfortverbesserung. Bei Skischuhen hat sich das Thema der individuellen Anpassung durchgängig etabliert. Dadurch bietet sich für den Konsumenten die Möglichkeit, seine „Problemstellen“ zu neutralisieren und damit wird uneingeschränkter Fahrspaß sichergestellt.

Der Sportfachhandel kann durch das Thema Anpassung von Skischuhen seine Kompetenz zum Ausdruck bringen; es bietet sich die Möglichkeit zur Spezialisierung und Differenzierung.  

Erfreulich ist, dass der Trend zum Skisport unvermindert anhält. Sowohl die Ausrüstung mit den vielen Innovationen aus österreichischer Produktion, aber auch die moderne Infrastruktur in den Skigebieten ist nach wie vor zukunftsweisend. 

Internationale Marken mit hoher Exportquote

Es gibt nur wenige Markenprodukte aus Österreich mit einem weltweit derartig großen Bekanntheitsgrad wie Atomic, Blizzard, Fischer und Head; dies gilt auch für die Exportquote von mehr als 80%.

Die Investitionen und Innovationen der österreichischen Skiindustrie - auch in den Bereichen Schischuh, Bindung, Bekleidung etc. - sind ausschlaggebend dafür, dass Österreich in den wichtigen Kernmärkten als  d i e  Skination und Wintersportland wahrgenommen wird. Den österreichischen Skimarken kommt damit eine wichtige Rolle als Botschafter Österreichischer Wintersportkompetenz zu.

Die Markt- und Wettbewerbssituation, der die weltweit tätige Skiindustrie ausgesetzt ist, macht ein laufendes Überdenken der Kostenstrukturen unumgänglich. Durch die zunehmende Produktsegmentierung - zum Beispiel durch die Zielgruppen Tour, Freeride oder Women – müssen ständig neue Investitionen einkalkuliert werden; eine kritische Überprüfung des großen finanziellen Engagements im Rennsport sei daher gestattet.  

Aktionen zur Nachwuchsförderung

Eines der wichtigen Anliegen der österreichischen Skiindustrie, im Verbund mit dem Netzwerk Winter, ist die Förderung des Ski-Nachwuchses. Schulskikurse übernehmen dabei eine wesentliche Rolle, damit Österreich auch in Zukunft das Ski-Land Nummer eins bleibt und Kinder als spätere potentielle Kunden den Zugang zum Skisport schon früh vermittelt bekommen. Die Skiindustrie steht auch weiterhin bei jeglichen Aktionen zur Nachwuchsförderung unterstützend zur Verfügung.  

Netzwerk Winter - gemeinsam in die Zukunft investieren

Die intensive Vernetzung der Wintersportinteressen in Österreich ist ein wichtiges Anliegen der Skifirmen. Die von der österreichischen Skiindustrie schon bisher geleisteten wesentlichen Beiträge sollen auch in Zukunft im Fokus stehen. Gemeinsam mit den wichtigen Partnern des Tourismus und der Seilbahnwirtschaft, den Ministerien und der Politik kann viel zum Vorteil aller bewegt werden. Aufgrund der enormen Bedeutung des Wintersportgeschäfts für die österreichische Volkswirtschaft sind alle beteiligten Branchen bereit, in die Zukunft zu investieren und gemeinsame Ziele zu verfolgen. 

Große Erwartungen an China im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2022

Der Masterplan der chinesischen Regierung, im Rahmen der Vorbereitungen für die Olympiade 2022, Schnee und Eissportarten in der Chinesischen Bevölkerungen zu etablieren, bietet große Potentiale für die heimische Skiindustrie. Als Schwerpunktinitiativen seitens der österreichischen Skiindustrie wurden die Etablierung eines chinesischen Skilehrwesens nach österreichischem Standard sowie die gezielte Förderung des Rennlaufs (Alpin und Nordisch) als mediale Plattform, im Idealfall in Kooperation mit dem ÖSV, definiert. In Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich sollen die Chinesen die österreichische Skikultur kennen und lieben lernen. Ziel ist es, „ein ganzes Snow How Paket“ aus Österreich zu verkaufen - da geht es um Hardware genauso wie um Dienstleistungen.

Weltmarktvolumen 

Alpin-Ski 3 Mio.
Alpin Bindungen  3 Mio.    
Alpinschuhe 3,3 Mio.    
Langlaufski   1,6 Mio.
Langlaufschuhe    1,6 Mio.
Snowboard 0,8 Mio. 

Alpin-Ski in

Europa  2 Mio.
Asien/Pazifik 0,3 Mio.
Nordamerika 0,7 Mio. 


Quelle:
Branchenbericht der Österreichischen Holzindustrie 2015/2016 

Kontakt:

Mag. Monika Podlesnig
Tel.: +43 1 712 26 01 – 20
podlesnig@holzindustrie.at

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