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15 Jahre ink Music

Mitte September feierte die Full-Service-Agentur ink Music ihren 15. Geburtstag mit Live-Acts vor vollem Haus im Wiener Wuk. Geschäftsführer und ink-Mastermind Hannes Tschürtz lässt im Film, Sound & Media-Interview die Geschichte seiner Company Revue passieren und analysiert den Status Quo der heimischen Musik-Szene.
Stand:
Hannes Tschürtz

Wie kam es zur Gründung von ink Music?
HANNES TSCHÜRTZ:
Die Marke ink Music ist 2001 entstanden, als ich noch im Büro von Walter Gröbchen, der damals eine reine Promotion- und PR-Agentur führte, saß und ich für die Band Zeronic, die ich damals schon einige Zeit betreute ein Label benötigte. Das war der Anlass, mich selbstständig zu machen und eben ein Label zu gründen. Bald folgte die Band Garish nach. Vor fünfzehn Jahren war die heimische Musiklandschaft eher dürftig besetzt und ich hatte von Beginn an die Vision, diese Lücke zu füllen. Mittlerweile blicken wir auf bewegte Zeiten zurück, in denen wir große Bandkarrieren begleiten und ermöglichen durften. Allen voran die Initialzünder immer größer werdender Wellen hier entstandener Musik, die irgendwann auch groß genug für die internationale Karriere, Ruhm und Auszeichnungen wurden: Garish, Ja, Panik, Bilderbuch, S O H N - um nur wenige davon zu nennen - sie alle haben die wichtigsten Sprossen ihrer Karriereleiter als Teil der ink-Familie erklommen und uns entlang dieses Weges viele schöne Momente beschert

Ink Music bietet viel mehr als eine Label-Betreuung. Wie kam es dazu?
TSCHÜRTZ: Die geradezu kindliche Freude, die eigene Begeisterung über Musik teilen zu wollen - das war seinerzeit der Ur-Antrieb, eine Musikagentur in das trockene Brachland zu setzen. Noch viel stärker gezeigt hat sich, dass das Potenzial in Menschen zu sehen; an sie zu glauben, ihnen Zeit zu geben und sozusagen beim Wachsen zuzusehen; dass das zuvorderst eine schöne Aufgabe ist. Auch wenn sie oft mit Rückschlägen verbunden, manchmal schmerzhaft und ökonomisch zumeist alles andere als dankbar ist. Aus dem Bedürfnis heraus eine allumfassende Künstler-Betreuung anzubieten sind nach und nach weiter Bausteine zum Portfolio dazugekommen: allen voran Booking, Promotion/PR, Verlag und Sync Rights. Booking ist natürlich der Kern unserer Agentur der letztlich auch den Hauptumsatz bringt. Wir betreuen an die fünfzig nationale und internationale Bands und Künstler und vermitteln pro Jahr mehr als 300 Shows in Österreich und dem angrenzenden Ausland in Mittel- und Osteuropa.

Wie ist ink Music strukturiert?
TSCHÜRTZ: Wir beschäftigen sieben MitarbeiterInnen und organisieren uns in einer Bürogemeinschaft mit Walter Gröbchens monkey music.

Was würden Sie als USP Ihrer Company bezeichnen?
TSCHÜRTZ: Ich spreche immer sehr gerne von Nachhaltigkeit. Wir buhlen nicht um den schnellen Sternschnuppenerfolg, sondern wollen ein nachhaltiges Konzept umsetzen, das KünstlerInnen über Jahre Erfolg sichern soll. So basteln heute ehemalige Künstler in L.A. und Berlin an ihren Karrieren weiter; sind frühere Mitarbeiter in internationalen Agenturen, bei großen Verlagen, an entscheidenden Stellen im Musikexport, in Nachrichtenredaktionen und Radiosendern tätig - und bei jedem einzelnen macht es heute noch Freude zu wissen, einen kleinen Teil ihres Weges mitgegangen zu sein. Vor 15 Jahren waren Teile der jetzigen ink music-Mannschaft gerade noch im Grundschulalter, während schon viel Blut in einen dazumal nicht gerade lebendigen hiesigen Musiklandschaftskörper gepumpt wurde. Und jetzt stehen wir hier: Der Wettbewerb blüht und wird härter; immer neue Agenturen und Labels raufen um jede aufregende neue Band; es wird auf den nächsten großen Hype gewettet - und das macht zugegeben mehr Spaß als noch 2001.

Was hat sich im Business am meisten verändert?
TSCHÜRTZ: Wie schon erwähnt ist die Szene gewissermaßen wachgeküsst worden und ich denke, dass ink Music einen wichtigen Teil dazu beigetragen hat. Der Markt nähert sich auch in Österreich der Normalität an. So investieren auch die Major-Companies hierzulande wieder in lokales A&R, was in den letzten Jahren mit Ausnahme von Castingshows mehr oder weniger nicht der Fall war. Man sieht die Veränderung vielerorts – vom Airplay bis zur Festivallandschaft – österreichische Acts werden zunehmend interessant. Ink Music will jedenfalls auch weiterhin einen wichtigen Teil zur Musiklandschaft in diesem Land beitragen. Ich denke wir haben bewiesen, dass wir eine gute Strategie entwickelt haben, Talent erkennen und ermöglichen können. Aktuellstes Beispiel: die Electro-Pop-Formation Leyya, die drauf und dran ist, eine steile Karriere einzuschlagen.