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Österreichische Skiindustrie

Skisport im Trend

Skifahren ist In

Der schneereiche Winter hat mit weißen Bilderbuchlandschaften beste Pistenverhältnisse gezaubert und damit so richtig Lust gemacht aufs Skifahren. Dazu kamen die vielen Triumphbilder, welche die siegreichen heimischen Athleten bei der diesjährigen alpinen Ski WM in die Wohnzimmer geliefert haben und so manchen passiven Zuseher auch zum aktiven Skifahren motiviert haben. Die Verkaufszahlen der vergangenen Saison belegen diese erfreuliche Entwicklung.

Das Angebot der Skiindustrie ist vielfältig und hochwertig wie nie zuvor, es bleiben keine Kundenwünsche offen, Individualität, Bequemlichkeit, hohe Qualität und Unkompliziertheit stehen im Fokus und werden gleichermaßen bedient. Um Wintersport als Gesamterlebnis für alle Sinne auf höchstem Niveau anzubieten, bedarf es dieses Topangebotes seitens der Skiindustrie. Und es braucht ein optimales Zusammenwirken auch von Tourismus, Seilbahnwirtschaft, Verleih und Skischulen sowie den intelligenten Einsatz neuer Technologien für mehr Convenience. Erst dieses rundum Wohlfühlpaket schafft glückliche und treue Skifahrer, die sich jedes Jahr aufs Neue freuen, endlich wieder die Skier anzuschnallen.

Ski Sport und versteckte Potenziale

Von wegen gesättigte Märkte, es geht mehr ohne Qualitätsverlust für die schon Gewonnenen – auch wenn die Wintersaison gut gelaufen ist. Da gibt es eine ganze Menge an potentiellen Skifahrern, die erst bzw. wieder abgeholt werden muss, dieses Potential muss erkannt und genutzt werden.

Nichtskifahrer gilt es auf die Pisten zu locken. Skifahren lernen in drei Tagen ist ein Erfolgsprogramm, das von österreichischen Skischulen erfolgreich umgesetzt wird.

Aussteigern soll Lust gemacht werden, wieder einzusteigen, ein Comeback zu wagen, nachdem sie vielleicht mit Kindern und Beruf irgendwie den Anschluss verpasst haben.

Ältere Junggebliebene gilt es, auf der Piste zu halten und ihnen den gesundheitlichen und gesellschaftlichen Nutzen dieses Sportes bewusst zu machen sowie sie zu motivieren, dran und aktiv zu bleiben.

Kindern und Jugendlichen, die in skiferner Umgebung aufwachsen, muss als Bildungsauftrag von der Schule her dieser Zugang zum Skifahren eröffnet werden, denn sie sind die Kunden von morgen. Wenn sie heute und jetzt nicht abgeholt werden, sind sie wohl für immer verloren, weil sie nicht einmal Aussteiger waren und damit eine positive Erinnerung und Motivation fehlt.

Skifahren mit rot-weiß-roten Marken – Botschafter Österreichs

Die österreichische Skiindustrie hat mit den so zahlreichen Podestplätzen bei der Ski WM in Aare sehr eindrucksvoll vor Augen geführt, was dieses Land an wirtschaftlichem und kulturellem Potential aufbieten kann. Österreich spielt mit den heimischen Top-Marken Atomic, Fischer, Head und Blizzard weltweit absolut in der Top Liga, eine stabile Exportquote von über 80 % veranschaulicht diesen Erfolg. Ständige Investitionen und Novationen der heimischen Skiindustrie sind bestimmende

Faktoren dafür, dass Österreich als die Skination wahrgenommen wird. Ski made in Austria sind nicht zufällig beliebte Gastgeschenke bei Auslandbesuchen, weil sie als Botschafter Topqualität und österreichische Kultur gleichermaßen repräsentieren.

