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Die Quadratmeterzahl wird immer unwichtiger

Trendforscherin Oona Horx-Strathern gab bei der Fachgruppentagung der Immobilien- und Vermögenstreuhänder einen Ausblick auf die Zukunft des Wohnens.

Früher kaufte man ein Haus fürs Leben. Heute erfordert jede Lebensphase ein anderes Wohnkonzept. Die Menschen sind flexibler geworden und das spiegelt sich auch in ihren Lebensräumen wider. Welche Megatrends dabei für Immobilien- und Vermögenstreuhänder von Bedeutung sind, erzählte Trendforscherin Oona Horx-Strathern bei der diesjährigen Fachgruppentagung in Klagenfurt. "In der Zukunft wird die Nachfrage nach Wohnraum nicht mehr von der Quadratmeterzahl bestimmt, sondern von der Qualität der shared spaces, also der geteilten Räume", ist Horx-Strathern überzeugt. Bereits jetzt gibt es in großen Metropolen solche Wohnanlagen nach dem Co-Living-Prinzip. Dabei sind die privaten Wohneinheiten klein gehalten und auf das Wesentliche beschränkt. Küche, Fitnessraum, Swimmingpool, Kino oder Gästezimmer werden gemeinschaftlich geteilt und sind inklusive. "Die Menschen wollen nicht mehr viele verschiedene Rechnungen, sondern eine, die alles abdeckt", sagt Horx-Strathern.

Trendforscherin Oona Horx-Strathern
Trendforscherin Oona Horx-Strathern: "In der Zukunft wird die Nachfrage nach Wohnraum nicht mehr von der Quadratmeterzahl bestimmt, sondern von der Qualität der shared spaces.

Immobilienverkauf neu denken

Eine Wohnung muss dann anders verkauft werden. Nicht mehr über Quadratmeter, sondern über Services, die extra angeboten werden können. In Kärnten würden solche Wohnanlagen im Sinne der Shared-Spaces-Philosophie Bauträger, Hausverwalter und Immobilientreuhänder vor völlig neue Herausforderungen stellen, das bestätigt Michael Fohn, Obmann der WK-Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder. Doch ganz ignorieren lässt sich diese Entwicklung nicht. Die demografische Veränderung der Bevölkerung verändert die Ansprüche ans Wohnen. "Deshalb müssen vor allem Bauträger viel mehr auf die soziale und demografische Änderungen in der Gesellschaft Rücksicht nehmen sowie auf intelligente Grundrisse achten." Barrierefreiheit sei nur ein Teil davon.

Fachgruppentagung der Immobilien- und Vermögenstreuhänder
Fachgruppenobmann Michael Fohn freut sich über eine gelungene Fachgruppentagung.

Beziehungen bauen

"Ein großes Problem ist zum Beispiel auch die Einsamkeit der Leute in der Stadt. Architektur kann kommunikative Orte schaffen, wo die Menschen wieder zusammen finden", ist Horx-Strathern überzeugt. Smartes Wohnen definiert sie als soziale, architektonische, ästhetische Intelligenz. Dabei spielen Design, Natur und Material eine größere Rolle als Technik. Vielmehr gehe es um eine bessere Kommunikation untereinander. Horx-Strathern: "Wenn man ein Gebäude baut, baut man Beziehungen. In Zeiten von smarten Häusern und einer zunehmenden Technologisierung sollten wir das nicht aus den Augen verlieren und mit mehr Achtsamkeit Wohnräume gestalten."