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Forschung und Innovationskraft weiter stärken

Spartenobmann Alexander Bouvier spricht Klartext und erwartet sich wieder mehr Investitionen. Trotzdem müssen noch einige bürokratische Hürden aus dem Weg geschaffen werden.
Wir blicken auf ein sehr turbulentes Jahr 2016 zurück mit Ereignissen, deren Auswirkungen teilweise noch gar nicht abgeschätzt werden können.
Die zunehmende Polarisierung und Spaltung in vielen Ländern und die Zerrissenheit Europas in der Bewältigung der Flüchtlingsströme, die verheerenden Terroranschläge in ganz Europa von Brüssel über Nizza bis Berlin, wo nichtsahnende, völlig unbeteiligte Menschen sterben mussten oder verletzt wurden, die Umwälzungen in der Türkei mit Massenverhaftungen und der Brexit waren Ereignisse die Europa politisch und wirtschaftlich erschütterten.


Der Sieg von Donald Trump bei der im November durchgeführten Präsidentenwahl in den USA kam für viele unerwartet und die Auswirkungen auf das internationale Sicherheitsgefüge und die weltweite wirtschaftspolitische Vernetzung sind noch nicht absehbar. In Österreich durften wir mehrmals zur Wahlurne schreiten bevor es endlich nach Anfechtung, Verschiebung und Wiederholung im Dezember einen Wahlsieger feststand.


Der wichtigste Meilenstein für Kärnten aber war sicherlich die Gläubigereinigung im Hypo-Heta Debakel, wodurch zumindest rechtliche Klarheit geschaffen und die drohende Insolvenzgefahr abgewendet werden konnte. Einfach werden die kommenden Jahre für unser Bundesland aufgrund des notwendigen Sparzwanges aber dennoch nicht.



Das vergangene Jahr war für die Wirtschaft in Österreich und in Kärnten nicht nur aufgrund dieser Rahmenbedingungen ein herausforderndes. Deshalb war es erfreulich, wenn Konjunkturumfragen und das Wirtschaftsbarometer der WKÖ Ende des Jahres verhalten positive Signale und einen gewissen Optimismus seitens der Unternehmen erkennen ließen. Positive Erwartungen den Gesamtumsatz betreffend, vor allem bei den für Kärnten so wichtigen exportorientierten Betrieben gestützt  durch eine gute Auftragslage, aber auch die gegenüber dem Österreichschnitt noch stärker gesunkene Arbeitslosigkeit sollten zur Hoffnung Anlass geben, dass sich das allgemeine Wirtschaftsklima verbessert. Dies führt auch dazu, dass laut den Umfragen wieder mehr Betriebe Bereitschaft zu Investitionen bekunden.



Wobei es aber abzuwarten bleibt, ob neben den bereits genannten wirtschaftspolitischen Unsicherheitsfaktoren auch die bürokratischen Belastungen und zeitlich nicht planbare Betriebsanlagengenehmigungsverfahren dann nicht doch insbesondere bei Neuinvestitionen zu einer Nichtrealisierung führen.


Damit dies nicht passiert und Neuinvestitionen, die letztendlich auch zur Sicherung bestehender und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führen, umgesetzt werden, gilt es Forschung und Innovationskraft weiter zu stärken, den Umfang  der notwendigen Reformen von Verwaltung über Steuern hin zu Arbeitsrecht und Gesundheit  und die Geschwindigkeit der Umsetzung zu erhöhen und auch die Bereitschaft und den Mut von Menschen zur Gründung von Start-ups zu unterstützen. Denn die Schaffung neuer, interessanter Jobs ist auch eine wichtige Voraussetzung für die immer wieder beklagte mangelnde Bereitschaft unserer jungen Menschen nach ihrer Ausbildung wieder nach Kärnten zurück zu kehren.


Die Industrie ist Kärntens wichtigster Wirtschaftszweig und Jobmotor. Daher benötigen wir Rahmenbedingungen, die es unseren Unternehmen ermöglichen wettbewerbsfähig zu bleiben und auf den Weltmärkten zu bestehen. Dies sollte Allen in diesem Land bewusst sein, der Politik, der Verwaltung und der Bevölkerung insgesamt. Wenn, statt verstärkt über Einsparungen und Kostensenkungen nachzudenken, die Defizite wieder nur über stärkere Belastungen und Einnahmen abgedeckt werden sollen oder neue Regulative oder Gesetzesnovellen wie beispielsweise jene zum Naturschutzgesetz zwangsläufig zu einer Ausweitung der Bürokratie und zur Verlängerung und Verteuerung von Verfahren führen, werden wir das Ziel, das effizienteste Bundesland Österreichs zu sein, nicht erreichen.



Mit der Heta-Lösung haben sich für Kärnten wieder neue Perspektiven eröffnet. Es gibt zu den genannten Bereichen, die das Bundesland in eine erfolgreiche Zukunft führen sollen, viele Überschriften, Positionspapiere und Masterpläne, gute Ideen und durchaus positive Ansätze und erste Erfolge, aber jetzt sind Realisierung und Umsetzung gefragt.