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Beraterbranche als Wachstumstreiber

Die Bundessparte Information und Consulting zieht eine erfreuliche Bilanz: Mit 7,4 Prozent Umsatzrentabilität liegt die Branche knapp doppelt so hoch wie andere Wirtschaftssektoren.

Die jüngste Kennzahlenanalyse der KMU Forschung Austria für die rund 125.000 Unternehmen der IKT-Branche liegt auf dem Tisch. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Demnach weisen die wissensbasierten Dienstleister im Gesamtschnitt eine zufriedenstellende Ertragssituation auf. Mit 7,4 Prozent Umsatzrentabilität (+0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr) liegt die Branche knapp doppelt so hoch wie andere Wirtschaftssektoren.

Drei Viertel erwirtschaften positives Betriebsergebnis

Die Ergebnisse beruhen auf einer Kennzahlenanalyse von 8.460 Jahresabschlüssen von bilanzierenden Unternehmen der Sparte IC für das Bilanzjahr 2015/2016. Dabei weisen die Bilanzen für über drei Viertel der Unternehmen ein positives Betriebsergebnis aus, wobei bei den kleineren Unternehmen bis 300.000 Euro Jahresumsatz knapp 73 Prozent ein positives Ergebnis schaffen. Bei Unternehmen mit mehr als sieben Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaften sogar 81 Prozent ein positives Ergebnis. Die Einnahmen-/Ausgabenrechner in der Sparte Information und Consulting haben durchschnittlich 159.910 Euro betriebliche Einnahmen erwirtschaftet.

Eigenkapitalquote neuerlich gefestigt

Im Gesamtdurchschnitt sind die bilanzierenden Unternehmen der Sparte IC mit 33,1 Prozent Eigenkapital-finanziert, womit der Aufwärtstrend der letzten Jahre fortgesetzt werden konnte (+0,5 Prozent). An der Spitze liegen die Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen mit 39,5 Prozent Eigenkapitalquote, gefolgt von Finanzdienstleistern mit 37,1 und Unternehmensberater/IT mit 36,3 Prozent.

Die Wachstumsbranchen Consulting und Informationstechnologie sowie Werbung und Marktkommunikation boomen nach wie vor. Die Branchen verzeichnen steigende Mitgliederzahlen und damit entsprechenden Wettbewerbsdruck - aber trotzdem schaffen es die Betriebe durch großen Einsatz, die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse in den vergangenen Jahren ständig zu verbessern und ihre Eigenkapitalbasis zu stärken. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht liegen immerhin 29 Prozent aller Unternehmen der Sparte Information und Consulting unter den Top-Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent und einem Gewinn vor Steuern von über 10 Prozent der Betriebsleistung. Der steigende Konkurrenzdruck in den modernen Wachstumsbranchen stellt aber auch 11 Prozent der Betriebe vor echte Finanzierungs- und Ertragsprobleme, wobei 7 Prozent der Unternehmen buchmäßig überschuldet sind und in der Verlustzone stehen.