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Zahlen & Fakten

Die Österreichische Holzindustrie

Produktion

2017 verzeichnete die österreichische Holzindustrie gemäß Konjunkturstatistik ein Produktionsvolumen von insgesamt 7,87 Mrd. Euro. Dies entsprach einem Produktionsanstieg von 2,2% gegenüber dem Vorjahr.  

Betriebe

Die Holzindustrie zählt derzeit 1.350 aktive Betriebe, davon sind 1.019 Sägewerke. Sie ist ein äußerst vielfältiger Wirtschaftsbereich und umfasst die Sägeindustrie, den Baubereich, die Möbelindustrie, die Holzwerkstoffindustrie sowie die Skiindustrie und darüber hinaus noch eine Vielzahl kleinerer Berufszweige.

Der Großteil dieser Betriebe ist klein- und mittelbetrieblich strukturiert. Ein wesentliches Merkmal unserer Unternehmen ist es, dass sie sich fast ausschließlich in Familienhand befinden. 

Beschäftigte

Die Holzindustrie ist als bedeutender und sicherer Arbeitgeber vor allem in strukturschwachen Regionen bekannt. Im abgelaufenen Jahr waren 26.224 Personen in der Holzbranche beschäftigt (2016: 25.947), davon 765 Lehrlinge. Die Holzindustrie zählt zu den größten Arbeitgebern aller 17 Industriezweige Österreichs und wies die letzten Jahrzehnte immer ein relativ stabiles Niveau bei den Beschäftigtenzahlen aus, welches in den letzten Jahren allerdings kontinuierlich gesunken ist. 

Löhne, Gehälter

Die Bruttogehaltssumme der Angestellten der Holzindustrie (inkl. Sonderzahlungen und Abfertigungen) betrug im vergangenen Jahr 401,3 Mio. Euro (2016: 396,8 Mio. Euro).

Die Bruttolohnsumme der Arbeiter der Holzindustrie (inkl. Sonderzahlungen und Abfertigungen) machte im selben Zeitraum 628,1 Mio. Euro (2016: 612,6 Mio. Euro) aus.

Die Lehrlingsentschädigung der gewerblichen Lehrlinge (inkl. Sonderzahlungen) lag im Jahr 2017 in der Holzindustrie bei 8,8 Mio. Euro.

Exporte

Die Holzindustrie ist generell eine stark außenhandelsorientierte Branche. Der Löwenanteil der Exporte entfiel auf Nadelschnittholz, Leimholz, Holzwerkstoffe (Platten) und Ski. Im letzten Jahr umfassten die Exporte ein Gesamtvolumen von 5,7 Mrd. Euro. Das entsprach einem Plus von 4,2% gegenüber dem Vorjahr. Die Exportquote lag bei ca. 70%. 

Der Großteil der österreichischen Holzprodukte, insgesamt 75,9% (4,3 Mrd. Euro), ging in die Europäische Union und hier speziell nach Deutschland und Italien. Die restlichen 24,1% verteilten sich auf Resteuropa mit 12,2%, die Entwicklungsländer mit 2,7% und übrige Länder (wie USA und Japan) mit 9,2%. 

Importe

Insgesamt wurden Produkte im Wert von 4,6 Mrd. Euro importiert, um 3,1% mehr als im Vorjahr. Wiederum ist die Europäische Union der wichtigste Handelspartner der Holzbranche mit einem Anteil von 87%. 

Handelsbilanz

Der Außenhandel ist ein wesentliches Standbein der österreichischen Holzindustrie. Diese konnte in den vergangenen Jahren meist eine positive Handelsbilanz aufweisen. Gegenüber dem Vorjahr gab es auch diesmal eine deutliche Steigerung um 9% auf 1,04 Mrd. Euro für die Holzindustrie. Die Holzwirtschaft ist traditionell ein großer Aktivposten der österreichischen Handelsbilanz.

Quelle: Branchenbericht der Österreichischen Holzindustrie 2017/2018