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Steuerreform 2019/20

Bundesregierung legt umfangreiches fiskalisches Entlastungspaket vor

Die aktuelle Steuerreform enthält ein umfangreiches Entlastungspaket, ohne dass im Gegenzug neue Steuern und Abgaben geschaffen werden. Dadurch soll die Steuer- und Abgabenquote nachhaltig gesenkt werden und in Richtung 40 % gehen.

Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit des Medien- und Kommunikationsstandortes Österreich. Die nominellen und effektiven Steuersätze spielen in der Standortwahl eine wesentliche Rolle.

Unnötige Belastungen schaden Unternehmen. Daher begrüßen wir die grundsätzlichen Pläne der Bundesregierung, eine Steuerentlastung durchzuführen und den Abbau von bürokratischen Hemmnissen voranzutreiben.

Stärkung der Eigenkapitalbasis von Unternehmen

Konkret werde das Wirtschaftspaket, das unter anderem eine Senkung der Körperschaftssteuer in zwei Etappen vorsieht, die Eigenkapitalbasis der Betriebe aller Größenklassen stärken, was zugleich Arbeitsplätze absichert.

Die angekündigte Tarifsenkung bei der Lohn- und Einkommenssteuer wiederum schafft auch mehr Kaufkraft, was indirekt wieder der Wirtschaft zu Gute kommt. Das gilt auch für die geplante Steuerbefreiung für Gewinnausschüttungen an Mitarbeiter. Gleichzeitig werden aber auch die niedrigsten Einkommen über den Sozialversicherungs-Bonus entlastet.

Eckpunkte der Steuerreform

Die Eckpunkte des Entwurfs des Steuerreform-Gesetz 2019/20 sind hier abrufbar: 

Digitalsteuer

  • Einführung Digitalsteuer auf Online-Werbeumsätze von 5 % für Online-Giganten: weltweiter Umsatz ab € 750 Mio UND Österreich-Umsatz aus Online-Werbeleistungen ab € 25 Mio
  • Ein Betrag von € 15 Mio. aus diesem Steueraufkommen soll für Transformationsprozess österreichsicher Medienunternehmen zweckgebunden werden 

Bagatellsteuern

  • Keine Abschaffung der Mietvertragsgebühr und der Werbeabgabe 

Ermäßigter Steuersatz von 10 % für E-Books

  • Ab 2020 

Tarifsenkung Einkommensteuer

  • Ab 2021 werden die unteren drei Tarifstufen für die Lohn- und Einkommensteuer reduziert.
    • Ab 2021: Eingangssteuersatz von 25 auf 20 Prozent
    • Ab 2022: von 35 auf 30 und von 42 auf 40 Prozent
    • Die oberen Tarifstufen bleiben unverändert
    • Die Abschaffung der kalten Progression findet sich nicht mehr im Programm.

Mitarbeitererfolgsbeteiligung

  • Befreiung von Lohnsteuer, Sozialversicherung und Lohnnebenkosten
  • Max. 10 % des Unternehmensgewinns
  • Bis zu € 3.000,-- pro Jahr/Arbeitnehmer 

Senkung der Körperschaftsteuer

  • Ab 2022: von 25 % auf 23 %
  • Ab 2023: von 23 % auf 21 % 

Ausweitung beim Gewinnfreibetrag (Grundfreibetrag)

  • Bisher € 30.000,--
  • Ab 2022: € 100.000,-- 

Erhöhung der Grenze von geringwertigen Wirtschaftsgütern

  • Von jetzt € 400,-- auf
  • Ab 2020: € 800,--
  • Ab 2021: € 1.000,-- 

Ausweitung beim Gewinnfreibetrag (Grundfreibetrag) auf € 100.000,-- 

Neue vereinfachte Betriebsausgabenpauschalierung ab 2020 und neue Kleinunternehmergrenze

  • Gilt für Kleinunternehmer mit einem jährlichen Umsatz bis € 35.000,-- (bisherige Kleinunternehmergrenze € 30.000,--)
  • Pauschalierungssatz für Dienstleistungsunternehmen: 35 %
  • Pauschalierungssatz für Produktion und Handel: 60 %