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DSGVO für den Kärntner Fahrzeughandel

Nutzen Sie unsere Musterschreiben zur Umsetzung der DSGVO in Ihrem Unternehmen.

Die Umsetzung der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, ab 25. Mai 2018 anzuwenden) ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Wer Kundendaten (von natürlichen Personen) speichert/verarbeitet und verwendet, muss eine umfassende und exakte Einwilligung des Kunden haben und innerbetriebliche Sicherheitsvorkehrungen treffen. Nachfolgende Informationen wurden unter Einbindung einer erfahrenen Rechtsanwaltskanzlei von BG Fahrzeughandel, BI Fahrzeugtechniker, AK Automobilimporteure und VÖK erarbeitet:

Innerbetriebliche Erfordernisse

  • Toolset mit auf den Handel abgestimmten Informationen 

 

Neukunden

Für die Erlaubnis zur Speicherung und Verwendung von Kundendaten ist eine "Einwilligungserklärung" des Kunden erforderlich.

  • Aufgrund des Erfordernisses der Freiwilligkeit und des sogenannten "Koppelungsverbots" darf Ihre Leistung (Verkauf, Reparatur, etc.) nicht an die Einwilligung des Kunden geknüpft werden.
  • Dieses Muster kann für folgende Rechtsgeschäfte verwendet werden: Fahrzeugverkauf, Probefahrt, Reparaturauftrag, §-57a-Überprüfung.
  • Es handelt sich um ein Muster; Sie müssen die Einwilligungserklärung auf Ihr Unternehmen individuell anpassen.
  • Bevor Sie den Kunden unterschreiben lassen, erklären Sie ihm, wofür Sie seine Daten verwenden, und der Kunde soll ankreuzen, wie er informiert werden will.
  • Händigen Sie dem Kunden eine Kopie der Einwilligungserklärung aus.
  • Achten Sie darauf, dass Sie nur dann Daten (zu Werbezwecken) an den Hersteller/Importeur weitergeben, wenn eine entsprechende Einwilligung des Kunden dazu vorliegt.
  • Aufgrund des Erfordernisses der Freiwilligkeit und des sogenannten "Koppelungsverbots" ist auch die Verknüpfung von Bonifikationen mit der Erfassung und Weiterleitung von Kundendaten an den Importeur/Hersteller nicht zulässig. 

Mitteilung an den Hersteller/Importeur

  • Um größtmögliche Klarheit zu erreichen, können Sie eine Mitteilung an den Hersteller/Importeur schicken (siehe Anlage). Damit wird keine neue Rechtsgrundlage geschaffen, sondern die bestehende Rechtslage abgebildet.
  • Wird vom Händler eine datenschutzkonforme Einwilligungserklärung verwendet und werden die Daten gemäß dieser Einwilligungserklärung korrekt an den Hersteller/Importeur weitergeleitet, dann haftet der Händler nicht für eine missbräuchliche Verwendung der Kundendaten durch den Hersteller/Importeur.
  • Wusste der Händler oder konnte er wissen, dass der Hersteller/Importeur die übermittelten Kundendaten nicht DSGVO-konform verwendet, dann könnte dies auch eine Haftung des Händlers dem Kunden gegenüber begründen.


Bestehende Kunden

  • Auch für bereits vorhandene Kundendaten muss eine Einwilligungserklärung vom Kunden eingeholt werden. Erklärungen, die als Vertragsbestandteil vom Kunden unterschrieben worden sind, genügen nicht (aufgrund des Gebots der Freiwilligkeit und des "Koppelungsverbots" von Vertrag und Einwilligung).
  • Das Kundenschreiben kann per Post oder per Mail erfolgen. Die technisch einfachste Lösung ist, wenn mit der Mail ein Link zur Einwilligungserklärung mitgeschickt wird und diese nach Ankreuzen der Einwilligung retourniert werden kann.
  • Kundendaten, für deren Verwendung Sie keine Einwilligung des Kunden haben, müssen gelöscht werden und dürfen keinesfalls für Werbung bzw. "Erinnerungen" (Reifenwechsel, §-57a-Überprüfung, etc.) verwendet werden.

 

Wir hoffen, Ihnen damit eine praktikable Hilfestellung zu leisten. Alle Informationen und Muster finden Sie auch hier. Bei Neuerungen zum Thema Datenschutz werden wir Sie umgehend informieren.

Stand: