th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

KV-Abschluss Metallgewerbe 2018

ANGESTELLTE im Metallgewerbe, gültig ab 01.01.2018

die zweite Verhandlungsrunde am 27. November brachte nach äußerst schwierigen Verhandlungen eine Einigung zwischen der Verhandlungsgemeinschaft der Metallinnungen im Gewerbe und der GPA-djp. Mit diesem Rundschreiben übermitteln wir Ihnen eine erste noch unverbindliche Information, die verbindliche Textierung erfolgt mit der gedruckten Ausgabe des Kollektivvertrages 2018, welcher sich derzeit in redaktioneller Ausarbeitung befindet und auch von den Kollektivvertragsparteien noch zu unterfertigen ist. 
 
Das Ergebnis im Detail:

  1. Die Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestgrundgehälter um 2,90 % in allen Verwendungsgruppen. 
  2. Die Erhöhung der IST – Gehälter, abhängig von der Einstufung in die jeweilige Verwendungsgruppe, wurde 
    unterschiedlich vereinbart:
       in den Verwendungsgruppen I, II, III und IV um 2,60 %,
       in der Verwendungsgruppe V um 2,30 %
       in der Verwendungsgruppe VI um 2,0 %
       und in der Meistergruppe um 2,60 %
  3. Die Erhöhung der Sondervergütung gem. § 6 RKV um 2,90 %.
  4. Die Erhöhung der Reiseaufwandsentschädigungen (ohne Kilometergeld) um 1,90 %
  5. Die Erhöhung der monatlichen Lehrlingsentschädigungen um 2,90 %
  6. Rahmenrechtliche Änderungen wurden nicht vereinbart
  7. Die Vertragsparteien sind übereingekommen, im 1. Quartal 2018 Arbeitsgruppengespräche zu den rahmenrechtlichen Forderungspunkten in den jeweiligen Forderungsprogrammen, ausgenommen zu den Punkten
    „24. und 31.12.“ bzw. „Papa-Monat“ mit der Zielsetzung aufzunehmen, bei den Kollektivvertragsverhandlunge für 2019 Ergebnisse umsetzen zu können.

    Die verbindliche Textierung ist dem Kollektivvertrag 2018 zu entnehmen.

ARBEITER im Metallgewerbe, gültig ab 01.01.2018 bzw. 01.07.2018

Die dritte Verhandlungsrunde am 24. November brachte nach sehr harten Verhandlungen eine Einigung zwischen der Verhandlungsgemeinschaft der Metallinnungen im Gewerbe und der Metallarbeitergewerkschaft PRO-GE. Mit diesem Rundschreiben übermitteln wir Ihnen eine erste noch unverbindliche Information, die verbindliche Textierung erfolgt mit der gedruckten Ausgabe des Kollektivvertrages 2018, welcher sich derzeit in redaktioneller Ausarbeitung befindet und auch von den Kollektivvertragsparteien noch zu unterfertigen ist. 

Hier finden Sie das Verhandlungsergebnis:
 
Die Erhöhung der Mindestlöhne, Lehrlingsentschädigungen sowie der kollektivvertraglichen Zulagen beträgt 3,00 % ab 1.1.2018.
 
Die Ist-Löhne werden ab 1.1.2018 um 2,60 % erhöht.
 
Die Entfernungszulagen und Nächtigungsgelder werden um 1,90 % erhöht.
 
Die monatlichen Mindestgrundlöhne, gültig ab 1.1.2018, in EURO:  

Lohngruppe Monatslohn €
Lohngruppe Techniker 3011,71
Lohngruppe 1 2757,29
Lohngruppe 2 2459,54
Lohngruppe 3 2134,73
Lohngruppe 4 1997,58
Lohngruppe 5 1901,95
Lohngruppe 6 1822,55
Lohngruppe 7 1822,55

Die monatlichen Lehrlingsentschädigungen (LE), gültig ab 1.1.2018, in EURO:   

Lehrjahr Lehrlingsentschädigung €
1. Lehrjahr 593,95
2. Lehrjahr 796,45
3. Lehrjahr 1071,59
4. Lehrjahr 1439,58

Die KV-Zulagen bzw. Entfernungszulagen und Nächtigungsgeld, gültig ab 1.1.2018, in EURO:  

kleine Entfernungszulage 8,72
mittlere Entfernungszulage 22,90
große Entfernungszulage 45,79
Nächtigungsgeld 16,28
Schmutzzulage 0,542
Erschwerniszulage 0,542
Gefahrenzulage 0,542
Nachtarbeitszulage (22 - 6 Uhr) 1,970
Schichtzulage (zweite Schicht) 0,480
Schichtzulage (dritte Schicht) 1,970
Montagezulage 0,829

Rahmenrechtliche Änderungen:

