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Coronavirus – Informationen für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie

Info-Service zu Covid-19 für betroffene Firmen

Informationsstand: 16.5.2021

Ab 19.5.2021 bis (voraussichtlich) 30.6.2021gelten neue COVID-19-Bestimmungen für Unternehmen. Hier finden Sie die aktuelle offizielle COVID-19-Verordnung.

Hier finden Sie die allgemeinen Corona-FAQ der WKO für Unternehmen.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick der wichtigsten Änderungen speziell für die Dienstleistungsbranchen der UBIT (Unternehmensberatung, Bilanzbuchhaltungsberufe, Informationstechnologie):

  • Alle Handels- und Dienstleistungsbetriebe dürfen offenhalten
  • Öffnungszeiten 05:00 Uhr - 22.00 Uhr (strengere Öffnungsvorschriften bleiben unberührt)
  • Mindestabstand 2 Meter
  • Kunden haben in geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske zu tragen
  • Pro Kunde 20 Quadratmeter
  • Für Mitarbeiter/innen mit Kundenkontakt gilt im Kundenbereich eine FFP2-Maskenpflicht. Mitarbeiter/innen mit Kundenkontakt, die sich im Rahmen der Berufsgruppentestungen testen lassen, können statt einer FFP2-Maske einen einfachen Mund-Nasen-Schutz tragen
  • In Einkaufszentren und Markthallen besteht die Pflicht für einen COVID-19-Beauftragten und ein COVID-19-Präventionskonzept

Empfang von Kunden in der eigenen Betriebstätte (Achtung: Sonderregeln für „Veranstaltungen“ siehe unten)

Beim erlaubten Betreten des Kundenbereichs sind folgende Zusatzvoraussetzungen einzuhalten:

  • Der Kundenbereich darf nur in der Zeit zwischen 6.00 Uhr und 19.00 Uhr betreten werden
  • Mindestabstand von 2 Meter (Ausnahme: gemeinsamer Haushalt)
  • Kunden haben eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder eine äquivalente bzw. einem höheren Standard entsprechende Maske zu tragen.
  • Mitarbeiter/innen mit Kundenkontakt, die sich im Rahmen der Berufsgruppentestungen testen lassen, können statt einer FFP2-Maske einen einfachen Mund-Nasen-Schutz tragen
  • Bei Arbeitnehmern mit unmittelbaren Kundenkontakt gilt:
    • Kunden müssen den Nachweis einer „geringen epidemiologischen Gefahr“ erbringen. Das kann z.B.: ein Eigentest, ein Antigentest oder ein molekularbiologischer Test sein (diese Tests sind spätestens nach 7 Tagen wieder zu erneuern) oder eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten 6 Monaten überstandene COVID-Erkrankung, ein Impfnachweis oder ein Nachweis über neutralisierende Antikörper).
    • In diesen Fällen ist bei Kundenkontakt „nur“ ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen und der Mindestabstand einzuhalten.
    • Wird kein Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr“ vorgelegt, besteht eine FFP2-Maskenpflicht des Mitarbeiters
  • Pro Kunde muss im Kundenbereich eine Fläche von 20m² zur Verfügung stehen (z.B. 5 Personen bei 100 m² Fläche). Ist der Kundenbereich kleiner als 20 m², darf jeweils nur ein Kunde den Kundenbereich betreten.
  • Bei "baulich verbundenen Betriebsstätten" muss pro Kunde im Kundenbereich eine Fläche von 20 m² zur Verfügung stehen.
    • Die maximale Kundenanzahl richtet sich hier aber nach der tatsächlichen Gesamtfläche des Kundenbereichs. Vorräume, Kaffeeküche, etc. zählen also zu dieser Gesamtfläche dazu, sofern sie dem Kundenbereich zuzuordnen sind. 
    • Der Betreiber hat einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept zur Minimierung des Infektionsrisikos auszuarbeiten und umzusetzen
    • Kunden dürfen Verbindungsbauwerke einschließlich Gang-, Aufzugs-, Stiegen- und sonstiger allgemein zugänglicher Bereiche ausschließlich zum Zweck des Durchgangs zu den Kundenbereichen der Betriebsstätten betreten.
    • In Verbindungsbauwerken ist die Konsumation von Speisen und Getränken verboten.
    • Der Betreiber hat einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19- Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.
    • Das COVID-19-Präventionskonzept hat zu enthalten: 
      • 1. spezifische Hygienemaßnahmen
      • 2. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,
      • 3. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
      • 4. gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken,
      • 5. Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen,
      • 6. Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen,
      • 7. Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests
      • 8. Vorgaben zur Schulung der Händler in Bezug auf Hygienemaßnahmen und
      • 9. Regelungen zur Verhinderung veranstaltungsähnlicher Zusammenkünfte.

