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Drohnen als wichtiges Werkzeug in der Arbeitswelt

WKÖ informierte über gewerbliche Nutzungsmöglichkeiten von Drohnen - Europaweite Regelungen werden derzeit erarbeitet

Drohnen sind längst mehr als ein Spielzeug, denn sie werden auch gewerblich eingesetzt. Oft können die unbemannten Flugobjekte klassische Arbeiten schneller, effizienter und ohne das Risiko für Personenschäden erledigen. Über Anwendungsbeispiele und die gesetzlichen Grundlagen informierte die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) im Rahmen des E-Days am Donnerstag. 

"Wir sehen unsere Drohnen als Werkzeug," sagte Philipp Knopf, Geschäftsführer von Skyability. Sein Unternehmen bietet verschiedene Dienstleistungen an, bei denen unterschiedliche Drohnen zum Einsatz kommen. Das Equipment reicht für das Fotografieren von Windkraftanlagen, aber auch zur Vermessung ganzer Städte. Sogenannte Orthofotos mit einem Laserscanner hätten eine solche Genauigkeit, dass man eine Zwei-Euro-Münze auf einem mehrere Hektar großen Areal erkennen könne. Ebenso kommen Drohnen mit Wärmebildkameras zum Einsatz. So kann bei großen Solaranlagen mit wenig Aufwand festgestellt werden, welche Zellen defekt sind und ausgetauscht werden müssen. Drohnen-Flüge sind aber nicht immer und überall möglich. "Die rechtliche Situation in Österreich ist tough", sagte Knopf. Er empfiehlt lieber einen professionellen Dienstleister zu suchen, anstelle rechtliche Konsequenzen zu befürchten.

Denn wird das Luftfahrtsgesetz verletzt, können Strafen bis zu 22.000 Euro auf den Drohnen-Piloten zukommen. Um sich mit dem Flugverhalten vertraut zu machen und die rechtlichen Grundlagen zu erlernen, empfehlen Hannes Fischler und Dominique Niederkofler von Air&More, Trainingskurse zu besuchen. Die Anbieter der ersten Drohnenversicherung Österreichs haben dafür ein eigenes Online-Portal geschaffen, in das sich jeder Anbieter kostenlos einschreiben kann.

Da es keine internationalen Bestimmungen für den Betrieb von Drohnen gibt, arbeitet die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) derzeit an einer EU-weiten Regelung. Laut einem Vorschlag soll das zulässige Gesamtgewicht von bewilligungsfreien "Spielzeug-Drohnen" statt 250 Gramm derzeit in Österreich bis zu ein Kilogramm betragen dürfen. Außerdem soll die maximale Flughöhe (statt 30 Meter) bis zu 50 Meter betragen dürfen. Ein dauerhafter Sichtkontakt wird aber weiterhin verpflichtend sein. Zusätzlich müssen alle Drohnen in dieser Kategorie mit einem Geofencing-System ausgestattet werden. So soll sich die Drohneautomatisch an festgelegte Sperrzonen halten. 

(S E R V I C E - Karte der Flugbeschränkungen in Österreich: https://map.dronespace.at/, Drohnenkurse in Österreich: https://www.drohnenkurs.com/)