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Österreichische Skiindustrie

Skisport in Zeiten geänderter klimatischer Verhältnisse 

Die Winter der vergangenen Jahre haben sich verändert - wiederholte Male sind sie überdurchschnittlich warm und schneearm ausgefallen. Diese Saison war zwar deutlich besser, aber mit vier bis sechs Wochen Winter, wie zum Beispiel im nördlichen Alpenraum, zu kurz um euphorisch auszufallen. Hohe Temperaturen im März haben den Winter viel zu früh zunichte gemacht.

Grundvoraussetzung für den Skisport ist und bleibt Schnee. Die vom Skisport getragenen Wirtschaftsbranchen haben auf diese Gegebenheiten und Entwicklungen durch den massiven Ausbau von Beschneiungsanlagen reagiert, um in Skigebieten niederschlagsunabhängig kontinuierlich optimale Pistenverhältnisse zu schaffen, wovon die Skibranche beim Absatz der Alpin-Produkte profitiert.  

Natürlich sind in der Skiindustrie die drei Megatrends dieser Zeit angekommen: Convenience, Shared Economy und Customization. 

„Convenience“ bietet dem Kunden umfassend bequemen Komfort und bezieht sich auf Ski, Skischuh und Bindung gleichermaßen. Fortschreitende Gewichtsreduktion beim Material für Ski und Bindung, sowie eine bessere „Walkability“ beim Schuh durch entriegelbare Manschetten bewirken eine merkliche Komfortsteigerung. Bindungen der neuen Generation schließen jegliche Hemmnisse aus und nehmen sowohl die Alpinnorm als auch die neuen gehbaren Sohlenformen auf. 

Der Megatrend „Shared Economy“ ist in der Skibranche nicht mehr wegzudenken. Bereits rund 60% des Verkaufs an den Sportfachhandel in Österreich gehen in den Verleihsektor, wobei nicht abzusehen ist, wie rasant diese Entwicklung voranschreitet. An einer Steigerung des Potentials durch Vereinfachungen im Verleih wird gearbeitet. Österreich ist im Verleihgeschäft wieder einmal Vorreiter, was den Qualitätsanspruch betrifft. Durch unkomplizierte Leihmöglichkeit und bestes Equipment bleibt der Skisport für eine breite Masse „erreichbar“ und auch für „Wenigskifahrer“ eine Option. Unter diesem Blickwinkel ist die Shared Economy-Entwicklung, auch wenn sie auf die Verkaufsmenge drückt, letztendlich als unaufhaltsames Faktum positiv zu sehen.  

„Customization“ hat sich inzwischen in der Skiindustrie, vor allem beim Skischuh, durchgängig etabliert. Scannersysteme unterstützen bei der Vorauswahl, Anpassungstools kommen in weiterer Folge beim Innenschuh zum Einsatz und ermöglichen einen maßgeschneiderten Skischuh. Selbst die individuelle Gestaltung der Ski-Oberflächen ist inzwischen möglich. 

Sportfachhandel und Skiverleih sind gefordert, diesen Mega-Trends gerecht zu werden und können so ihre Kompetenz und Kundenorientierung zum Ausdruck bringen. Skifahrer profitieren davon in vielerlei Hinsicht: Einfachheit, Komfort und Personalisierung der eigenen Bedürfnisse garantieren Fahrspaß und sichern den unverminderten Trend zum Skisport. 

Skiindustrie als Österreichischer Botschafter  

Die österreichische Skiindustrie mit den Firmen Atomic, Blizzard, Fischer und Head produziert weltweit bekannte hochwertige Markenartikel und fungiert damit als Botschafter von Österreichischem Ski-„Snow How“.

Die beliebten Spitzenartikel erzielen eine Exportquote von beachtlichen über 80%. Möglich ist dies nur durch permanente Investitionen und Innovationen der österreichischen Skiindustrie - auch in den Bereichen Schischuh, Bindung, Bekleidung etc. Dafür wird Österreich in den wichtigen Kernmärkten als die Skination und das Wintersportland wahrgenommen.

Netzwerk Winter - gemeinsam in die Zukunft und Nachwuchs investieren  

Wintersport hat Potential und ist von branchenübergreifendem Interesse; eine intensive Vernetzung aller Wintersportinteressen in Österreich ist ein wichtiges Anliegen der Skifirmen. Nur ein gemeinsames zielgerichtetes Auftreten und gemeinsame abgestimmte Aktionen der wichtigen Partner Tourismus und Seilbahnwirtschaft gewährleisten auch eine Präsenz in Medien und Politik, die als Partner ebenfalls von größter Wichtigkeit sind. Die enorme Bedeutung des Wintersportgeschäfts für die österreichische Volkswirtschaft vor Augen, bekunden alle beteiligten Branchen auch weiterhin den festen Willen, in die Zukunft des Wintersports zu investieren und gemeinsame Ziele zu verfolgen.

Dazu zählt als eines der prioritären Anliegen der österreichischen Skiindustrie, im Verbund mit dem Netzwerk Winter, die Förderung des Ski-Nachwuchses. Auch hier ist die Politik gefordert, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Abhaltung von Schulskikursen – oftmals Eintrittskarte in den Skisport - derart zu gestalten, dass Lehrern auch weiterhin Wertschätzung und Unterstützung für ihr Engagement, solche Skikurse abzuhalten, entgegengebracht wird. Unterstützende Aktionen der Skiindustrie mit dieser Zielsetzung sind derzeit leider aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Zukunftsmarkt China - Olympische Winterspiele 2022

China zählt zu den am schnellsten wachsenden Wintersportmärkten der Welt mit einem langfristig geschätzten Potential von rund 300 Millionen Wintersporttreibenden. Die chinesische Regierung hat sich daher in Hinsicht auf die olympischen Winterspiele in Peking 2022 zum Ziel gesetzt, Wintersport im Land der aufgehenden Sonne zu etablieren. Neben großen Investitionen in die Wintersport-Infrastruktur sind auch beste Skisportprodukte und „Snow-How“ notwendig. Nach den ersten Aktivitäten durch eine Gemeinschaftsinitiative von „Netzwerk Winter China“ und einer Kooperationsvereinbarung zwischen ÖSV und Chinesischem Skiverband sind nun die Politik und Außenwirtschaft zur Unterstützung und Förderung am Zug.

Weltmarktvolumen 

Alpin-Ski 3 Mio.
Alpin Bindungen  3 Mio.    
Alpinschuhe 3,3 Mio.    
Langlaufski   1,6 Mio.
Langlaufschuhe    1,6 Mio.
Snowboard 0,8 Mio. 

Alpin-Ski in

Europa  2 Mio.
Asien/Pazifik 0,3 Mio.
Nordamerika 0,7 Mio. 


Quelle:
Branchenbericht der Österreichischen Holzindustrie 2016/2017 

Kontakt:

Mag. Monika Podlesnig
Tel.: +43 1 712 26 01 – 20
podlesnig@holzindustrie.at