Kann auf Grund der Eigenart der Dienstleistung

  • der 2 Meter Mindestabstand zwischen Kunden und Dienstleister und/oder
  • vom Kunden das Tragen einer Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) nicht eingehalten werden,

ist diese nur zulässig, wenn durch sonstige geeignete (technische oder organisatorische) Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

Arbeitsort/Ort der beruflichen Tätigkeit

  • Die berufliche Tätigkeit sollte wenn möglich vorzugsweise außerhalb der Betriebsstätte erfolgen. Hierbei ist zwischen dem Arbeitsgeber und Arbeitnehmer ein Einvernehmen herzustellen.
  • Am Ort der beruflichen Tätigkeit ist zwischen den Personen ein 2 Meter Mindestabstand einzuhalten
  • MNS-Pflicht oder sonstige geeignete Schutzmaßnahme (zB Trennwände, Bilden von festen Teams), wenn ein physischer Kontakt nicht ausgeschlossen werden kann
  • Bei Arbeitnehmer/innen mit unmittelbarem Kundenkontakt:
    • Kunden müssen den Nachweis einer „geringen epidemiologischen Gefahr“ erbringen. Das kann z.B.: ein Eigentest, ein Antigentest oder ein molekularbiologischer Test sein (diese Tests sind spätestens nach 7 Tagen wieder zu erneuern) oder eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten 6 Monaten überstandene COVID-Erkrankung, ein Impfnachweis oder ein Nachweis über neutralisierende Antikörper). In diesen Fällen ist im Kundenkontakt „nur“ ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen und der Mindestabstand einzuhalten.
    • Wird kein Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr“ vorgelegt, besteht eine FFP2-Maskenpflicht des Mitarbeiters
  • Inhaber einer Betriebsstätte mit mehr als 51 Arbeitnehmern hat einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept zu erstellen und umzusetzen

Veranstaltungen

Bis zu 4 (in geschlossenen Räumen) bzw. 10 Personen (im Freien) zuzüglich Minderjähriger:

  • Max. 4 Personen aus unterschiedlichen Haushalten (d.h. inklusive Veranstalter oder Vortragenden) zuzüglich max. 6 Minderjährigen in geschlossenen Räumen; keine FFP2-Maskenpflicht und Mindestabstand, sofern die max. 4 Personen aus weniger als 3 unterschiedlichen Haushalten kommen (d.h. aus max. 2 unterschiedlichen Haushalten).
  • Es besteht eine Mindestabstandspflicht und FFP2-Maskenpflicht, wenn die max. 4 Personen aus mehr als 2 unterschiedlichen Haushalten kommen.
  • Max. 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten (d.h. inklusive Veranstalter oder Vortragenden) zuzüglich max. 10 Minderjähriger im Freien; hier ist der Mindestabstand einzuhalten, wenn die Zusammenkunft an einem öffentlichen Ort stattfindet

Bis zu 50 Teilnehmer (d.h. ohne den Veranstalter miteinzurechnen) ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze:

  • Teilnehmer dürfen nur bei gültigen negativen Nachweis einer „geringen epidemiologischen Gefahr“ (siehe oben im Detail) eingelassen werden. Kann ein Nachweis einer „geringen epidemiologischen Gefahr“ nicht vorgelegt werden (weil bspw. kein Test durchgeführt wurde oder ein negatives Testergebnis nicht mitgeführt wird), darf ausnahmsweise unter Aufsicht des Veranstalters ein Eigentest durchgeführt werden.
  • Verabreichung von Speisen und Verabreichung von Getränken ist nicht zulässig
  • Mindestabstand ist einzuhalten
  • FFP2-Maskenpflicht (sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien)
  • bei mehr als 10 Teilnehmer gilt zusätzlich: Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde spätestens 1 Woche vor der Zusammenkunft. Der Inhalt der Anzeige muss umfassen: Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen, Zeit, Dauer und Ort der Zusammenkunft, Anzahl der Teilnehmer