Hoffnungsmarkt China

Es gibt ein gemeinsames Verständnis der österreichischen Skiindustrie, dass China als weltweit einziger Zukunftsmarkt ein wichtiges Thema ist und dabei wird ein Ziel konsequent verfolgt: Menschen im China zum Skifahren bringen – die Skiindustrie braucht Skifahrer vor Ort! Und wie geht das, nur mit ausgebildeten professionellen Skilehrern aus Österreich. Der Fokus liegt daher auf Skilehrerausbildung. Zusätzlich sollte auch ein Österreich Haus in einer der olympischen Regionen integriert sein, das Österreich als Skination und attraktive Tourismus- und Kulturnation repräsentiert.

Damit die Skination Nr. 1 die chinesische Regierung darin unterstützen kann, dass Millionen von Menschen bis zu den olympischen Winterspielen 2022 Lust auf Skisport bekommen, braucht die österreichische Skiindustrie gemeinsam mit führenden Unternehmen des Netzwerks Winter China Rückenwind und Unterstützung der für Export, Wirtschaft und Österreichwerbung zuständigen Ministerien und Interessenvertretungen. Es bedarf eines großen Masterplan China, einer Initiative „Go China“, die auch finanziell entsprechend ausgestattet wird, die Skiindustrie kann das nicht stemmen. Vorbereitungshandlungen gemeinsam mit den zuständigen Außenhandelsdelegierten sind im Laufen.

Netzwerk Winter – Neue Herausforderungen

Österreich ist ein Tourismusland, das den Großteil der touristischen Wertschöpfung aus dem Wintersporttourismus bezieht. Skifahren ist nach wie vor das Zugpferd für den Besuch Österreichs und seiner alpinen Regionen. Dieses Bewusstsein muss bei allen wintersportabhängigen Branchen ganz tief verwurzelt sein, um gemeinsam und geschlossen an einem Strang in dieselbe Richtung zu ziehen. Auch in der Politik muss diese Botschaft ankommen, die volkswirtschaftliche Dimension des Wintersports außer Streit gestellt und dementsprechend unterstützt werden.

Eine der Herausforderungen für den Wintersporttourismus ist die fortschreitende Klimaerwärmung. Dennoch ist die Geschäftsgrundlage Schnee gesichert, die Beschneiungstechnik macht Schneesicherheit nachhaltig möglich. Um kritischen Stimmen betreffend Engagement im alpinen Bereich adäquat und auf Augenhöhe zu begegnen, wurde der überregionale Verein VITALPIN gegründet, eine Plattform, die als NGO einen Gegenpol auf Augenhöhe zu Umweltorganisationen bildet und die D-A-CH Regionen inklusive Südtirol umfasst. Es geht darum, Wohlstand und Tourismus in den Alpen bei gleichzeitig schonendem Umgang mit Ressourcen in einem ökologisch sensiblen Raum zu vereinen. Die österreichische Skiindustrie bringt dabei ihre Interessen mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit, Imagepflege sowie langfristige Entwicklung ein.

Eine weitere Herausforderung sind die unzähligen Alternativangebote mit Fernreisen, Kreuzfahrtschiffen sowie unkoordinierte regional Einzelmaßnahmen mit einer negativen Wechselwirkung. Auch hier gilt es eine einheitliche Sichtweise zu verfolgen und akkordierte Maßnahmen zu setzen. Für den Tourismus und für die Politik muss klar sein – es gibt keinen Plan B zum Skisport. Dieses Commitment muss sich auch budgetär im Mittelfluss für Tourismusausgaben niederschlagen und in „pro Wintersport-Initiativen“. Dazu gehört die schon lange verfolgte Aktion „Pro Wintersportwochen“. Wenngleich ins Regierungsprogramm aufgenommen, ist ein wirklicher Durchbruch politisch noch ausständig. Nach wie vor ist die 40 % Rabattaktion für Skiequipment als Fördermaßnahme für Begleitlehrer bei Skikursen trotz intensiver Bemühungen rechtlich noch nicht abgesichert.

Es gilt, bei all diesen Zukunftsthemen dran und geeint zu bleiben und allen Verantwortlichen immer wieder vor Augen zu führen, wie wichtig diese Branche als österreichisches Kulturgut gesamtwirtschaftlich gesehen ist.