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Handel mit Hanfprodukten

Die Suchtgiftverordnung wurde geändert. Was muss nun beachtet werden und welche Ausnahmen gibt es?

Die Rechtslage in der Suchtgiftverordnung wurde geändert und damit gab es auch vermehrt Anfragen zum Thema Hanf. Die Änderungen finden Sie hier. Was müssen Sie beachten?

Grundsätzlich sind Blüten- oder Fruchtstände der zur Gattung Cannabis (Hanf) gehörenden Pflanzen, denen das Harz nicht entzogen worden ist, Suchtgifte (siehe Anhang I, I.1.a. der Suchtgiftverordnung) und unterliegen den für Suchgifte geltenden Vorschriften des Suchtmittelrechts (insb. § 2 Suchtgiftverordnung).

Von diesem Grundsatz bestehen jedoch Ausnahmen (Anhang I Suchtgiftverordnung):

Demnach sind kein Suchtgift:

  • Jene der Verwendung für gewerbliche Zwecke dienenden Blüten- und Fruchtstände jener Hanfsorten, die
    • im Gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten gemäß Art. 17 der Richtlinie 2002/53/EG des Rates vom 13. Juni 2002, ABl. L Nr. 193/2002 S. 1, oder
    • in der österreichischen Sortenliste gemäß § 65 Saatgutgesetz 1997, BGBl. I Nr. 72/1997 idgF, 
    angeführt sind und deren Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) 0,3 Prozent nicht übersteigt, 
  • Produkte aus Nutzhanfsorten, die im ersten Spiegelstrich angeführt sind, sofern der Gehalt an Tetrahydrocannabinol 0,3 Prozent vor, während und nach dem Produktionsprozess nicht übersteigt und daraus nicht leicht oder wirtschaftlich rentabel Suchtgift in einer zum Missbrauch geeigneten Konzentration oder Menge gewonnen werden kann, sowie 
  • die nicht mit Blüten- oder Fruchtständen vermengten Samen und Blätter der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen.

Handel mit Hanfprodukten

Sofern daher diese Voraussetzungen für die Ausnahme von Cannabis (Hanf) von der Suchtgifteigenschaft vorliegen, unterliegt der Handel mit Hanf-Produkten nicht dem Suchtmittelrecht. Das Risiko für das Vorliegen (oder Nichtvorliegen) dieser Voraussetzungen trägt derjenige, der mit diesen Produkten handelt. 

Weiters gab es in der letzten Zeit auch Anfragen zu CBD, etwa in NEM. Es ist dabei zwischen

  • THC (Tetrahydrocannabinol), das eine psychotrope Wirkung erzielt, und
  • CBD (Cannabidiol), das nicht psychotrop ist,

zu unterscheiden. Obwohl CBD daher grundsätzlich nicht dem Suchtgiftrecht unterliegt, muss bei diesen Produkten auch immer der THC-Gehalt ermittelt und berücksichtigt werden. Dieser kann ggf. über dem erlaubten Grenzwert von 0,3 Prozent liegen, wodurch die Produkte eventuell nicht verkehrsfähig wären. 

Detaillierte Informationen zum Unterschied zwischen THC und CBD liefert ein Artikel in der Apotheker Krone. Allgemeine Informationen zu Hanf, zum Anbau, zu Lebensmitteln aus/mit Hanf sowie zu CBD-hältigen Produkten finden Sie auf der Homepage der AGES.

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