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EU will weitere 250 Milliarden Euro in Ökostrom stecken

Die EU will Erneuerbare Energie weiter unterstützen, um die Zusagen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen nicht zu verfehlen.
Bis 2030 müssen nach einer EU-Schätzung 254 Milliarden Euro zusätzlich in Ökostromanlagen investiert werden, um die Ausbauziele für Erneuerbare Energien zu erreichen. Dies geht aus Entwürfen für ein Energiepaket der EU-Kommission hervor, die bis Ende November fertig sein sollen.

Ohne zusätzliche Anstrengungen käme die EU demnach bis 2030 nur auf einen Anteil der Erneuerbaren am Gesamtenergieverbrauch von 24,3 Prozent. Damit würde sie ihr Ziel von mindestens 27 Prozent und damit auch die Zusagen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen verfehlen, heißt es im Entwurf einer Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien.

"Um diese Lücke zu schließen, ist eine erhebliche Investitionsanstrengung nötig", heißt es darin. Die genannte zusätzliche Summe von 254 Milliarden Euro beziehe sich nur auf die Stromerzeugung. Die Kommission hatte 2015 die gesamte Investitionssumme für Ökostrom bis 2030 auf eine Billion Euro geschätzt.

Mit dem für 30. November erwarteten Energiepaket soll deutlich werden, wie die EU-Kommission die Nutzung von Erneuerbaren bei Strom, Heizung, Kühlung und Verkehr vorantreiben und gleichzeitig den Strommarkt für Quellen wie Wind und Sonne rüsten will. Auch um die Steigerung der Energieeffizienz soll es gehen. Umweltschützer kritisieren die in Brüssel kursierenden Entwürfe als zahnlos.

Die EU hatte ihre Klimaziele für das Jahr 2030 schon 2014 festgesetzt. Neben dem Erneuerbarenziel ist vorgesehen, dass der Ausstoß an Treibhausgasen um mindestens 40 Prozent im Vergleich zu 1990 sinkt und die Energieeffizienz um mindestens 27 Prozent steigt.