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Künstliche Intelligenz betrifft alle

Wo überall Künstliche Intelligenz drinsteckt und worauf sich Unternehmen vorbereiten sollten, erfuhren die Teilnehmenden bei der TrendIT im MAKERSPACE Carinthia in Klagenfurt. Großen Anklang fand dabei der Workshop über das Machine Learning. 

Nutzen Sie schon Künstliche Intelligenz, kurz KI, im Alltag? Die Besucher der TrendIT im Makerspace Carinthia in Klagenfurt, der Zukunftsveranstaltung der Fachgruppe UBIT, Wirtschaftskammer Kärnten, zückten ihr Smartphone und nahmen an der Liveumfrage teil. 60 Prozent antworteten mit ja. Sie nutzen bereits Künstliche Intelligenz. 13 Prozent antworteten mit Nein und 27 Prozent waren sich nicht ganz sicher. Das zeigt, rund um das Thema Künstliche Intelligenz gibt es noch jede Menge Aufklärungsbedarf. Denn inzwischen hat Künstliche Intelligenz bereits alle Bereiche des Lebens durchdrungen. Jeder ist schon einmal damit in Berührung gekommen oder verwendet diese. Aber den meisten ist das gar nicht bewusst. Deshalb stand die TrendIT heuer ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz und holte renommierte Experten nach Kärnten, die Einblicke in die Entwicklung und die vielfältigen Facetten von KI gaben.

Clemens Mader, UBIT-Obmann Martin Zandonella und Andreas Klug
© Dietmar Wajand/aufgeschnappt Kennen sich aus beim Thema Künstliche Intelligenz: Clemens Mader, UBIT-Obmann Martin Zandonella und Andreas Klug (v. l.)

Wissensvorsprung auf der TrendIT

Während sich am Vormittag Unternehmen direkt bei Workshops über Machine Learning oder Digital Retail informierten, stand am Nachmittag der Austausch über Künstliche Intelligenz am Programm. Martin Zandonella, Obmann der WK-Sparte Information und Consulting, freute sich über das Interesse. "Es ist ein kostenloses, aber umso wertvolleres Angebot Ihrer Fachgruppe UBIT für Ihren persönlichen Wissensvorsprung", sagt er. Begeisterung und Skepsis - egal, wie jemand zum Thema Künstliche Intelligenz steht, Wissen hilft in jedem Fall weiter und eröffnet neue Perspektiven auch für den beruflichen Alltag. Hier drei Einblicke in aktuelle Entwicklungen:

Großer Erfolg: Workshop zum Machine Learning

Moderne Computersysteme produzieren und speichern enorme Datenmengen, wie Sensormesswerte von Fertigungsanlagen, klinische Bilder oder geografische Standorte. In vielen modernen Anwendungen werden diese Daten von Spezialisten manuell verarbeitet, um Entscheidungen über deren Folgen zu treffen. So werden beispielsweise klinische Bilder von den Ärzten analysiert, um zu entscheiden, ob ein Patient eine Krankheit hat oder nicht. Die manuelle Analyse ist jedoch langsam und fehleranfällig. Die Automatisierung der Entscheidungsprozesse kann mit Methoden aus dem Bereich Machine Learning durchgeführt werden, indem entsprechende Klassifikationsmodelle aus den Eingangsdaten trainiert werden. Die daraus entstehenden Ansätze können verschiedene Aufgaben der Künstlichen Intelligenz wie Krankheitserkennung, vorausschauende Instandhaltung oder automatisches Monitoring lösen und neue Perspektiven für intelligente Anwendungen eröffnen. Darüber berichtete Konstantin Schekotihin in einem Workshop am Vormittag. Er ist assoziierter Professor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Künstliche Intelligenz

"Künstliche Intelligenz begegnet uns im Alltag ständig, aber oft nehmen wir diese gar nicht bewusst als künstliche Intelligenz war", sagt Das bestätigt Clemens Mader. Der gebürtige Österreicher arbeitet als Wissenschafter an den beiden weltweit renommierten Forschungseinrichtungen, er gilt als herausragende Kapazität. Sein Kernthema ist die Künstliche Intelligenz im Konnex der nachhaltigen Veränderungen in Gesellschaft, Bildung und Arbeitswelt, und wie Mitarbeiter auf die künftigen Szenarien bestmöglich vorbereitet werden können. "Der Sprachassistent am Smartphone oder das Navigationsgeräte im Auto, dahinter steckt immer künstliche Intelligenz, also eine Ansammlung von Daten, die benutzerspezifisch angepasst und aufbereitet wird", erklärt Mader. Künstliche Intelligenz sei enorm vielfältig und bringe viele Chancen, die auch kleinere Unternehmen als Möglichkeit für die Weiterentwicklung sehen sollten. Durch Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter können Potenziale von Künstlicher Intelligenz erkannt, Stolpersteine umgangen und Weichen für eine nachhaltige Entwicklung gestellt werden.

Maschinen und Menschen: keine Rivalen

Laut Experten werden in den nächsten zehn bis 15 Jahren die meisten Arbeitsplätze von digitalen Assistenten unterstützt. Von der Produktion bis hin zur Dienstleistung, betrifft künstliche Intelligenz alle Branchen. Umso wichtiger ist es, dass sich Unternehmen rechtzeitig mit dem Thema auseinandersetzen und auch ihre Mitarbeiter auf die Veränderungen in den Arbeitsprozessen vorbereiten, meint Andreas Klug. Er ist Marketing-Vorstand der ITyX AG in Köln, Pionier bei der Transformation von Arbeitsprozessen in automatisierte, zukunftsfähige Abwicklungen. "Wir müssen aufhören Maschinen als Rivalen von Menschen zu betrachten." Künstliche Intelligenz werde viel verändern, aber sie sei eine Unterstützung für die Menschen und niemals ein Ersatz für sie. Digitale Assistenten werden im Arbeitsalltag helfen, die Produktivität zu erhöhen. "Und aufgrund der demografischen Entwicklung werden wir diese Produktivitätssteigerung auch brauchen, weil wir gewisse Jobs gar nicht mehr nach besetzen können", sagt Klug.

Offen bleiben für Neues

Gerade Unternehmen sollten offen bleiben für Unterstützung, die die Arbeit für sie und ihre Mitarbeiter in Zukunft leichter macht. Das war auch die Botschaft bei der Podiumsdiskussion mit Martin Zandonella, Andreas Klug, Clemens Mader und Philipp Hungerländer. Letzterer ist Professor am Institut für Mathematik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Geschäftsführer der Hex GmbH. Er nützt Künstliche Intelligenz für die Digitalisierung, Automatisierung und Optimierung des Personen- und Gütertransports sowie der Produktions- und Lagerlogistik.

Fotos Workshop Machine Learning

Fotos TrendIT 2019

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