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WIFO-Werbeklimaindex: Werbekonjunktur in Wartehaltung

Sery-Froschauer: Große Sorge Fachkräftemangel

„Das Wachstum der österreichische Werbe- und Kommunikationswirtschaft hat heuer etwas an Dynamik verloren. Der WIFO Konjunkturklimaindex zeigt im Juli einen kleineren Rückgang, notiert aber weiter auf hohem Niveau. Am meisten Sorge bereitet uns, dass viele Unternehmen den Mangel an Arbeitskräften als wichtigstes Hindernis ihrer Geschäftstätigkeit nennen, was sich zukünftig auch negative auf die Wachstumsraten auswirken könnte“, bringt Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) die aktuelle Branchensituation auf den Punkt.

Werbeklimaindex sinkt leicht – Trotz konjunktureller Risken positive Erwartungen

„Das WIFO-Werbeklima hat sich im Juli verhalten entwickelt und notiert einen Punkt unter dem Frühjahrswert. Trotz des Rückgangs befindet sich der Indikator mit 18 Punkten nach wie vor auf überdurchschnittlichem Niveau. Auch wenn die Unternehmen ihre aktuelle Situation weniger zuversichtlich einschätzen, fallen die Erwartungen - unter Berücksichtigung der Konjunktursituation - sehr optimistisch aus, analysiert Werner Hölzl, Experte des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO). Die Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften damit noch nicht in der Werbekonjunktur angekommen sein.

International und national zeigt sich, dass die Wirtschaft trotz drohender internationaler Handelskonflikte kräftig wächst. Allerdings deuten die etwas schwächeren Indikatoren im Juli 2018 auf einen konjunkturellen Durchhänger hin. Auch gesamtwirtschaftliche Indikatoren wie Unternehmensumfragen und Industrieproduktionsindex zeigen auf eine schrittweise Abkühlung der Dynamik seit Jahresbeginn 2018. 

Darauf deuten auch die Auftragsbestände hin. Die Auftragsbücher sind weniger gut gefüllt als im Vergleichszeitraum. Der Wert ist um über 8 %-Punkte zurückgegangen. Dennoch berichten rund 72 % der befragten Unternehmer von ausreichenden bzw. mehr als ausreichenden Auftragsbeständen. 

Fachkräftemangel wirkt dämpfend auf die Geschäftstätigkeit

„Auch der akute Fachkräftemangel dürfte ein wesentlicher Dämpfer für die derzeitige Konjunktursituation sein“, erklärt Sery-Froschauer Für knapp ein Viertel der befragten Unternehmen (24 %) ist der Arbeitskräftemangel mittlerweile das größte Hindernis ihrer Geschäftstätigkeit. Das hat zur Folge, dass Aufträge nicht angenommen werden können. Der Beschäftigungsindikator ist zum ersten Mal seit Herbst 2017 in den negativen Bereich gerutscht. 

Die Sicherstellung des Arbeitskräftepotential bleibt also eine Schicksalsfrage für den Kreativstandort Österreich “, zeigt sich Sery-Froschauer überzeugt. „Mit der Modernisierung unseres Lehrberufes Medienfachmann/-frau haben wir eine Ausbildung auf Schiene gebracht, die den digitalen Anforderungen entspricht und den so dringend benötigten, top ausgebildeten Nachwuchs für die Branche sicherstellt. Damit haben es unsere Unternehmen in der Hand, auf eine Bildungsschiene, um die man uns international beneidet, zu setzen und dem Fachkräftemangel aktiv entgegen zu wirken.“