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Lotsen für digitale Transformationen

Der Lehrgang zum Digitallotsen findet gerade statt und Lehrgangsleiter Udo Müller zieht ein kurzes Resümee. Er sagt: "Es ist notwendig, sich auf neue Herausforderungen einzustellen."
Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Im kommenden Jahr startet eine Reihe von Förderprogrammen in diesem Bereich. Dazu werden zahlreiche qualifizierte Berater benötigt, die Unternehmen im Zuge dieser Programme begleiten. Die Fachgruppe UBIT hat prompt reagiert und die Fortbildung UBIT-Digitallotse zum Leben erweckt, die bereits Ende Oktober an den Start gegangen ist. Unternehmensberater Udo Müller hat den Lehrgang gemeinsam mit Universitätsprofessor Gernot Mödritscher entwickelt und erklärt im Interview, worum es geht und wie es derzeit läuft.

Wie Sind Sie und Gernot Mödritscher auf die Idee gekommen, diese Qualifizierung zu veranstalten?

Udo Müller: Die Digitalisierung wird vor keiner Branche und keinem Unternehmen Halt machen. Alles was sich vernetzen lässt, wird auch irgendwann vernetzt. Die Digitalisierung ist eine große Herausforderung für alle Unternehmer und bringt aber auch neue Chancen mit sich. Durch optimierte Geschäftsprozesse, die Verbindung von bereichs- und unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten und die intelligente Verknüpfung von Daten entstehen völlig neue Geschäftsmodelle. In ganz Europa werden Regionen und Branchen auf das Thema der Digitalisierung und der Geschäfts-Modell-Transformationen fit gemacht. Viele Unternehmer greifen das Thema auf und Förderstellen werden in den nächsten Jahren dieses Thema unterstützen. Zur professionellen Umsetzung dieser Projekte werden gut ausgebildete Berater- und Experten-Netzwerke benötigt.

Warum ist diese Ausbildung so wichtig?
Müller:
Angesichts dieser tiefgreifenden Veränderungen, die mit der Digitalisierung verbunden sind, ist es für Berater und IT-Dienstleister notwendig, sich auf neue Herausforderungen einzustellen, neue Managementmethoden und Technologien zu etablieren und intelligente Netzwerke zur Umsetzung von gemeinsamen Projekten zu bilden.

Was erwartet die Teilnehmer?
Müller:
Gerade die Kooperation zwischen Wirtschaftskammer, Unternehmen und Wissenschaft ist sehr bereichernd und es erwartet die Teilnehmer ein sehr guter Mix an Themen zur digitalen Transformation. Der UBIT-Digitallotse ist keine einmalige Qualifikation, sondern als lernendes Kompetenz- und Methoden-Netzwerk aufgesetzt und wird durch fortlaufende Initiativen und Lerngruppen weiter gefördert.

Welchen Profit habe ich, wenn ich den Kurs erfolgreich beendet habe?
Müller:
Die Teilnehmer bekommen einen sehr guten Überblick über die Themen der Digitalisierung und Industrie 4.0 und kommen mit Experten gut in Kontakt. Die Zusammenarbeit und Kooperation von Unternehmensberatern, IT- Experten und IT-Dienstleistern in gemeinsamen Projekten zu den Themen Industrie 4.0 und digitale Transformation werden gefördert und im Sinne einer Wissensdrehscheibe weiterentwickelt.

Die Ausbildung läuft noch bis Februar 2017. Wie läuft derzeit der Kurs?
Müller:
Wir starteten die Ausbildung Ende Oktober mit einem guten Mix aus 18 Teilnehmern aus den drei Berufsgruppen Unternehmensberater, IT-Dienstleister und Buchhalter. Zurzeit haben wir das Start-Modul mit eineinhalb Tagen Impuls-Workshops und zwei Webinare erfolgreich hinter uns gebracht. Ende Februar 2017 gibt es einen Abschlussworkshop und es werden dabei Best-Practices einfließen, um den Transfer von der Theorie in die Praxis zu gewährleisten.

Kann man bereits jetzt sagen, ob es eine Fortsetzung geben wird?
Müller:
Vielleicht wird die Qualifizierungsmaßnahme in ganz Österreich übernommen, da laufen gerade Gespräche dazu. Auf alle Fälle wollen wir einen zweiten Durchgang im Frühjahr 2017 starten und im Herbst 2017 weitere Lerngruppen und Qualifizierungmaßnahmen zu speziellen Management- und Branchenthemen aufsetzen.