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Macher treffen sich im "Makerspace"

Die ehemalige Postgarage in der Klagenfurter Lastenstraße mutiert bis Juni 2018 zum Zentrum für Start-ups. Erste Unternehmen haben sich bereits angesiedelt.

Früher fuhren in der Postgarage in der Lastenstraße in Klagenfurt Busse aus und ein. Jetzt wird dem rund 1.200 Quadratmeter großen Areal mit dem "Makerspace" neues, kreatives Leben eingehaucht. Die leerstehenden Hallen sollen bis Juni 2018 für innovative Betriebe und Menschen in Ausbildung zukunftsfit gemacht werden. Wohin die Reise gehen soll, hat Projektverantwortlicher und IT-Sprecher Martin Zandonella bei einer ersten Besichtigung mit rund 100 Teilnehmenden ganz klar vorgegeben: "Wir wollen hier die Produktion von Prototypen forcieren."

Die ersten Macher im Space

Mit Alexander Mann und Daniel Pressl haben sich bereits zwei Macher im "Makerspace" eingenistet und versprühen den künftigen Innovationsgeist. Alexander Mann und seine pixapo GmbH ist Österreichs Gründer des Jahres, baut Möbel aus Wellpappe und haucht Printprodukten mit riesigen Druckern neues Leben ein. Der andere, Daniel Pressl, grübelt mit seiner ABC House über den Lebensraum der Zukunft nach. Er präsentiert zum Beispiel einen Vorhang, der die Raumtemperatur regelt und mittels Touchscreen bedient werden kann. Die Teilnehmenden staunen, quittieren die Vorträge mit Applaus. Gleich vor Ort werden dann die kreativen "Prototypen" der beiden Start-ups unter die Lupe genommen.

Pionierzeitraum mit 700 KMU

Der Makerspace ist eine 100-Prozent-Tochter der Wirtschaftskammer. Alleine in Spezialmaschinen wird mit Förderungen des Bundes eine Million Euro investiert. Rund zwei Millionen Euro sollen bis zur Fertigstellung in das Prestigeprojekt gepumpt werden. Bis Ende September soll auch ein Geschäftsführer für die Makerspace GesmbH feststehen. Vom Start-up bis zum Großbetrieb definiert sich das Zielpublikum, die sich mit gleichgesinnten Kreativen austauschen sollen. Die Messlatte wird von Zandonella gleich hochgehalten: "700 kleine und mittlere Unternehmen sollen im Pionierzeitraum aus und ein gehen." Dabei setzt der Makerspace auch auf Kooperationen. So befinden sich im Einzugsgebiet das Technikzentrum der WK Kärnten, einige HTLs, die Berufsschule und nicht zu vergessen die Alpen Adria Universität Klagenfurt sowie die Fachhochschule Kärnten.

Greifbare Prototypen

Die Ideen zur Umsetzung sind den Projektverantwortlichen bei Studienreisen in die benachbarte Schweiz oder nach München gekommen. Hier werde bereits eifrig mit ähnlichen Projekten gearbeitet. Der Makerspace solle sich auch dadurch auszeichnen, dass kreative Räume entstehen und das Arbeiten miteinander großgeschrieben wird. Die Prototypen sollen den Besuchern greifbar gemacht werden. Das wird künftig in der aufgelassenen Tankstelle im Innenhof passieren, die quasi als Schauraum dient. Statt Bussen sollen also in Zukunft in der Lastenstraße Roboter aus und ein fahren und den Geist der Digitalisierung und Industrie 4.0 in die Welt tragen. 

Bei Pizza und gekühlten Getränken wurde noch lange über den Makerspace diskutiert und vielleicht schon die eine oder andere Vorbestellung für einen "Makerraum" geschlossen. Die Konditionen stehen derzeit übrigens noch nicht fest.

Makerspace-Präsentation