th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Positionspapier des Fachverbands der Mineralölindustrie zum E10 Kraftstoff

Standpunkt des FVMI

Grundsätzliche Position, Bestandsschutzsorte und Kommunikation

  • Der Fachverband unterstützt die Dekarbonisierung flüssiger Kraftstoffe und die Einführung von Motorenbenzin mit bis zu 10 % Vol. Ethanol bzw. einem Sauerstoffgehalt von bis zu 3,7 % [m/m] – E10 – als Basissorte.
  • Eine Bestandsschutzsorte von Eurosuper 95 E5 ist nach Einschätzung des Fachverbandes nicht notwendig. Dies würde zu erheblichen Problemen bei der Tankbelegung führen. Nach Einschätzung des Fachverbandes sind die bestehenden E5 – Super Plus / Premiumkraftstoff – Angebote ausreichend und flächendeckend verfügbar, um die geringe und stetig sinkende Zahl an Fahrzeugen ohne E10 Freigabe ausreichend zu versorgen.
  • Der Fachverband unterstützt eine Industrie, Branchen und Stakeholder übergreifende Kommunikation bei der Einführung von E10 als neuen Basisbenzinkraftstoff, um Verunsicherung oder Fehlinformation bei Kunden oder Tankstellenbetreibern entgegenzuwirken.

Kompatibilität Fahrzeugbestand und Vorlaufzeit

  • ACEA hat 2018 die Kompatibilitätsliste der E10 tauglichen Fahrzeug 2018 überarbeitet[1]. Demnach sind 90 – 95 % des europäischen Fahrzeugbestands BJ nach 2000 und >99 % BJ nach 2011 E10-tauglich.
  • Eine Auswertung der Bestandsfahrzeuge Ende 2019 durch den ÖAMTC hat ergeben, dass – ohne die Berücksichtigung von Oldtimern – (Fahrzeuge mit einer Erstzulassung vor mindestens 30 Jahren) 94,2 % der Benzin-Pkw in Österreich E10 vertragen[2] .
  • Der Fachverband weist darauf hin, dass im Falle einer E10 Einführung eine entsprechende Vorlaufzeit von 12 Monaten für die logistische Umstellung einzuplanen ist. Neben den erforderlichen Umsetzungen in der Produktionsplanung, Lagerhaltung, der Umstellung von Lieferverträgen, Warenwirtschaftssystemen und Schnittstellen ist auch die rechtskonforme Kennzeichnung der Abgabestellen und Preisauszeichnungstürme vorzubereiten. Diese Abschätzung der zeitlichen Erfordernisse erfolgt auf Basis der jüngsten E10-Einführungen in anderen europäischen Märkten.
  • Die Umstellung sollte zum Beginn eines Kalenderjahrs erfolgen (frühestens 1.1.2023), da Lieferverträge auf jährlicher Basis geschlossen werden. Auch für die Abwicklung in elNa und andere administrative Vorgänge stellt der Jahresanfang einen besseren Zeitpunkt dar.

[1] https://www.acea.auto/publication/e10-petrol-fuel-vehicle-compatibility-list/

[2] https://www.oeamtc.at/thema/tanken/e10-34444232