Bis zu 1.500 Teilnehmer in geschlossenen Räumen bzw. bis zu 3.000 Teilnehmern im Freien mit in beiden Fällen zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen:

  • Höchstens so viele Personen (d.h. inklusive Veranstalter) gleichzeitig anwesend, dass die Hälfte der Personenkapazität des Ortes der Zusammenkunft nicht überschritten wird
  • Teilnehmer dürfen nur in Besuchergruppen nach folgenden Kriterien eingelassen werden:
  • In geschlossenen Räumen: max. 4 Personen aus unterschiedlichen Haushalten zuzüglich max. 6 Minderjähriger bzw. die Besuchergruppe besteht ausschließlich aus Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben
  • Im Freien: max. 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten zuzüglich max. 10 Minderjähriger bzw. die Besuchergruppe besteht ausschließlich aus Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben
  • Die Teilnehmer müssen eine Nachweis „geringer epidemiologischer Gefahr“ erbringen (Eigentest kann ausnahmsweise auch unter Aufsicht des Veranstalters durchgeführt werden)
  • Mindestabstand
  • FFP2-Maskenpflicht sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien
  • Verabreichung von Speisen und Ausschank von Getränken ist unter Einhaltung der Gastronomie-Bestimmungen zulässig
  • Bei Teilnehmern bis zu 50 Teilnehmern: Anzeigepflicht bei der der Bezirksverwaltungsbehörde. Der Inhalt der Anzeige muss umfassen: Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen, Zeit, Dauer und Ort der Zusammenkunft, Anzahl der Teilnehmer.
  • Bei Teilnehmern mit mehr als 50 Teilnehmern:
  • Die Zusammenkunft ist hier bewilligungspflichtig. Der Antrag ist bei der Bezirksverwaltungsbehörde zu stellen. der Antrag hat denselben Inhalt wie bei der Anzeige zu enthalten (siehe bereits oben). Die Entscheidungsfrist der Behörde ist 3 Wochen ab vollständiger Vorlage der erforderlichen Antragsunterlagen (d.h. inhaltlich vollständiger Antrag samt Präventionskonzept)
  • Ein COVID-19-Präventionskonzept ist zu erstellen, der Behörde vorzulegen und umzusetzen
  • Ein COVID-19-Beauftragter ist zu bestellen

Wichtig! Ausnahmen: Diese Bestimmungen sind insbesondere bei folgenden Zusammenkünften nicht anwendbar:

  • Zusammenkünfte zu beruflichen Zwecken, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit erforderlich sind;
  • Zusammenkünfte von Organen juristischer Personen: hier gelten die Bestimmungen zum Mindestabstand und die FFP2-Maskenpflicht
  • Zusammenkünfte gem. Arbeitsverfassungsgesetz: hier gelten aber die Bestimmungen zum Mindestabstand und die FFP2-Maskenpflicht
  • Zusammenkünfte zu beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken: hier folgende Schutzmaßnahmen:
  • Teilnehmer muss Nachweis „geringer epidemiologischer Gefahr“ vorlegen (Eigentest kann ausnahmsweise auch unter Aufsicht des Veranstalters durchgeführt werden; Details siehe oben)
  • Mindestabstand
  • FFP2-Maskenpflicht

Beratungsleistungen, die in der Betriebsstätte des Kunden erbracht werden (Achtung: Sonderregeln für „Veranstaltungen“ siehe oben)

Im Falle einer Beratung vor Ort beim Kunden in dessen Kundenbetrieb gilt:

  • Die berufliche Tätigkeit sollte wenn möglich vorzugsweise außerhalb der Betriebsstätte erfolgen (z.B. online)
  • Zulässig unter Einhaltung des Mindestabstandes und des Tragens einer Mund-Nasen-Schutzmaske (oder äquivalenter bzw. höherwertiger Standard)

Fahrgemeinschaften

Die gemeinsame Benützung von Kraftfahrzeugen durch Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist nur zulässig, wenn in jeder Sitzreihe einschließlich dem Lenker nur zwei Personen befördert werden. Dies gilt auch für Aus- und Weiterbildungsfahrten. Zusätzlich ist eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder eine äquivalente bzw. einem höheren Standard entsprechende Maske zu tragen.

Muster Aushang

Muster Formular für Schlüsselarbeitskräfte für Ausgangsbeschränkung

Empfehlungen des BM für Inneres zum Bürobetrieb

Die WKÖ aktualisiert laufend alle Informationen unter www.wko.at/corona