th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

WIFO-Werbeklimaindex sinkt zum Jahresende

Sery-Froschauer: Vermittlung von digitalen Kompetenzen als gemeinsame Aufgabe von Politik und Unternehmen

„Im Bereich Werbung und Marktkommunikation sind die Konjunktureinschätzungen der Unternehmen im 3. Quartal 2018 zum vierten Mal in Folge zurückgegangen. Der WIFO-Werbeklimaindexliegt mit einem Wert von +18 Punkten im 5-Jahresvergleich auf einem durchschnittlichen Wert. Die wirtschaftliche Situation ist weiterhin gut einzuschätzen, aber die Wachstumsraten werden nicht mehr so hoch sein wie im vergangen Jahr“, fasst Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Ergebnisse des aktuellen WIFO-Werbeklima-Index, Erhebung Oktober 2018, zusammen. „Für die kommenden Monate erwarten die befragten Unternehmen aber grundsätzlich ein stabiles Wachstum der Branche, wie die Ergebnisse zu den Geschäftslageerwartungen zeigen. Ein Teil der geringeren Dynamik könnte auch auf den Fachkräftemangel zurückzuführen sein. 12 % der Unternehmen meldeten Fachkräftemangel als Behinderungen der Geschäftstätigkeit.“ 

Werbekonjunktur im 3. Quartal 2018 wenig dynamisch

„Das Wachstum dürfte seinen zyklischen Höhepunkt überschritten haben. Seit 2016 befindet sich die Kommunikationsbranche in einem Konjunkturaufschwung, der im Jahr 2018 seinen Höhepunkt erreicht hat. Es ist klar erkennbar, dass die Konjunktur zunehmend an Dynamik verliert. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass die Abschwächung der Konjunktur in der Industrie ein wenig stärker ausgefallen ist als im Dienstleistungsbereich. Die heimische Werbebranche kann sich der allgemeinen Entwicklung der österreichischen Wirtschaft, im EURO-Raum und im internationalen Umfeld nicht entziehen, dies zeigen die Lageindikatoren. Die Auftragsbücher in der Werbebranche sind noch gut gefüllt, aber die Konjunkturentwicklung ist deutlich weniger dynamisch als noch im Frühjahr“, analysiert Werner Hölzl, Experte des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), die Konjunkturlage im 3. Quartal 2018.

Konjunkturellen Risiken bleiben 2019 hoch

„Für das nächste Halbjahr gehen wir von einer stabilen Entwicklung aus. Die Unternehmen melden immer noch optimistische Geschäftslage- und wachsende Nachfrageerwartungen“, fasst Sery-Froschauer die Ausblicke der Unternehmen zusammen. „Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass die konjunkturelle Dynamik im nächsten Halbjahr auch mit Risiken behaftet ist. Diese haben sich im Vergleich zur Juli-Erhebung tendenziell erhöht. Die handelspolitischen Konflikte haben sich weiter verschärft, ebenso wie der Konflikt über den Staatshaushalt in Italien. Auch beim Brexit gibt es noch trotz Abschluss der Verhandlungen weiter Unsicherheiten“, so Hölzl.

Kreativbranche ist Treiber der Digitalisierung

„Die Kreativbranche ist ein wichtiger Partner für die Gesamt-Ökonomie, wenn es um Zukunftsthemen wie Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle geht. Die Dynamik und der Strukturwandel sind in der Kommunikationswirtschaft sehr groß. Daher ist sie auch als Vorreiter der Digitalisierung sehr wichtig. Unsere Aufgabe ist es, auch andere Unternehmen auf dem Weg in die digitale Welt mitzunehmen. Deshalb gilt es, die digitalen Kompetenzen in der Bevölkerung und bei den Erwerbstätigen weiter auszubauen. Wir sehen ja, dass der Fachkräftemangel eines der größten Probleme für unsere Unternehmen ist. Eine Priorität von Politik und Interessenvertretung in den nächsten ist, die Ausbildung in allen Ebenen, auch in den Unternehmen im Hinblick auf die Digitalisierung zu stärken und zu fördern. Daher ist ein wichtiger Punkt im Maßnahmenpaket unseres Fachverbandes die Aufwertung der Lehre. Mit dem neu reformierten Lehrberuf Medienfachmann/-frau ermöglichen wir jungen Menschen neue Jobchancen in zukunftsträchtigen und innovativen Bereichen. Dieser Lehrberuf ist notwendig, um genau Fachkräfte auszubilden, die wir brauchen. Wir werden alles daransetzen, dass der neu reformierte Lehrberuf Medienfachmann/-frau sowohl bei unseren potentiellen Ausbildungsbetrieben als auch beim Branchennachwuchs als qualitativ hochwertige, durchlässige und moderne Ausbildung wahrgenommen wird“ so Sery-Froschauer abschließend.