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WKÖ-Sery-Froschauer: Österreichs Werbekonjunktur bleibt weiter auf stabilem Kurs

WIFO-Werbeklimaindex: Index bleibt weiter auf positiven 23 Punkten

Die Ergebnisse des WIFO-Werbeklimaindex vom Jänner 2020 zeigen stabile Konjunktureinschätzungen der österreichischen Werbewirtschaft. „Der Werbeklimaindex bleibt weiter auf positiven 23 Punkten“, zeigt sich die Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich, Angelika Sery-Froschauer erfreut.

Die aktuelle Lage hat sich etwas verschlechtert

Die Nachfrageentwicklung während der letzten drei Monate fällt weniger positiv aus als noch im Herbst 2019. Ein ähnliches Stimmungsbild ergibt sich in der Auswertung der Geschäftslage.

"In Übereinstimmung mit dem gesamtwirtschaftlichen Konjunkturbild beurteilen die Unternehmen die aktuelle Geschäftslage so zurückhaltend, wie zuletzt im
3. Quartal 2018", erklärt Sery-Froschauer. Dennoch überwiegen in beiden Fällen per Saldo nach wie vor die positiven Einschätzungen gegenüber den negativen.

Auftragsbücher weiter gut gefüllt

Rund dreiviertel der befragten Unternehmen melden ausreichende oder mehr als ausreichende Auftragsbestände. Rund 69 % geben an, zurzeit ihrer Geschäftstätigkeit ohne wesentlich Behinderungen nachgehen zu können. Bei jenen Unternehmen, die eine Behinderung ihrer Geschäftstätigkeit melden, nimmt die "mangelnde Nachfrage" die wichtigste Rolle ein.

Erwartungen bleiben zuversichtlich

Die Nachfrageerwartungen für die kommenden Monate bleiben ‑ trotz Rückgängen gegenüber dem Herbst – weiterhin auf einem sehr optimistischen Niveau: Der Überhang der positiven gegenüber den negativen Nachfrageerwartungen ist im Vergleich zum Vorquartal von 23 auf 19 Punkte gesunken. "Damit zeigt die Werbebranche, wie derzeit der gesamte Dienstleistungsbereich, eine Entkoppelung von den deutlich skeptischeren Konjunkturerwartungen in den Sachgüterbranchen,", bestätigt Agnes Kügler, Konjunkturexpertin des WIFO.

Wie sie weiter ausführt, kommt die konjunkturelle Dynamik aktuell vor allem aus den Dienstleistungsbranchen und der Bauwirtschaft, während die Konjunktur in der Sachgütererzeugung weiter von der Schwäche der internationalen Wirtschaft bestimmt wird.

Die Beschäftigungserwartungen sind in der Werbewirtschaft zuletzt sogar angestiegen, von 10 auf 18 Punkte im Vergleich zum Herbst. Das heißt, mehr Unternehmen suchen nach Arbeitskräften. Sery-Froschauer geht davon aus, dass man dem Fachkräftemangel auch durch die verstärkten Initiativen im Bereich der Lehrlingsausbildung erfolgreich entgegenwirken kann. Die Unternehmen sind aber auch gefordert, ihre Mitarbeiter selbst zu qualifizieren.

Keine große Liebe: Werbeabgabe - Digitalsteuer

Die Einnahmen der Werbeabgabe sind 2019 gegenüber 2018 gesunken – Das Internet wird stärker als Werbeträger genutzt. Der Gesetzgeber hat mit 1.1.2020 das Digitalsteuer-Gesetz eingeführt.

Onlinewerbeleister sind ab einer bestimmten Größe, unabhängig vom Unternehmenssitz, für die in Österreich ausgelieferte Werbung steuerpflichtig. Doch zahlen werden diese Steuer nicht wie gewünscht die ausländischen Konzerne, sondern Österreichs werbetreibende Unternehmen und Endkunden.

Daher erwartet sich Sery-Froschauer Unterstützung von der Regierung für die Streichung dieser Digitalsteuer und der seit Jahrzehnten ungeliebten Werbeabgabe. "Die Digitalsteuer im österreichischen Alleingang schwächt unsere Unternehmen. Eine globale Lösung zur digitalen Besteuerung ist am besten dazu geeignet, eine Fragmentierung durch einseitige nationale Maßnahmen zu verhindern. Es muss auf EU- und OECD-Ebene eine Einigung über die Grundsätze einer möglichen globalen Lösung erzielt werden.", so Sery-Froschauer abschließend.