  1. Die „Spenglerregelung“ bei dem Flexi-Modell der „Erweiterten Bandbreite“ konnte um ein Jahr verlängert werden.
  2. Die Möglichkeit einer Freizeitoption wurde wieder vereinbart. Statt der Erhöhung der IST-Löhne kann durch schriftliche BV bzw. EV bezahlte Freizeit vereinbart werden. Dabei entsteht bei Vollzeitbeschäftigung  pro Monat ein Freizeitanspruch von 3 Stunden und 54 Minuten. Während eines Arbeitsverhältnisses darf ein Arbeitnehmer insgesamt bis zu viermal die Freizeitoption wählen, davon vor dem 50. Geburtstag bis zu zweimal
  3. Neue Regelung bei Reisen in das Ausland ab 1.7.2018: Abchnitt VIII Punkt 18 wird geändert und lautet ab 1.7.2018:

    Beschäftigung im Ausland

    18. Für eine Beschäftigung im Ausland gelten bezüglich der Entfernungszulage und des Nächtigungsgeldes Punkte 1 - 4 und 9 sinngemäß. Die sonstigen Bedingungen, insbesondere die Regelung der Heimfahrt sowie die Regelung über zu treffende Maßnahmen bei Erkrankung, Unfall oder Tod sind jeweils rechtzeitig schriftlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vereinbaren.
  4. Internatskostenregelung ab 1.1.2018:

    Internatskosten
    Die Internatskosten, die durch den Aufenthalt des Lehrlings in einem für die Schüler der Berufsschule bestimmten Schülerheim zur Erfüllung der Berufsschulpflicht entstehen, hat der Lehrberechtigte dem Lehrling zu bevorschussen, an das Internat zu überweisen und so zu ersetzen, dass dem Lehrling für den Zeitraum, der der Dauer des Internats entspricht, mindestens 60 % seiner Lehrlingsentschädigung verbleiben, sofern sich nicht aus gesetzlichen Regelungen ein höherer Anspruch ergibt.* (*siehe BGBl.I Nr. 154/2017, in Kraft ab 1.1.2018).
  5. Neue Regelung – Fahrtkostenersatz zu den Internaten ab 1.1.2018

    Fahrtkostenersatz zu den Berufsschulinternaten (Schülerheimen)
    Die tatsächlich entstandenen Fahrtkosten des günstigsten öffentlichen Verkehrsmittels, die Lehrlingen durch die Anreise zur bzw. Abreise von der in Internatsform geführten Berufsschule bis zu einmal pro Kalenderwoche nachweislich entstehen, sind vom Lehrberechtigten zu ersetzen und werden fällig, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

    Der Anspruch auf Fahrtkostenersatz besteht nur dann, wenn sowohl ein Anspruch auf Familienbeihilfe als auch ein Anspruch auf öffentliche Förderungen für derartige Fahrtkosten besteht.

    Öffentliche  Förderungen für derartige Fahrtkosten sind vom Lehrling in Anspruch zu nehmen und vermindern entsprechend die Höhe des Fahrkostenersatzes.

    Auf Verlangen des Arbeitgebers/ der Arbeitgeberin sind entsprechende Belege der tatsächlich aufgewendeten Fahrtkosten des günstigsten öffentlichen Verkehrsmittels und der Nachweis des Bezuges der öffentlichen Förderung vorzulegen.
  6. Entfall des Krankengeldzuschusses:
    Der Krankengeldzuschuss (2 Wochen über das EFZG hinaus) gebührt nicht mehr für Entgeltfortzahlungszeiträume (Arbeitsjahre oder Kalenderjahre), welche nach dem 30. Juni 2018 beginnen.
  7. Die Regelung „Andere Entgeltfälle (§ 1154b ABGB)“ bleibt bis 30.6.2018 in der bestehenden Form in Geltung.  Ab 1.7.2018 entfällt die Wartezeit, also die Voraussetzung einer ununterbrochenen Betriebszugehörigkeit von 4 Wochen, sowie die Beschränkung bis zum Höchstausmaß von 38 ½ Stunden innerhalb eines Dienstjahres. Die sonstigen Regelungen bleiben weiterhin aufrecht
  8. Es wurde vereinbart, dass die Arbeitsgruppe bezüglich einer neuen Regelung über die Montagebestimmungen (Entfernungszulagen, Nächtigungsgelder, Wegzeiten, Montagezulagen, usw.) im nächsten Jahr wieder die Gespräche fortsetzten wird.
  9. Abgewehrt werden konnten die übrigen, von der PRO-GE vehement geforderten Verschlechterungen wie:

    -  Vollständige Anrechnung von Karenzen für alle dienstzeitabhängigen           Ansprüche,
    -  eine Vorrückungssystematik bei den Mindestlöhnen,
    -  eklatante Erhöhungen bei den Schicht- bzw. Nachtzulagen
    (25% mehr für die Zulage für die 2. Schicht bzw. 50% mehr für die 3.  Schicht und die Nachtarbeit),
    -  bezahlte Prüfungsvorbereitungszeiten,
    -  sowie eine überproportionale Anhebung der Lehrlingsentschädigungssätze  (40%/50%/60%/70% des Facharbeiterlohnes)
  10. Geltungsbeginn der jeweiligen Änderung entweder 1.1.2018 bzw. 1.7.2018.