th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Kollektivvertrag für Unternehmensberater, Bilanzbuchhalter, Buchhalter und Personalverrechner 

Rahmenkollektivvertrag für Angestellte im Handwerk und Gewerbe, in der Dienstleistung in Information und Consulting

Kollektivverträge sind vor allem arbeits- und sozialrechtliche Mindestabsicherungen für die unselbständig beschäftigten MitarbeiterInnen von Unternehmen. Darüber hinaus können in Kollektivverträgen arbeits- und sozialrechtliche Regelungen aufgenommen werden, die über die Bestimmungen der Sozialgesetzgebung hinausgehen und die MitarbeiterInnen u.U. besser stellen.   

Rahmenkollektivvertrag 2018

Mit 1.1.2018 tritt der neue Rahmenkollektivvertrag für Angestellte im Handwerk und Gewerbe, in der Dienstleistung, in Information und Consulting in Kraft. Die kollektivvertraglichen Mindestgrundgehälter für einen erheblichen Teil der 130.000 Angestellten im Handwerk und Gewerbe, Dienstleistung sowie Information und Consulting werden im Durchschnitt in den 10 Verwendungsgruppen um 2,6% erhöht. Die Lehrlingsentschädigungen werden in allen 4 Lehrjahren um ebenfalls 2,6% erhöht. 

1. Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestgrundgehälter ab 01.01.2018: in der Verwendungsgruppe  

I II III IV V VI M I M II M III Lehrlinge
2,6% 2,6% 2,6% 2,6% 2,4% 2% 2,6% 2,6% 2,6% 2,6% 

2. Erhöhung der Sondervergütung für Nachtarbeit gemäß § 6 RKV um 2,6 %;

3. Die rahmenrechtlichen Änderungen:

  • § 6 Nachtarbeit - Nachtarbeit

    Klargestellt wurde, dass die Zulage von aktuell € 1,89/Stunde für „regelmäßig“ zwischen 22 und 6 Uhr geleistete Stunden künftig für alle Angestellten zu leisten ist (und nicht nur in jenen Betrieben, in denen auch derartige Zulagen für Arbeiter vorgeschrieben sind). Werden nur Bruchteile einer Stunde gearbeitet, ist die Zulage zu aliquotieren.

  • § 11 - Sonderzahlungen

    Die Bestimmung bzgl. der Leistung von Sonderzahlungen (Weihnachtsremuneration, Urlaubszuschuss) wurde einerseits textlich gestrafft, andererseits wurden zwei wesentliche Änderungen vereinbart:

    1. Entsprechend der Judikatur OGH 8 ObS 12/16x zur Mischberechnung von Sonderzahlungen enthält der RKV künftig klare Vorgaben für die Mischberechnung der Sonderzahlungen bei schwankendem Arbeitszeitausmaß. Das zum Zeitpunkt der Fälligkeit bestehende Arbeitszeitausmaß ist nicht mehr relevant, sondern hat man eine „zeitanteilige  Mischberechnung  zu  ermitteln,  sodass  die  Sonderzahlungen  nur  aliquot in dem der Vollzeit- und (wechselnder) Teilzeitbeschäftigung  entsprechenden  Ausmaß  im  Kalenderjahr  zustehen.“. Die Höhe des Gehalts als Bemessungsgrundlage („der Stundensatz“) ist jedoch weiterhin zum Stichtag der Auszahlung ohne Mischberechnung zu ermitteln.
    2. Die Fälligkeit der Sonderzahlungen kann künftig (rechtlich abgesichert) flexibler gestaltet werden. Der RKV schafft dazu mehrere Möglichkeiten:
      Anderslautende  alternative  Regelungen  über  die Fälligkeit  des  Urlaubszuschusses  im  Kalenderjahr können  durch  Betriebsvereinbarung  bzw.  in  Betrieben  ohne  Betriebsrat  durch  schriftliche Einzelvereinbarung getroffen werden. Es kann alternativ vereinbart  werden,  dass  der  Urlaubszuschuss  spätestens  mit  30.6. eines  jeden  Kalenderjahres  auszubezahlen ist.
      Es  kann  alternativ  auch  vereinbart  werden,  dass  die   Weihnachtsremuneration   und   der   Urlaubszuschuss  gleichzeitig  quartalsweise  (vierteljährlich  in  vier  gleichen  Teilen)  mit  den  Gehaltszahlungen  für  März,  für  Juni,  für  September  bzw.  für  November auszubezahlen sind.
  • § 17 Abs 8 - Anrechnung von Vordienstzeiten

    Im Hinblick auf die Anrechnung von Vordienstzeiten wurden Klarstellungen vorgenommen,

    1. wie Vordienstzeiten aus anderen KVs zu berücksichtigen sind:
      Als Verwendungsgruppenjahre gelten jene Zeiten, die ein Dienstnehmer in der gleichen Verwendungsgruppe dieses Kollektivvertrages bzw. unabhängig von der Zugehörigkeit zu diesem Kollektivvertrag, mit einer entsprechenden Tätigkeit, die der gleichen Verwendungsgruppe dieses Kollektivvertrages zugeordnet werden kann, verbracht hat.“;
    2. wie Vordienstzeiten, die einer höheren Verwendungsgruppe zuzuordnen sind, zu berücksichtigen sind:
      Als Verwendungsgruppenjahre gelten auch jene Zeiten, die ein Dienstnehmer in einer höheren Verwendungsgruppe dieses bzw. unabhängig von der Zugehörigkeit zu diesem Kollektivvertrag, mit einer entsprechenden Tätigkeit, die einer höheren Verwendungsgruppe dieses Kollektivvertrages zugeordnet werden kann, verbracht hat, allerdings nur dann, wenn und soweit diese Zeiten zum Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten für die nunmehrige Verwendung geeignet waren.
  • Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestgrundgehälter in der Verwendungsgruppe (VWGr) I im 1. und 2. Verwendungsgruppenjahr (VwGrj) € 1.310
  • VWGr I nach 2. VwGrj. € 1.380
  • § 2 des Geltungsbereiches wurde entsprechend den Änderungen angepasst.

4. Der Abschluss gilt für alle Bundesinnungen und Fachverbände gemäß §1 und §2 RKV

5. Geltungsbeginn: 1.1.2018

Kollektivvertrag 2018

Gehaltstabelle 2018

» Alle Kollektivverträge inklusive Archiv