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Roadmap der Europäischen Kommission zum Thema Altbatterien

Die Roadmap verfolgt unter anderem das Ziel, dass hergestellte Batterien leicht recycelt werden können

Die Europäische Kommission (EK) hat in Form einer Roadmap eine Initiative zu einem neuen Batterie-Verordnungsvorschlag (bzw. zur Überarbeitung der Batterie-Richtlinie aus dem Jahr 2006) veröffentlicht.

Hintergrund:

Es soll eine wettbewerbsfähige, zirkuläre, nachhaltige und sichere Wertschöpfungskette für alle Batterien, die im Rahmen der Kreislaufwirtschaft auf dem Unionsmarkt in Verkehr gebracht werden, gewährleistet werden. Gleichzeitig sollen die schädlichen Auswirkungen der Batterien auf die Umwelt minimiert werden. Die Regeln decken den gesamten Lebenszyklus von Batterien ab, von Design & Produktion bis zu Wiederverwendung & Recycling.

Kernaussagen der Roadmap:

  • Alle Batterien (auch für E-Fahrzeuge) sollen nachhaltig hergestellt (d.h. mit geringem Ressourcenverbrauch und wenig Abfall) und leicht recycelt werden können.
  • Batterien (für Unterhaltungselektronik, Kommunikationsgeräte, Verbrennungsmotoren, Industriebatterien für EV & Energiespeicherung) werden eine wesentliche Rolle für die Erreichung der Klimaneutralität spielen.
  • Batterien werden die Elektrifizierung des Straßenverkehrs (CO2-Reduktion), die Dezentralisierung der Energiebereitstellung sowie die Speicherung erneuerbarer Energie unterstützen.
  • Die Anzahl der Batterien wird steigen (EU-Nachfrage 2030 schätzungsweise 500 GWh; 2050 1.500 GWh).
  • Die EU soll zweitgrößter Produzent von Lithium-Ionen-Batterien nach China werden.
  • Die Initiative zielt darauf ab, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der (gesamten) Wertschöpfungskette von Batterien im Rahmen des Circular Economy Action Plans sicherzustellen.
  • Einschränkungen: Derzeit werden Einschränkungen im Bereich der Altbatteriensammlung oder der Effizienz der Rückgewinnung erkannt. Ferner fehlt ein spezifischer Mechanismus zur Einbeziehung technologischer Neuheiten.

Probleme, die es anzugehen gilt:

  • Gefährliche Substanzen
  • THG-Emissionen
  • Nutzung von Ressourcen (Produktion und langer Verbleib im Wirtschaftskreislauf)
  • Verantwortungsvolles Sourcing

Potenzielle Maßnahmen:

  • Aktualisierung aktueller Konzepte und Definitionen (z.B. Lebensdauer, gefährliche Stoffe)
  • Festlegung von Nachhaltigkeitsanforderungen für Batterien, die am EU-Markt gehandelt werden sollen, einschließlich der verantwortungsvollen Beschaffung von Rohstoffen, gefährlichen Stoffen, des Kohlenstoff-Fußabdrucks, des obligatorischen Anteils an recycelten Inhaltsstoffen und der Haltbarkeit, der Wiederverwendbarkeit und der Bedingungen für die Recyclingfähigkeit
  • Festlegung von Zielen und Maßnahmen zur Verbesserung der Sammlung, Behandlung und des Recyclings von Altbatterien und zur Gewährleistung der Materialrückgewinnung
  • Verwendung von nicht-wiederaufladbaren Batterien wo es Alternativen gibt schrittweise auslaufen lassen
  • Festlegung von Informations- und Kennzeichnungsanforderungen sowohl für die Wirtschaftsakteure als auch für die Endnutzer, insbesondere um Anleitungen für den Gebrauch und die End-of-Life-Phasen zu geben
  • Änderung der Anforderungen an die erweiterte Produzentenverantwortung (EPR), einschließlich der Anforderungen für den Betrieb von nationalen Systemen.
  • Die EK plant, Batterien über ihren gesamten Lebenszyklus zu regulieren
  • (Nachhaltigkeits-)Maßnahmen erhöhen potenziell die Kosten für die Produzenten. Dies soll durch Größenvorteile im Binnenmarkt, zuverlässige Beschaffungs- und Lieferketten sowie einem gestärkten EU-Sekundärrohstoffmarkt kompenisiert werden.
  • Mehr Klarheit soll trotz erhöhter Zertifizierungs-/Verifizierungskosten geschaffen werden.